Zweibrücken-Andorra, die Dritte

Ich muss verrückt sein, damit zu liebäugeln, Anfang März das Reiserad zu satteln und quer durch Frankreich zu radeln, vom ‚Großen Osten‘ des sechseckigen Landes einmal mitten durch bis in die Pyrenäen, mehr noch, dort auch noch hinauf auf den über 2400 Meter Hohen Pass namens Porte d’Envalira und weiter, weiter, weiter in einer geradezu abartigen Rutsche auf der unheimlich stinkenden, dieselrußgesättigten Passstraße bis nach La Vella, Andorras Hauptstadt.
Gerade habe ich mir verschiedene Webcams angesehen, um herauszufinden, ob der 1500 Meter hohe Mont Lozère, der auf der Strecke liegt, Schnee hat und wie die Hauptstraße zwischen Ax-les-Thermes und Andorra ausschaut. Bilder sagen weniger als tausend Temperaturanzeigen an den vielen Wetterstationen, die zwischen den Webcams auf der Karte gelistet sind. Kurzum, noch ist es recht winterlich und ein garstiges Lüftchen überweht Frankreich von Südwest nach Nordost.
2020 ist es wieder so weit. Ich habe die Reise schon in den Jahren 2000 und 2010 als Kunstprojekt realisiert. Dass ich die Tour auf fast identischer Strecke nach zehn Jahren wiederholt habe, bedingt irgendwie, dass ich es nun, noch einmal zehn Jahre später, wieder tue. Was für ein Kreuz die Konzeptuelle Blogreisekunst doch ist.
Warum die Reise schon im Vorfrühling beginnen? Ich möchte zur Gartensaison wieder auf dem einsamen Gehöft sein. So ein Künstlergarten bestellt sich ja nicht alleine.
Außerdem benötige ich später im Jahr noch etwas ‚Luft‘, um das Bayernprojekt, das 2018 begann, zu beenden.

5 Gedanken zu „Zweibrücken-Andorra, die Dritte“

  1. Ja, du musst wohl wirklich verrückt sein! ;-)
    Aber toll, dass du uns wieder mitnimmst. Ich freu mich auf die Reise. :-)
    Und falls du später Hilfe im Künstler-Garten brauchst, sag Bescheid. ;-)
    Alles Gute für die Tour und viele Grüße,
    Andrea

  2. Uijui, ja das kann dann noch garstig werden, aber andererseits brauchst du ja auch eine Weile bis zu den Pyrenäen … ich stelle mir das sehr spannend vor, für dich und die Waden und für uns als ZuschauerInnen.
    Glückauf
    und ja, ich melde mich noch … seufz …
    liebgrüß Ulli

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