Schalke 0 Gasprom

War gestern. Das Radio meldete, eventuell steht auf den Schalke-T- Shirts demnächst Gasprom. Das kostet dann 125 Millionen Euro. Das ist eine Hundertfünfundzwanzig mit sechs Nullen und einem € hintendran. QQlka, ganz Nachtschwärmer, stand im Atelier und fabrizierte die Skizze für ein neues Gemälde.
Er lachte.
Ich war erstaunt.
Also diskutierten wir, was wir für 125 Millionen Euro alles tun würden. Natürlich sind wir keine Fußballmannschaft, aber wir könnten uns Gasprom auf die Stirn tätowieren lassen.

„Das würd ich im Leben nicht tun,“ sagte ich, „das Gesicht ist heilig.“

„Auf den Hintern?“ fragte QQlka.

„Schon eher, aber nur, um einem nahen Verwandten mit einer sündhaft teuren Operation in einer Spezialklinik in den USA das Leben zu retten. Einem sehr nahen Verwandten.“

Somit ist klar, dass wir nicht käuflich sind.

Heute ist QQlkas Bild fast fertig. Es zeigt eine, von Traktorspuren zerfurchte Landschaft, in der ein Kind mit gelbem Regenmantel steht. Es hat die Arme ausgebreitet wie gekreuzigt. Die Wälder im Hintergrund sind sehr gelungen und auch die Traktorfurchen. Nur: dem Kind fehlt noch das Gesicht. Sein Antlitz ist nur daumennagelgroß.
„Ich lasse das Gesicht einfach weg,“ sagte QQlka.

„Schreib‘ Gasprom drauf,“ forderte ich, „dann kriegst du 125 Millionen Euro.

Bruno der Woche

Ein ganz unkonventionelles Blog, wenn man so möchte: Der Comic-Zeichner Christoph Rickert kredenzt immer montags den „Bruno der Woche„. Absolut klasse finde ich, wie der Zeichner mit seiner Figur aufs skurrilste kommuniziert: „Bruno wähnte sich auf dem Weg in die richtige Richtung – Diese Formulierung gefiel ihm allerdings ganz und gar nicht – Aber er konnte nichts machen: Wohin er läuft bestimme immer noch ich.“ (aus Nr. 217). Bruno ist so eine Art Huhn.
Nebenbei: diese Woche feiert mein Onkel B. Geburtstag.

Erdverstecke und andere Kleinigkeiten

Puuh, verpennt. Seit der Hahn nicht mehr ist, schaffe ich es einfach nicht, früh aus dem Bett zu kommen. Heute stehen Aufräumarbeiten an und vielleicht ein Häubchen Steuererklärung oben drauf? Das Erdversteck Nummer eins werd ich wohl ausbringen. Es wird, mbnnsxthp hf Cqnr vfjzq Gxnfateh, am Waldrand drapiert.

200 Seiten Love-Ding und zwei Tonnen Sandstein

Hab ich doch glatt einen Eintrag verschusselt, der „Ah, das Liebesding“ heißen sollte und heute geblogt werden sollte. Versehentlich in die Rubrik „Privat“ einsortiert, weshalb er nicht öffentlich in der Datenbank gelistet wird. Das ist noch gemeiner, als die Texte mit der Vigenère-Methode zu verschlüsseln.
Nun bin ich aber ganz froh, dass das Liebesding nicht veröffentlicht wurde, weil es doch recht privat ist.

In dieser heißen Phase habe ich keine Chance, zu entscheiden, ob ein Artikel fürs Blog taugt oder nicht.

Heute zwar Sonntag, aber A krank und B doch gearbeitet. Die Arbeit war angenehm. Unter schräg stehender Sonne die Bilderrahmen für die acht Erdverstecke geschustert und mich diebisch darauf gefreut, die Kunst nächste Woche in der Erde zu verwühlen. Sie muss nur noch wasserdicht verpackt werden. Das wird eine Herausforderung.

Nachmittags die Stadtrincks zu Gast. Worüber haben wir uns noch gleich unterhalten? Ah, das Loveding natürlich, ein 200 Seitenbuch meiner Cousine, das derzeit auf der Buchmesse gefeiert wird. Mit Fernsehen, Radio und und und. Wurde auch langsam Zeit. Mein Cousin, ihr Bruder macht sich morgen per German Wings mit 2 Tonnen Sandstein im Gepäck auf in die Hauptstadt, und das war es, was ich schreiben wollte, weil ich das lustig finde. So sind wir Pfälzer nunmal. Skulpturen hauen wir nur aus dem heimischen, roten Sandstein. Er will versuchen, es als Handgepäck zu deklarieren.

Ah, das Love-Ding

Literaturkritik (Link entfernt 2016-11-26)
(mp3, 5.38 Minuten bei Deutschland-Radio Kultur)
Am 8. November 2006, 20:30, Deutschlandfunk
Monika Rinck liest „Ah, das Love-Ding“ (Teil 1), (Teil 2 am 15.11.06)