Der See am Ende des Tunnels

Da ist nicht nur Licht am Ende des Tunnels, in der Mitte hat man in regelmäßigen Abständen Lampen aufgehängt, die gegen Siebzehn Uhr kaum seichter scheinen, als das Tagesrestlicht. Wir unterqueren die Südautobahn durch eine Röhre auf dem Wanderweg zum winzigen Lago di Soundso, welcher zwischen den beiden Nordflanken des Lago die Lugano liegt, erreichen eine hölzerne Platzform im Schilf. Es tut mir Leid, aber starr ruht der See. Die Oberfläche ist gefroren. Der Blick verliert sich in wenigen Metern an einer grauen Wand, hinter der pures Nichts sich zu befinden scheint. Vier Mädchen tummeln fotografierend auf dem Wanderweg. Eine Joggerin verbrennt Festtagsspeck. Zwei Deutschschweizer führen ein ernstes Gespräch, das sich fetzenweise hinter der Wand aus Nebel verliert.

Unterquerung der Autobahn bei Lugano

Mühle am Lago di Muzzano

Lago di Muzzano

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „Der See am Ende des Tunnels“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.