Ein Magen mit Stacheln außenrum

Wie Journalist F. und ich auf der Südterrasse sitzen, in den Himmel starren, kalt weht die Walpurgisnacht und niemand wird die Mülltonne auf dem einsamen Gehöft verstecken. „Noch besser,“ sagt F., „auch vor der Journalistenwohnung wird niemand irgend etwas verhexen.“ Denn wir haben eines gemeinsam: wir sind Einsiedler in einer belebten Welt.

Derweil macht sich der Igel über das Katzenfutter her. Nur zwei Meter entfernt schmatzt das unverschämte Tier.

Passen in eine herkömmliche Katze, wenn sie nicht regelmäßig frisst, etwa vier Dosen Futter, so gibt sich das wilde Stacheltier geradezu als schwarzes Loch. „Mindestens acht Dosen,“ wette ich. „Mhmm“, sagt Journalist F., „das ist ein Magen mit Stacheln.“

2 Gedanken zu „Ein Magen mit Stacheln außenrum“

  1. ein mann aus polen, der beim nachbarn arbeitet, wollte einen igel am zaun vermelden, kannte nicht das richtige wort und umschrieb: da ist hase mit nagel…

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