Schmutz unterm Teppich der Erinnerungen

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Fotostreifzüge durch die große beschauliche Hauptstadt B. im kleinen Land Sch. führen mich u. A. zum Zentrum Paul Klee, wo man die Straßennamen sinniger Weise nach Titeln seiner Bilder benannt hat: Teppich der Erinnerungen etwa; mein Gott, was gäbe ich darum, wenn ich sagen könnte, „ich wohne Teppich der Erinnerungen 31337.“ Welch grandiose Adresse. So begnüge ich mich, die Schilder auf Speicherchips zu bannen und überlege, während ich durch das moderne Wohnviertel radele, einen Blogartikel, der sollte heißen Schmutz unterm Teppich der Erinnerungen; tragend sollte er sein und voller Würze, etwa eine Mischung aus Lebensratgeber und Schmachtschmonzette, also etwas Ernstes für die Sinnsuchenden unter den Lesern mit einem bisschen Tränendrüsendrücken und ein wenig Schmunzeln.

Wie das so meine Schreibart ist.

Aber verflixt, ich kann jetzt keinen tiefgreifenden Artikel schreiben. Es überkommt mich stets eine unheile Eile, wenn ich in fremden Landen konsequent denken soll.

Obiges Bild wurde in der Hessestrasse gleich hinterm Kleezentrum aufgenommen, ein schmuckes Arreal mit Teich und Schilf und schönen Terrassen, zu sehen eine Boje, die das Baden im Teich der Wohnanlage verbietet.

unheile-eile

5 Gedanken zu „Schmutz unterm Teppich der Erinnerungen“

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