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    Nur ein Bild

    Vorhin Holz gehackt. Mit einem schweren Spalthammer rückte ich Eichenstücken zu Leibe. Die Künstlerbude mal wieder 12 Grad kalt. Höllenschnee da draußen. Ich hob das Beil, schlug zu, die Fetzen flogen. Düstre Holzhalle am anderen Ende des einsamen Gehöfts, weshalb ich das Kleingehackte auf einen Schubkarren lud. Es darf als Intelligenzleistung angesehen werden, dass ich die besonders kleinen Stücke zunächst liegen ließ, damit sie später oben auf dem Schubkarren sind. Mit Ihnen würde ich das Feuer entfachen. Plötzlich wurde mir klar, dass ich die Holzstücke noch einmal umschichten muss. Kann ja den Schubkarren nicht die Treppe hinaufzerren bis ins Wohnzimmer. Das nun obenliegende Anfeuerholz würde also in der Weinkiste, welche…

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    Heyho

    Das Feuer knistert. Draußen liegt Schnee, schneit es immer wieder. Nicht gerade warm dieser Tage. Soeben die Seite des Mainzer Kunstvereins validiert. Ich bin stolz. Es ist XHTML. Hab mich ja nie so sehr um sauberes Seitenschreiben gekümmert, weil die gängigen Browser so tolerant sind und alles Mögliche darstellen können. Aber diesmal – und weil es doch ein neues Projekt ist … da arbeitet es sich doch viel besser. Ist wie Neubau. In alten, denkmalgeschützen Häusern sind einem die Hände gebunden. Aber draußen auf der grünen Wiese darf man schön gerade. Was red ich. Oft im Wald unterwegs gemeinsam mit Kokolores auf der Suche nach Kästchen. Geocaching hat sich als…

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    Werbokratie

    Ziemlich frustriert, weil ich nachts den Wecker auf neun Uhr gestellt hatte. Als er vorhin klingelte, einfach nochmal umgedreht. Somit müsste es jetzt halb zwölf sein. Fakt ist jedoch, dass der Zweitwecker um sieben rasselte. Ein untrügliches Gefühl für die richtige Tageszeit scheint mir die Völle der Blase, die Gräue der Dämmerung, das Krähen des Hahns und noch so einiges – das Radio dudelt. Jetzt ist alles Fußball. Das Abdriften in die Werbokratie wird dieser Tage deutlich. Der Produzent putscht blutig gegen den Konsumenten. Jeglicher akustische, optische öffentliche Raum ist mit Marken gepflastert. Dreh- und Angelpunkt ist der Fußball. Man könnte sagen, die Werbung wird gleichgeschaltet. Jeder, der etwas auf…

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    Wäre schon möglich, dass …

    Nundenn, hab mich mal wieder eingeloggt, obwohl nicht in Schreiblaune. Zu berichten gäbe es so einiges. Viel Computerzeugs, was sich als Erwerb von Wissen bezeichnen lassen könnte. Ich bastele an meiner Galerie. Und an der Homepage des Mainzer Kunstvereins. Hat wieder Plusgrade, weshalb ich die Wasserleitung reaktiviert habe. Nun finde ich endlich mein Besteck wieder, welches ich mit dem Spülwasser in den Garten geschüttet habe. Die Fässer, die in der Bude stehen, sind fast leer. Kommt mir vor, als wäre ich das Entwicklungsland der feinen Künste. Ich bin der korrupte Putschist der Literatur. Am Morgen hatte ich einen ernsthaften Bericht über die Angst im Sinn. Aber wie es mit den…

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    To labour or not to labour

    Bis drei Uhr wach. Das ist ruinös. Fühle mich wie durch den Wolf gedreht. Das freischaffende Künstlertum ist ein harter und sehr brotloser Job. Hatte eigentlich überlegt, heute Morgen mal wieder zum Arbeitsamt zu schaun, aber mit derart übernächtigten Augen? Ein Besuch beim Arbeitsamt ist eine angenehme Sache. Es ist wie Arzt. Es ist wie Vater. Es ist wie Gott. Es ist wie sagen: „Nu machmal.“ und sämtliche Eigenverantwortung drangeben. Paar Minuten starrst du deinen persönlichen Berater von der Seite an. Nur zwei drei Meter schuftet ein Mensch in einer Datenbank, die du zuvor selbst nach Jobs durchwühlt hast. „Nein, es gibt nichts in dieser Region.“ Es sei denn, du…