Ferien auf dem Bloggerhof

Nach 8 Jahren zurück auf der Straße. Ich lebe im Flieger, im Zug und an zugigen Straßenecken. meine Kleidung: zwei kapitale Digitalkameras, GPS, Notizbuch, Kuli.

Paar Tage her, dass mich in der S-Bahn in Mainz – gerade auf dem Weg zur Arbeit – ein Handtelefonat der Redakteuerin D. erreichte, sie habe zwei Kulturmasochisten-Termine für heute, Sonntag, mich, oh Grauß.

Ich trinke Cappucino.

Die Kamerabatterien laden.

Da ich bis Juni kaum noch zu Hause bin, überlege ich, das Projekt „Ferien auf dem Bloggerhof“ wieder aufzunehmen, die Künstlerbude zu vermieten nebst DSL-Flatanschluss und Computer. An ruhebedürftige, sinnsuchende Blogger.

Inmitten der Stille, weit jenseits jeglicher Zivilisation bietet sich hier die Möglichkeit der Besinnung, besungen von zwitschernden Vöglein. Die hügelige Gegend mit ihren teils klammartigen Schluchten lädt ein zu ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren. Nicht zuletzt liegen im Umkreis von 50 km etliche spannende Geocaches. Die nahegelegene Kleinstadt Z. bietet Rosengarten, Rennwiese, diverse Freizeitangebote, Flughafen (Berlin 2 x täglich) und das größte Outletcenter der Republik.

Jemand Lust? Ab April kanns losgehen.

Jujova und Satzfetzen

Der Salat an der Selbsterhaltungstheke.

Die Haupttsatdethnologin hat gemeinsm mit Herrn Hauptstadtethologe eine Art Yoga mit Spaß erfunden – Jujova. An der Küchenwand pinnt ein Zettel mit seltsamen Übungen mit noch seltsameren Titeln. Yoga für Menschen, die Spaß haben wollen.

Eine Übung heißt:  Salat an der Selbstbedienungstheke. Unbebrillt laß ich jedoch Selbsterhaltungstheke.

Weitere seltsame Worte:

Kabale und Milch

Wayne interessiert das schon

Musstafa, Kanntafa, Darftafa, Solltafa

Lebengenießen

Letzter Tag heute. Wir gehen ins Schwulenmuseum. Das ist gleich um die Ecke m Mehringdamm. Gestern war erstmals geocachen angesagt. Im Umkreis von 2 km liegen zig Geocaches. Am Gleisdreieck, einem verlassenen Bhngelände neben dem Technikmuseum sind wir in baufälligen Gebäuden herumspaziert, haben Logbücher gesucht – und gefunden. Eigentlich wollte ich viel öfter Cachen. ber es gibt so viel Anderes in der Stadt. Nicht zuletzt alle Freunde und Verwandten zu besuchen.

Man verzeihe, dass das A manchmal fehlt. Die Tastatur der Hauptstdtethnologin zickt. Ich bin obendrein lustlos. Bandscheibenbedingt schmerzt mein Mausarm noch immer ein bisschen.

Ein Fazit für die Livereise gibt es: Man erschwert sich das Reiseleben ungemein, wenn man versucht, ständig eines Computers habhaft zu werden. Deshalb werde ich ab März nicht versuchen ständig neues, live ins Web zu posten. Die oberste Prämisse lautet: Lebengenießen.

Wir entdecken die gute alte Hndschrift wieder. QQlka hat ein Tourbuch angefangen, in das wir unsere Eindrücke schreiben, zeichnen, kritzeln und kleben. Alles hat seinen Platz darin. So sitzen wir abends in Kneipen und geben das Buch an Freunde am Tisch weiter, manchmal auch dem Kellner, dmit sie etwas hineinschreiben. Ein tolles, charmantes Sammelsurium ist das.

