Beinahe abgeschlossen

Packen ist ja nicht die Welt. Ich erlebte Reisen, bei denen ich gar nicht gepackt habe, sondern einfach losgezogen bin. Diese Reise ist aber anders. Eigentlich ist es Arbeit. Ich gehe wieder meinem alten, geliebten Künstlerberuf nach. Und wenn ich das tue, wird es kompliziert – wie das bei uns Konzeptuellen nun mal ist: Die Welt ist nur im eigenen Kopf, ein wohl gefügtes Getriebe, das gefälligst zu funktionieren hat; mit Siebenmeilenstiefeln im land der eigenen Vorstellungen und das Werkzeug und das Material, mit dem man arbeitet, muss man sich tunlichst vorher beschaffen, denn sonst läuft die verflixte Kunstmaschine nicht.

Sowohl Werkzeug, als auch Material sind nun da. Ich habe ein Mini-Abbild meiner Reise im Jahr 2000 geschaffen. Nehme Fotos und Notizen von Damals mit auf den Weg, radele die nächsten Wochen runter nach Andorra auf den eigenen Spuren und schaue:

  • was hat sich draußen in der Welt verändert
  • wie habe ich mich verändert
  • gibt es Schönes, was ich damals übersehen habe
  • kann ich den Weg – im Gegensatz zur Tour 2000 – fortsetzen und endlich mit dem Fahrrad Gibraltar erreichen ;-)
  • ach fahr doch liebe nach Santiago, iss besser für die Seele

Wie auch immer. Gestern, der eigentlich geplante Start, wäre nicht gut gewesen wegen des Regens. Heute schon besser, aber ich hatte ja meinen Plan auf nächsten Montag verschoben wegen des durcharbeiteten Wochenendes.

Die Vorbereitungen sind nun beinahe abgeschlossen – übers Wochenende werde ich mich von dem Stress in der Schweiz in der Schweiz von dem Stress (Danke, liebe A.) kurieren.

3 Gedanken zu „Beinahe abgeschlossen“

  1. Dann wünsche ich dem Monsieur ein schönes erholsames Wochenende in der Schweiz, eine sehenswerte und bemerkenswerte Reise in die Vergangenheit, oder Zukunft, oder viel Spaß in der Gegenwart, eigentlich alles zusammen… und bin schon voller gespannter Erwartung, wohin dein Weg letztlich führen wird. Ich freu mich jedenfalls über Fotos von Pilgerstätten genau so, wie über solche aus Gibralter, und ich werd deine Reise hier im Blog auf jeden Fall verfolgen. :)
    Pass auf dich auf und komm gesund und voller Eindrücke wieder nach Hause!
    Und was wünscht man nun einem Radfahrer zu Beginn einer so langen Tour? Ich sag mal: „Alles Gute und lass dir nie die Luft ausgehen!“ ;)
    Liebe Grüße,
    Andrea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.