Wendekreis des Rasierapparats

Rotzeglotzen. Abgehalfterte Omega-Promis geben sich die Ehre bei Tisch.

In der Werbepause merke ich, dass bald Weihnachten ist. Man wirbt für Pralinen, Parfüm, Sinnloses und Rasierapparate. Vorbei die goldene Zeit, in der fast nur für Autos geworben wurde. Wir leben Rasierapparate – ahahaha.

Vorhersehbare kleine Werbewelt. Alle Jahre wieder. „Wendekreis des Rasierapparats“ schießt es mir in den Sinn, als ein 24 Zoll großer utopischer Rasierapparat mit zehntausend scharfen Klingen gezeigt wird. Für nur 79,90 Euro. Das ist nicht zu viel. Hey, aber das Wort Wendekreis des Rasierapparats in frecher Anlehnung an die beiden Miller-Romane, Wendekreis des Krebs und Wendekreis des Steinbocks, gefällt mir.

So suhlt man sich in Worten.

Heute in der Landeshauptstadt Bilder für Ausstellung abgeliefert und eine Ausstellung zum Thema Geld besucht. Ein Kunstwerk zeigte einen leeren Koffer auf der Straße mit einem Zettel „Ich bin reich, ich brauche das Geld“. Witzig. Wir werfen alle unser Geld rein viele bunte Scheine und setzen uns neben den Koffer wie Bettler, fotografieren uns gegenseitig mit unseren 3000 Euro teuren Kameras.

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