Natürlich läuft die Digicam ständig mit. Mnchmal mache ich Filme. Zum Beispiel mit QQlka und der Hauptstadtethnologin durch die Bundestagskuppel. Die ist übrigens langweilig, aber die Aussicht von ganz oben ist gut. Asiaten und Nordamerikaner knipsen dort wie wild. besonders haben sie es auf die räudigen Tauben bgesehen, die in der Kuppel einen Unterschlupf gefunden haben.

In der Hauptstadt muss man manchmal durch Metalldetektor-Schleusen laufen. QQlka hatte es sich nicht nehmen lassen, mit Stahlkappenschuhen anzureisen, weshalb er ständig aufs peinlichste kontrolliert wird. Beim Hinflug musste er so einiges ausziehen – nein, die Unterhose natürlich nicht.

Einen Gutteil der Zeit haben wir scherzend mit Frau Unentwegt verbracht. Es lohnt, sich mal in ihrem Blog – siehe Linkliste zur rechten – umzuschauen.

Berlin

Eine Stunde Flug der Sonne entgegen. Über Erfurt reißt die Wolkendecke auf. Man sieht Seen, Flüsse, Autobahnen. Durchschüttelt von Luftlöchern. Per S-Bahn nach Kreuzberg. Fotoflash. Man bräuchte Jahre, um die Stadt, die Baustellen, das Verschüttete und das Malerische zu fotografieren. Umsteigen an Station Baumschulerweg. Rapper randalieren neben dem hinteren Wagen. Der Lokführer mahnt per Lautsprecher: „Wenn det nicht aufhört, dann platzt aber der Mond!“ QQlka übersetzt simultan für zwei Engländer uns gegenüber. Breites Grinsen. Auf der Ringbahn flasht das frühmorgendliche Sonnenlicht – wie eine Dreammachine – stroboskopartig von Licht zerschossene Wagen. Sonne steht ideal auf Wellblechhütten. Nun müsste man aussteigen, das Relieff dort unten fotografieren. Aber wir rasen Richtung Platz der Luftbrücke.

Das war vorgestern. Gestern gabs Knut und einige Kneipen. Zwiebelfisch hieß die eine. Barbie-Bar die andere. Die ist gleich bei der Hauptstadtethnologin um die Ecke. Überall Barbies, Plüsch und Rosa. Sogar der Kornleuchter ist mit Barbies bestückt. Über dem Urinal hängt ein kitschiges Hinterglasbild, von Innen beleuchtet, welches einen Wasserfall zeigt. Akustische Effekte simulieren das Geräusch plätschernden Wassers. Von Menschen für Menschen gemacht.

Zuckerbär-Wanderung 2008

Vogelherd-Grotte

Zurück aus Nürnberg. Die Divergenz zwischen der Welt im Kopf und der wirklichen Welt ist frappierend. Im Kopf existierte ein Bild von friedlichem Spaziergang in malerischer Landschaft. Am Samstag und Sonntagabend – sagen wir besser in den beiden Nächten musste ich das Bild ergänzen mit Hardcore-Kneipenbummel, literweise Landbier – lustig war es allemal. Letztlich waren wir knapp 20 Wanderlustige, die den gut 10 km langen Trip in der Oberpfalz angingen. Manche waren sogar extra aus Stockholm angereist.
Der Boden war vereist, so dass wir nur mühsam voran kamen. Stimmung jedoch bestens. In der Vogelherdgrotte (obiges Bild) gab es vor etlichen Jahren bei Schnee und Kälte einmal ein voluminöses Fest. Wir hatten zwei Lagerfeuer geschürt, brieten Ente im Tonmantel. Die Vogelherdgrotte ist ungefähr 20 Meter tief, hat zwei Eingänge.
Den Wandertrip habe ich per GPS aufgezeichnet, die Bilder mittels Zeitindex und dem grandiosen linuxschen digiKam synchronisiert. Sie sind relativ genau positioniert.
Zuckerbär-Wanderung 2008 at EveryTrail

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