Muss verrückt sein. Auto gekauft. Zeitungsjob gekündigt. Neuen Job angenommen. Kunst wieder hintangestellt. Dabei lief diese Woche der Kunst bestens. Schnuppern am Braten der Freiheit. Typen wie mir bekommt die Freiheit nicht. So leid das tun kann. Der leichte Druck, den der Lohnerwerb auf einen ausübt ist das Garn, aus dem ich meine Stoffe webe. Soeben entdecke ich bei der werten Sofasophia „Gebete als mäandrierende Wege durch die Labyrinthe der eigenen Kraft begreifen“ – weiß noch nicht, was ich damit anfangen kann, aber klingt guuut, so verdammt guut. Das muss man sich mal im Hirn zergehen lassen.

Nun hocke ich hier mit der neuen Karre und dem neuen Job, sämtliche Türen zur Vergangenheit zugeschlagen und die Kunst auch wieder beendet. Ein paar neue Bilder sind unterwegs – das Erotten-Bild einen Artikel zuvor gehört auch dazu. Das reicht aber nicht für eine Ausstellung. Das Schöne an der Kunst ist das Kunstschaffen. Man sollte gelbe und blaue und schwarze Farben bevorzugen sowie die Striche von links nach rechts ziehen.

Paar Tage her, dass Journalist F. zu Besuch war und man über die Kunst schwadronierte und ich weiß nicht wie, aber irgendwie kamen wir darauf zu sprechen, Kulturgelder zu beantragen und auf dem einsamen Gehöft ein Maislabyrinth zu bauen, in dem sich zwölf Künstlerinnen und Künstler verbergen, das Labyrinth der Meister oder der Maister? Kurzum diktierte mir Kulturorganisatorengottheit F. den Antragstext und ich kritzelte das Ganze mit B5 Bleistift fettig auf die Rückseite der Ausschreibung, immerhin 4000 Euro Zuschuss kann man beantragen – ich weiß nicht, ob ich den Antrag stelle. Dieser ewig mahlende Konflikt der Kunst. Man könnte es so leicht haben und sich im Job zurück lehnen, nichts denken, sich keine Sorgen machen.

2 Gedanken zu „“

  1. „Der leichte Druck, den der Lohnerwerb auf einen ausübt ist das Garn, aus dem ich meine Stoffe webe.“

    Kettfaden Lohnerwerb – Webfaden Kunst … oder so? Wohlgelings Mösiö! ;-)

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