Tag 3 – die Strecke

Weil die gute Frau Freihändig nicht schlafen kann ohne Irgendlinksches Betthupferl :-), hier schon fast traditionellerweise noch die heutige Tagesroute …

Das letzte, was ich um halb zehn aus Belgien gehört habe, ist, dass er auf einem Farm-Camping in Torgny als einziger Gast untergekommen ist. Und dass es ihm gut geht. Vermutlich ist er einfach eingeschlafen? Wir dürfen auf die Fortsetzung gespannt sein ;-)

>>> Tag 3: Esch – Torgny: hier klicken!

Ach, dies noch: Das technische Problem war einfach lösbar gewesen: nur den versehentlich ausgeschalteten Schalter wieder einschalten ;-)

Tag 3 – Bilder

Im Laufe des Nachmittags hat Irgendlink mir wieder ein paar tolle Bilder fürs Blog gemailt.
Ein Draufklick macht die Bilder groß.
Hier bei Aubange …

In Halanzy …

In Baranzy …

Unterwegs, ohne nähere Ortsangabe …

Mitdiktat des gelebten Lebens in Halanzy

Schulaus in Halanzy. Besser gesagt Kindergartenaus. Gerade habe ich mich vor dem Kriegerdenkmal bei der Bibliothek niedergelassen, kalt ist der Stein, spuckt das Gebäude etwa vierig aufgedrehte, quengelnde Kinder aus, die sich am Geländer einer Treppe hochhangeln, einander verabschieden, necken, schimpfen manchmal. Väter tragen übermüde Kleine auf dem Arm nach Hause. Mütter stehen schnatternd in der Sonne. Gegenstände fliegen durch die Luft. Ein Mädchen versucht meine Aufmerksamkeit zu erlangen, indem es halsbrecherisch ein Treppengeländer runter rutscht. Ich lächle. Ein kleiner Autist geht ängstlich an der Hand seiner kaum 14jährigen Schwester. Menschenschicksale soweit das Auge reicht. Ich beobachte gesellschaftliches Gewebe in Südbelgien. Fast wie ein verrückter Forscher.

Eigentlich wollte ich an dem Artikel „Luxembourg le Raëtsel“ schreiben, der mir seit Petange im Sinn ist. Aber bei dem Gezeter ist nur ein Mitdiktat des gelebten Lebens möglich. Wieder komme ich in die Bredouille der Live-Blog-Literatur: wenn ich diese schnell gehackten Zeilen vor Bibliothek und Kindergarten Halanzy nun poste, ist „Luxembourg le Raëtsel“ dann nicht ein chronologischer Riegel vorgeschoben? Oder macht das womöglich gar nichts, ist eben eine Eigenart dieses noch jungen Literaturgenres (ebenso wie die Touchscreen typischen Fipptehler)?
Seis drum, Herr Irgendlink, KiBmiB, wie die Hauptstadtethnologin mich in einem Kommentar genannt hat, seisdrum, hau’s raus das Ding.

Heut fahr ich wohl nur bis Virton. Die N88 ist recht stark befahren, aber breit. Bis Sedan wären es bald 100 km. Und es gibt ja so viel zu fotografieren in diesem offenbar im Umbau befindlichen Belgien.