Waren paar gute Gedanken in den letzten Tagen, die sich um das Thema Alleinsamkeit, der Mann geht seinen Weg, sind wir nicht alle Pilger, Ängste, Angstkurven und die Mathematik der Angst, drehten.

Als Mensch entwickelt man im Laufe des Lebens ja verschiedene Lösungskonzepte, die einem behilflich sind, mit Problemen umzugehen: Weglaufen, sich stellen und den Kampf aufnehmen, die Schuld anderen in die Schuhe schieben, Verdrängen. Und noch ein paar mehr.

Ein für mich neues Konzept theoretisierte ich gestern, als ich mit Freund Sch. redete. Im Hintergrund loderte das Lagerfeuer und wir hatten es uns am Tresen auf der Südterrasse des einsamen Gehöfts gemütlich gemacht. Wir plauderten über die Möglichkeit, das Land zu verlassen, in die Fremde zu gehen, neue Abenteuer zu erleben und über die unweigerlich einhergehende Alleinsamkeit, die einen befallen könnte, sobald man auch nur einen Schritt auf fremden Boden setzt. Jenes Gefühl des Verlorenseins in einer Welt ohne Seele, und sei die Szene auch noch so schön, man kann sie nicht genießen, weil die Alleinsamkeit jedes Wohlgefühl zu zerquetschen scheint.

Da kam mir die neue Technik in den Sinn, wie man dieses Problem beheben könnte: Aushalten. Es einfach nur erdulden, da es sich ja in erster Linie um ein Kopfproblem handelt. Es ist im Grunde wie beim Zahnarzt, der einem (nur scheinbar) große Schmerzen zufügt, aber wenn man sich auf die tatsächlichen Geschehnisse auf dem Behandlungsstuhl konzentriert und sie nüchtern analysiert, kann man nur zu dem Schluss kommen, den Schmerz gibt es gar nicht, es ist alles vom eigenen Kopf gemacht, man verkrampft sich und das löst das Problem aus. So ist es auch mit der Alleinsamkeit auf Reisen, jawohl, Herr Irgendlink, du hast es schon hundertmal erlebt und auch immer überlebt, du wirst die Technik des Zulassens, des Ertragens praktizieren müssen, um darüber hinweg zu kommen.

Ein Gedanke zu „“

  1. Bis(s) ;-) jetzt hab ich beim Zahnarzt immer Schmerzen gehabt. Weshalb sonst sollte ich dort hingehen?

    Der schlimmste Schmerz hat mir vor ca. 30 Jahren eine Zahnarztphobie beschert, so daß ich inzwischen nur noch unter Vollnarkose behandelt werde – nächste Woche Wurzelbehandlung.

    Und wenn ein Nichtphobiker keine Schmerzen beim Zahnarzt hätte, weshalb werden dann Betäubungsspritzen verabreicht??? Ich glaube nicht, daß die ZA-Schmerzen reine Kopfsache sind.

    Um zum Thema zurückzukommen: Wenn man den Boden als Erde betrachtet, nicht als unterschiedliche Länder, wo soll da fremder Boden sein? Wir sind doch alle Erdenbewohner. ;-) _Das_ allerdings ist eine Kopfsache. Da stimme ich zu.

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