Zurück aus Bitche. Frühling. Der Mann verlässt die lange Unterhose. Heute zum Glück frei. Kollege T. und ich haben eine Radeltour gemacht nach Frankreich, um ein bisschen Urlaubs-Feeling, besser Pilger-Feeling zu kriegen. Die Alleinsamkeit wie weggeblasen. In Bitche erklimmten (erklommen? nuja, rauf eben) wir die Zitadelle, ein uraltes Militärfort von unglaublicher Größe. Verkehrsschilder in der Stadt datieren den Bau auf 17tes bis 19tes Jahrhundert. Dabei sieht das Ding wie eine Bunkeranlage aus den beiden Weltkriegen aus.

Die Tour ist empfehlenswert. Ruhige Landstraßen und um Bitche eine Landschaft, wie man sie hier überhaupt nicht vermutet: hügelige Kiefernwälder.

Insgesamt 85 Kilometer (habs bei maps.google nachgemessen, lieber T. Z-Bitche und zurück über diese Strecke 77 km plus acht bis zu unserem Treffpunkt), also beinahe eine klassiche Etappe wie ich sie von frühen Fernradtouren kenne. Ich weiß nun, dass ich wieder verreisen könnte. Wäre da nicht das schwebende Insolvenzverfahren. Montag muss ich wieder arbeiten. Zumindest haben wir dem Owner versprochen, die Werkstatt neu einzurichten. Ich bin viel zu gutmütig? Oder ist es das Mitgefühl, den Owner nicht mittellos zurück zu lassen und seinen kleinen Sohn? Sicher auch ein Aspekt.

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