Ach wie gut … dass jemand weiß

Mit erschreckender Rasanz geht die Auslagerung von Wissen aus dem eigenen Kopf vonstatten?
Montags und dienstags gehen so viele Dinge schief. Früher mussten Loungemöbel daran glauben. Heute sind es Daten. Ich darf beruhigen: die Montagsproduktionen aus dem Hause Irgendlink sind dennoch ganz passabel. Sie haben einen gewissen quasiomodoesken Charme. Und aus Fehlern lernt man ja. Soeben ein 1GB Datenbackup durch nassforsche Befehlseingabe geschreddert. Mit einem „Puuuh“ und „Schweißwisch“ von der Stirn sinkt der Blutdruck langsam wieder. Man müsste Montag und Dienstag durch Samstage ersetzen.
mv Montag Samstag
Papierbildhauerei und Pixelmeißelei. Lässt sich im Grunde jedes menschliche Handeln auf Bildhauerei zurückführen? Mühsame Wegnahme von Unnötigem führt zwangsläufig zu einem Endergebnis.
Das Arbeiten in den Systemen auf dem Rechner und auf dem Server wäre ohne ausgelagertes Wissen im Netz kaum möglich. Dennoch bleibt das eine oder andere Stückchen Wissen hängen. Sei es nur, dass man wissen sollte, wo das Wissen liegt, das man jeweils benötigt. Ich weiß, dass ich nichts weiß versus ich habe vergessen, dass ich nichts weiß versus jemand anderes weiß, was ich nicht weiß versus niemand weiß, dass ich nichts weiß versus ich weiß, dass niemand etwas weiß versus ich weiß, dass ich etwas vergessen habe versus niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.

5 Gedanken zu „Ach wie gut … dass jemand weiß“

  1. *flüstermodusein* und wir behalten es für uns – ich jedenfalls sage es nicht weiter *flüstermodusein*
    das mit dem geschredder allerdings tut mir sehr leid für dich. hoffe, es waren keine unersetzlichen daten?!

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