Beginn und Ende von 15 Minuten am Beispiel eines Spechts

Raus aus der Künstlerbude, die Holztreppe hinunter in den Garten auf der Südseite des Hauses. Noch immer liegt Schnee, das Thermometer zeigt 2 Grad Minus. Hinter dem Dunst lässt sich rötlich die Sonne ahnen. Ein Specht klopft am nahen Baum. Ich kann das hochfrequente Rattern nicht genau lokalisieren, aber es muss einer der Bäume im westlichen Windschutz sein. Ohne Brille kein Tier erkennbar. Mit Erreichen der untersten Treppenstufe erinnere ich mich, dass ich genauso vor zig Jahren das Wort Specht gelernt habe – was ist das Opa? – Ein Specht, ein Vogel, er haut mit seinem Schnabel ein Loch in den Baum und schläft dann da drin.

Plötzliuch wird mir klar, dass ich das aufschreiben muss, so belanglos es auch sei. Es soll geschrieben werden als Fingerübung für die Reise. Das Schreiben soll nicht länger als eine Viertel Stunde dauern und es soll so funktionieren, dass ich aus dem Markanten des Tages das Beste heraus suche und es skizziere. Für die nächste Reise. Falls ich unterwegs in Frankreichs Outback mal eines Intzenetanschlusses habhaft werde.

Regelmäßig. So wie das Leben: eine Kombinatipn verschiedener Regelmäßigkeiten.

Denk oich so beim Kaffee. Und über die Art und die Technik und das Warum werde ich dann ein andermal berichten zwischen Beginn und Ende von 15 hochkonzentrierten Minuten. Dies sei das erste Puzzlestück.

6 Gedanken zu „Beginn und Ende von 15 Minuten am Beispiel eines Spechts“

  1. „Regelmäßig. So wie das Leben: eine Kombinatipn verschiedener Regelmäßigkeiten.“

    … und mit dabei, damit es nicht langweilig wird, eine unfassbare Einmischung durch all die Ausnahmen des Lebens. Denn ohne sie gäbe es die Regel(mässigkeite)n ja nicht :-)

    Hey, gute Idee, dein Viertelstundekonzentrat! Freue mich auf die Fortsetzung …

    (das Bild von Irgendlin-klein, der „Specht“ sagt, ist gold!)

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