Hidden Art Item # 1 und 2

Okay, heute gehen die versteckten Kunstwerke Nr. 1 und 2 unter die Erde.

Hinweise auf die Koordinaten von Item # 1 findet man in der Kunststraße Zweibrücken-Landau bei km 75,6.

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Schon verpackt: Item # 1, 16 signierte Künstlerkarten, somit unikat – Empfehlung: aufheben, nicht verschicken. Ansicht: Postkarten

Ein echtes Schnäppchen: Wer Kunstwerk Nr. 1 findet, erhält dort die Koordinaten zu Kunstwerk Nr. 2, die A 8 Wutz.
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Die A 8 Wutz, eine Fotoinstallation mit Schwein, etwa 10 cm groß.

Handelsübliches Schwein klammert Foto des zerfledderten Autobahnhinweisschilds in Peppenkum.

Findige Kunstsammler bitte hier den Fund kommentieren oder mir eine E-Mail an info@europenner.de schicken.

Kunstwerke behalten und nach Belieben bezahlen.

Straße nach Gibraltar 003

anfang (Bild, Link entfernt 2016-11-26)

Und also schrieb ich ins Reisetagebuch

17. April 2000, Campingplatz Plan Incline, nähe Lutzelbourg. Ganz in der Nähe des berühmten Schiffshebewerks, welches eine 35 Meter hohe Differenz im Canal du Marne au Rhin überbrückt. Tonnenschwere Kanalschiffe werden in einer riesigen Badewanne den Hang hinauf gezogen. Beinahe lautlos. Das scheint DIE Attraktion in der Gegend zu sein. Das Tal ist eng. Mein Lagerplatz liegt zwischen Straße und Bahnlinie, obendrein in einer Einflugschneiße – wohin? Straßbourg? Sarrebruck?

In dieser frühen Jahreszeit ist noch nicht viel los auf dem Campingplatz. Ich bin froh, dass er überhaupt geöffnet ist. Am Anfang einer Reise, allein unterwegs ist zwischenmenschliche Seelsorge ziemlich wichtig. Will sagen: es ist wichtig, jemanden zu treffen, bzw. wenigstens jemanden in der Nähe zu wissen. Die Platzwarte leben in einem großen Wohnwagen. Frau Platzwart stapft mit Gummiestifeln umher. Sie kommt herüber und fragt, ob ich zufrieden bin. So blicke ich von meinem Notizbuch auf. Wir halten ein Schwätzchen über das Reisen im Allgemeinen und das Radreisen ganz besonders, ihr Vater habe die Route 66 gemacht per Rennrad und dass er es nie wieder tun würde.

Überall auf dem Campingplatz ist Wasser. So hoch sind die Pfützen, dass man mit den Pedalen unter Wasser kommt, wenn man radelt. Das Schwimmbad ist verwaist. In der angegliederten Kneipe trinken Männer Wein. Sie reden, wild gestikulierend, elsässisch oder lothringisch, wie auch immer, eine Sprache, die dem Pfälzischen sehr ähnlich ist und ich sie somit gut verstehe. Flipperautomat und Tischfußball. Kaum eine Möglichkeit, einen trockenen Platz für mein Zelt zu finden. Auf einer Art Hochpunkt unweit des Schwimmbeckens fand ich eine halbwegs trockene Stelle.

Hidden Art, Item # 4

So. Nun ist es so weit. Ich verstecke eines von fünf ersten Hidden Art Objekten. Versteckte Kunst.

„Heyho, brother“ ist ein Schwarz-Weiß-Handabzug des guten alten D-Mark-Tausenders. Alle die dies lesen sind eingeladen, das Kunstwerk zu bergen, es als Geschenk zu behalten oder mir nach Belieben eine Summe zu zahlen.

Das Kunstwerk könnte einmal sehr wertvoll werden, denn der Künstler ist stets bestrebt, seinen Marktwert zu steigern.

Hinweise, wo das Kunstwerk versteckt ist, findet man auf der Kunststraße Zweibrücken-Landau bei Kilometer 73.

Das Kunstwerk befindet sich wasserdicht gerollt in einem Calcium-Tabletten-Röhrchen. Finder wird zum Kunstsammler. Bitte schicke mir eine E-Mail an info@europenner.de (oder logge hier im Kommentarfeld), wenn Du das Werk gefunden hast.

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To job or not to job?

Nichts Besonderes. Bin ein wenig müde, weil es gestern mal wieder spät wurde. Die üblichen Tätigkeiten: Datenbank des Arbeitsamts gefleddert und einen interessant klingenden Job gesichtet. Auf einer Handynummer angerufen, Parameter erklären lassen. Das Damokles Schwert gesliceter Zeit baumelt Tag und Nacht und es gibt fünf Euro pro Stunde. Rechtfertigungsversuche von Seiten der Arbeitgeberin. Als ich neun Euro als Verhandlungsbasis vorschlage, zeigt sie sich nicht kompromissbereit. Kurzangebunden beendete sie das Gespräch, ich könne ja mal vorbei kommen. In meinem Schädel gaukelte ein mathematischer Prozess: fünf mal 10 ist 50 und 400 durch fünf ist 80 – fünfzig Euro pro Tag, 80 Stunden pro Monat.

Vielleicht sollte ich Ja sagen. Der Job ist aus bloggolerischer Sicht ziemlich interessant. Addiere den bloggolerischen Nutzen zum rein materiellen und du erhältst äh öh hmm?
Erstmal ein neues Kapitel für die Straße nach Gibraltar schreiben. Morgens ist gut denken.