Journlist F.s Antischokolade-Theorem

Gnädige erste Woche – wenn ich denn über die neue Arbeit bloggen würde, was ich ja nicht darf, denn ich habe gelobt, es nicht zu tun, würde ich erstmal ein paar Begriffe prägen. Die Arbeitsstelle hieße Amt für organisierte Kultur. Der Chef hieße Dienstherr oder Owner-reloadet. Die Kollegen würde ich nach den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens nennen, außer Frau Sch., die würde Frau Sch. heißen. Im Schrank des Büros würde ich ein schwarzes Loch oder eine Zeitanomalie definieren, in der sämtliche Schokolade, die ins Amt für organisierte Kultur gelangt, verschwindet.

Journalist F. hat mich auf das Schokoladenphänomen aufmerksam gemacht: „Wenn du in dem Schrank fünf Tafeln Schokolade ablegst, sind sie nach spätestens zwei Tagen verschwunden. Restlos. Keiner wird gesehen haben, wer sie gegessen hat und auf keinen Fall wird auch nur ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin je davon gegessen haben. Mehr noch – das Phänomen ist geradezu gruselig – wenn du nämlich eine Hochgeschwindigkeitskamera in dem Schrank installieren würdest, die 20.000 Bilder pro Sekunde macht, so wirst du auf dem Film allenfalls einen grauen Schatten sehen, der nach der Schokolade greift, letztlich ist eine Tafel pro 160.000 Bilder realistisch für das geheimnisvolle Verschwinden von Schokolade in diesem mysteriösen Schrank. Ich vermute, es handelt sich um einen Antischokoladeschrank. Im Regal treffen Schokolade und Antischokolade aufeinander und jeder weiß ja aus der Materieforschung, wie das ist: wenn Materie und Antimaterie zusammenkommen, verpuffen sie im Nichts.“

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