Frühmorgens von Mardern geweckt, Revierkampf auf dem Dach und Wind.
Sist Wind, sist Wind, sist Wind, der an den Nerven zerrt.
Dennoch geduscht, rasiert, Kaffee gekocht.
Alltag lang.
Noch immer Glut im Ofen.
Sofasophias Mahnung im Kopf: Ziele sollte man sich setzen, hat sie sinngemäß gesagt. Nur gesetzte Ziele sind erreichbar. Nur gesetzte Ziele sind existent. Aber auch: gesetzte Ziele üben einen gewissen Druck aus. Sollte ich für 10 gebaute Loungemöbel eine Seite schreiben? Oder für 25 gebaute Loungemöbel eine quadratmetergroße Bildtafel kreieren? Oder es so tun wie Kollege T.: jeden Tag eine Stunde an der Umgestaltung der Wohnung arbeiten?
Die allgeimeine Relativitätstheorie zur Erreichung eigener Interessen im gefährlichen Djungel der Fremdinteressen, an deren Verwirklichung man alltäglich arbeitet, schießt es mir durch den Kopf. Ich reibe die Haare trocken, den Körper, ziehe mich an, bereit, mich in den Mahlstrom des Pendlers einzuspeisen.