Ich war nie allein

Wach um 7-Uhr-perversfrüh. Ich liebe den Rhythmus von dieser Art der Zeitangabe. Man kann es zu einer stillen Melodie im Kopf summen: Soundsoviel-Uhr-perversfrüh shallalaa.
Ich fühle mich tot.
An Schlaf ist aber auch nicht mehr zu denken. Obwohl es möglich wäre, erst gegen halb elf in der Möbelwerkstatt aufzuschlagen, schäle ich mich aus dem Bett.
Im Kopf habe ich längst mit dem Bilder-rahmen begonnen. Mit der nächsten Ausstellung.

Apropos Kopf: ein bisschen Sorge bereitet mir das Hirn. Etliche Deja-Vues in Kombination mit unglaublicher Vergesslichkeit. Sind die Erinnerungslücken mit der derzeitigen, arbeitsmäßigen Überlastung noch vorstellbar, so empfinde ich die Deja-Vues als beängstigend.

Letzte Woche hatte ich die Idee für eine Geschichte: der Protagonist ist an Alzheimer erkrankt und lässt alle seine alten Freunde kommen, um in mosaikhafter Weise sein Leben zu dokumentieren. Eine Art Patchwork-Autobiografie. Arbeitstitel „Ich war nie allein“.
Ob es im imaginären Buch der Symptome die Kombination Deja-Vue und Vergesslichkeit gibt?

Ich muss unbedingt eine Liste meiner Weggefährten und -gefährtinnen anlegen. Für den Fall, dass es schlimmer wird mit der Vergesslichkeit.

Artikel per iDogma auf dem iPhone getippt. Morgens, 7-Uhr-pervers. Ihr wisst schon. Fipptehler lasse ich drin.

6 Gedanken zu „Ich war nie allein“

  1. hm, auf die liste müssten dann auch alle deine werke drauf. nicht, damit sich andere mit deinen federn schmücken und umgekehrt.
    und bei den namen vielleicht gleich noch ein paar details mitaufschreiben, hehe.
    gut dass du bloggst. ist eine tolle erinnerungshilfe :-)

    herzlich grüßt die soso (die hofft, du weißt noch, wer sie ist ;-)

  2. das muss kosmisch sein… ich finde hier neuerdings CDs im regal, von denen ich a nichts weiß und b schon gar nicht wer sie mir geschenkt hat und wann…? ja, es ist beängstigend, manchmal…

  3. voll normal.
    im nicht-imaginären Sypmtomebuch steht das auch. und dass es beginne, sobald man ca. ein halbes jahrhundert auf dieser erde weile….zu viel sorge ist nicht angebracht. freundeslisten dann wieder aber doch und…sonst wäre es ja schade.

  4. Aber ich war doch jetzt ein Jahr daheim, da sollte man das doch mal auf die Reihe kriegen!!
    *g
    Am 4. Oktober fange ich wieder an zu arbeiten und morgen wird das Kind schon 1 Jahr alt… tsss

    LG Katja

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