Der Turmbau zu Bierbabel

Rumgetrödelt. Und somit noch den Auftritt der Reggaerockers auf der Rockbühne an der Feuerwache Zweibrücken mitgenommen. Jetzt kommt die nötige Ruhe in die Radtour nach Süden. Man sollte nie ohne vorheriges Reggaerockers-Konzert in Urlaub fahren!

Ich will nicht allzu lobhudeln, aber die Band zeigte sich vor heimischem Publikum enthusiastischer denn je, Bühnenshow eine fünfundzwanzigjähriger als die andere absolut perfekt. Die Reggaerockers in ihrer Musikhauptstadt Zweibrücken. Großer Vogel sticht im Dämmerlicht gen Norden und göttlicher Kollege T. raunt mir im Konzertgetümmel ein Wort zu, weil wir dauernd Bier trinken und die Pappbecher vor einem dicken Mann auf einer Partybank stapeln. Das Wort heißt Bierbabel, sicher ein Großwort dieses Weblogs. Bierbabel, ich lasse es mir auf der Zunge zergehen, während die Reggaerockers den utopischen Musikplaneten Musopia fabulieren, auf dem alle Menschen hüpfen und auf dem ein ganz anderer Wind weht.

Es ist schon spät. Kollege T. und ich haben alle Kippen, derer wir habhaft wurden geraucht, nun schlummert T. firedlich auf der Künstlercouch, während ich diese Zeilen hacke. Jawohl. Ich habe es geschafft. Das Fahrrad innerhalb einer halben Stunde heute Nachmittag gepackt und noch einiges Wichtiges erledigt. Trübe dem verpassten Zeitplan hinterher getrauert, aber was ist das schon, einen Tag später, als geplant loszukommen? Früher, als ich noch mit Freund QQlka den Kontinent durchquerte, waren es Wochen, die sich unsere Reise verzögerte, weil wir mit den Finanzämtern im Clinch lagen, oder Nachlässe zu verwalten hatten. Kann ich nun sagen: wenn ich Morgen um zehn Uhr endlich in Frankreich bin, ist das doch eine Punktlandung mit gerade mal 16 Stunden Verspätung. Das soll mir die Deutsche Bahn mal nachmachen ;-)

Nachtrag: nun ist es schon fast elf. Total verpennt. Verhängnisvolles Bierbabel. Kollege T., der eigentlich um pervers sechs Uhr früh hätte arbeiten müssen, hat es immerhin geschafft, um zehn Uhr dort zu sein. Owner, falls Du das liest. T. trifft keine Schuld. Ich habe ihm die vielen Biere eingeflöst und ihn dann mit Witzen aus meinem Witzebuch „So lacht der Intellekt – Kompendium für unterhaltsame Seichtkonversation“ bis spät in die Nacht vom Schlaf abgehalten. Ich schwörs. Mein Eid drauf.

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