Filter verbessern das Endergebnis

Das Rechtschreibungsbeispiel im letzten Beitrag verdeutlicht es: Filter verbessern das Endergebnis. Ein Schreiber, der den Duden nicht auswendig kennt liefert einen Beitrag an den Filter Redakteurin, die vermutlich den Duden auswendig kennt, aber auch nicht unfehlbar ist. Die Redakteuerin widerum stützt sich auf eine sündhaft teure Software, einen wohlprogrammierten Filter, der sämtliche Auffälligkeiten in einem Text markiert und ihr beim Feinschliff hilft.

Das Content-Managementsystem Drupal funktioniert ebenso mit Filtern. Menschen ohne HTML-Kenntnisse können ihre Homepage über den Webbrowser pflegen. Das System stellt für die verschiedenen Inhaltstypen (i. d. R. Seite, Artikel, Bild) vorprogrammierte Filter bereit, die Zeilenumbrüche, fetten und kursiven Text, Links usw. eigenständig ins HTML-Format konvertieren (im Gegensatz zu den meisten Wysiwig-Editoren sogar in wohlgeformtes, gültiges HTML). Drupal geht noch viel weiter. Mit Hilfe von Zusatzmodulen kann man selbst so komplizierte Filter benutzen wie etwa den Google-Maps- Filter. Wenn der eingeschaltet ist, erhält man als Ausgabe eine waschechte, selbstprogrammierte Google-Map mit eigenen Bildpunkten und Routen.

Perfekte Zusammenarbeit zwischen Reporter und Redakteurin

„Bullerbüsche“

Das Wort hat Redakteurin D. kreiert nach einer Steilvorlage durch mich – aus „vielleicht wandelt der eine oder andere zwischen gelben bullerbüschen  Getreidefeldern“, dem letzten Satz meines Lindgren-Artikels, hat sie kühn „vielleicht wandelt der eine oder andere zwischen gelben Bullerbüschen.“ fabriziert.

Äußerst fruchtbare Zusammenarbeit, wie ich finde. Die „Bullerbüsche“ passen auch prima zu der Eigenschaft „langstrumpfesk“, welches weiter vorne im Artikel vorkommt.

Wie schreibt man so etwas eigentlich richtig: „Merkelsche Regierungszeit merkelsche Regierungszeit oder Merkel’sche Reg…“

So lasset uns denn heute noch einen Künstler schmähen

„Niedrigpreissegmentkünstler“ – so wurde kürzlich Künstlerkollege B. in einer Galerie von einem Möchtegernkunstsammler bezeichnet. Dabei hatte Künstler B. in der Einzelausstellung eigens die Preise verdoppelt.

Noch verwunderlicher: der Möchtegernkunstsammler hat auch noch ein Bild vom Niedrigpreissegmentkünstler gekauft.

Somit hat sich Möchtegernkunstsammler als Möchtegern-niedrigpreis-segment-kunst-sammler geoutet.

Das ist doch starker Tobak für den Zettelkasten?

Der coole Linux Konsolen Jargon

Ist mir kürzlich aufgefallen, dass mein Cousin dazu neigt, Linux Befehle im täglichen Leben einzusetzen.

Etwa:

rm Teller – das heißt ReMove Teller, lösche (räume) den (leeren) Teller vom Tisch.

Oder:

rm -r Suppentopf – heißt etwa: lösche rekursiv den Suppentopf, also Suppentopf mitsamt Inhalt wegräumen.

Irgendwie entstehen sehr seltsame Gespräche, wenn Linuxer miteinander kommunizieren.

Wer weiß, vielleicht wäre dieser Jargon eine gute Methode, Lernwilligen die Arbeit mit der Textkonsole näher zu bringen?