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Zweibrücken-Andorra Links

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Projektübersicht

Zweibrücken-Andorra

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Nachfolgende Links führen auf ein Geolokalisierungsportal (Everytrail). Sie zeigen Landkarten, Streckenverlauf und Bilder der beiden Reisen. Für das Betrachten der DIA-Schauen empfiehlt sich eine schnelle Internetverbindung. Ältere Browser können die Seiten eventuell nicht anzeigen.

Landkarten -die iPhone-Brotkrümelspur im April/Mai 2010 bei Everytrail (Bildstandorte der iPhone-Photos)

Nikon-Bilder 2010 in Tagesetappen sowie Rekonstruktion der Strecke

Die Etappen der Reise vor zehn Jahren im April/Mai 2000 bei Everytrail

  • Tag 1 -> Zweibrücken bis Lutzelbourg
  • Tag 2 -> Lutzelbourg bis Bayon (Mosel)
  • Tag 3 -> Bayon bis Montigny (Wildzeltplatz)
  • Tag 4 -> Montigny bis Dijon
  • Tag 5 -> Dijon bis Autun
  • Tag 6 -> Autun bis Motte aux Chennes bei Marcigny
  • Tag 7 -> Motte aux Chennes bis Villerest
  • Tag 8 -> Villerest bis Feurs (ein absolut verregneter Tag)
  • Tag 9 -> Feurs bis Prats de Mars bei Vorey
  • Tag 10 -> Vorey bis Chapeauroux
  • Tag 11 -> Chapeauroux bis Le Pont de Montvert
  • Tag 12 -> Le Pont de Montvert bis in die Tarn-Schlucht
  • Tag 13 -> Tarn-Schlucht via Millau … (Wildzeltplatz)
  • Tag 14 -> Tarn bis Roquecourbe
  • Tag 15 und 16 ->Roquecourbe Canal du Midi bis Ax les Thermes
  • Tag 17 -> Ax les Thermes bis Seo ‘d Urgell

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August 26th, 2010 at 7:52 am

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Rückblick

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Spätnachts hellwach. Greife nach dem kleinen, weißen Buch neben dem Bett – ein Ausdruck ausgewählter Blogtexte, die geliebte Kollegin Sofasophia aus dem Irgendlink-Blog extrahiert hat. 251 Seiten. Schlag’s auf und lies Planet der Tacker.
Da steht alles drin. Wahrheit, Lüge und Traum komprimiert auf einen Punkt.
Herr Irgendlink sollte wieder schreiben, würde Konzeptkünstler R. sagen.

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August 24th, 2010 at 3:51 am

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Urban Artwalk Zweibrücken

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Leider vergessen, das GPS mitlaufen zu lassen, sonst wärs ein Everytrailtrip geworden. Wir kauften Grillgut und Bier, weinten, als wir bei der Bank vorbei schauten und die Kontoauszüge lasen. Exorbitantes Licht verwandelte die Stadt in etwas Schönes.
An diesem Abend sehe ich die Stadt mit den Augen eines Fremden. Wie sehr sich die unmittelbare Nähe durch den Alltag doch abnutzt. Das Gefühl, etwas sei unspektakulär und farblos entsteht aus der Gewöhnung. Rennst tagein tagaus vorbei an den unscheinbaren Wundern direkt vor deiner Nase.

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August 21st, 2010 at 8:56 am

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Eingeschränkter Blogbetrieb

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Bis Ende September. Schon drei gute Geschichten ungeschrieben.
Am 3. und 4. Septemberwochenende habe ich mein Atelier geöffnet im Rahmen der Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz Samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr. Samstagsabends Lagerfeuer. Ich zeige Zweibrücken-Andorra 2010. Und viele andere Bilder.
Ungünstiger Weise in den nächsten fünf Wochen noch zwei bis dreihundert Stunden Loungemöbel bauen.

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August 15th, 2010 at 10:14 pm

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Urbane Kunstspaziergänge

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Seit ich mit Everytrail und dem Mobiltelefon experimentiere, gehören die Bern-Spaziergänge- und Fahrten zum festen Bestandteil des Künstleralltags. Eine Stadt mit ihren opulenten Bildvorlagen eignet sich besonders gut für das neue Medium, welches Text, Bild und geografische Daten in einer Flash-Diaschau vereint.

Gestern versuchten Sofasophia und ich erstmals, einem anderen Everytrailtrip zu folgen: Charlands Bern, Zentrum Paul Klee, Egelsee, Rosengarten aus dem Jahr 2007. Es ist mühsam, den Weg nachzuvollziehen und die Bildstandorte aufzuspüren. Wir scheiterten kläglich, weil es schier unmöglich ist, der Karte auf dem Telefon zu folgen – man müsste ständig aufs Display schauen, um den richtigen Weg einzuschlagen – nach einigen Irrungen gaben wir unweit des Wankdorfstadions auf und konzentrierten uns auf unseren eigenen Weg. Dabei entstanden folgenden Clips.

Urban Artwalk Bern Breitenrain (by Irgendlink)

Bern-Breitsch und mehr (by Sofasophia)

Wie ich so die Welt vor mir sehe als vielschichtige Matrix, die mehr als nur drei Dimensionen braucht, um erklärt werden zu können – auf Charlands Spuren, der seinen Trip 2007 aufgezeichnet hat, wandeln wir im Jahr 2010 ein gutes Stück, zeitlich versetzt. Wenn man die Welten übereinander schichten könnte, würde man durchschauen können wie durch ein Folienset. Sofasophias Welt deckungsgleich mit der irgendlinkschen und weiß Gott wieviele menschen gestern den gleichen Weg gingen wie wir, aber ihren Wahrnehmungsschwerpunkt auf andere Sichten legten. Schon die Exemplare Sofasophia und Irgendlink zeigen verschiedene Sichten. So gehen wir durch Zeit und Raum, kaum vorstellbar, dass alles aus einem Punkt entstanden ist und wieder in einem Punkt enden wird. Unsere Pfade sind so ähnlich und unsere Sichten oft so unterschiedlich.

In der Nähe des Bahnhofs fotografiere ich die Spiegelung eines Zebrastreifens in einer polierten Marmorsäule, ein unmögliches Unterfangen, es mit dem Mobiltelefon zu versuchen. Als ich das Bild lösche, läuft ein grauhaariger Wanderer vorbei, bleibt bei der Säule stehen, reißt einen Aufkleber ab, noch ehe ich sehe, um was es sich handelt, geht unbeirrat weiter und knetet das Papier in der Hand. Zwei menschen auf den Antipoden der Marmorsäule. Schon bin ich versucht, ihm nachzurufen, “wassen da drauf,” fällt mein Blick auf ein Thermometer, welches in der Wand eines Pharmaladens eingelassen ist und, neben dem Sofasophia irgendwas beobachtet, ich weiß nur noch: 23,4 Grad Celsius, Luftdruck 1271 Hektopascal. Weiter weiter weiter, durch die noch immer 1.August-beflaggte Altstadt, “welche in diesen Tagen einen ganz besonderen fotografischen Reiz hat,” sagt Sofasophia, denn die Flaggen hängen nicht immer aus den Fenstern. Asiatische Touristen vor dem Münster – “Ihr Münster!”, bin ich versucht, zu rufen in Anlehnung in den angewiderten Ausruf “Du Monster, was hast du getan.” Lächele in mich hinein über die hohe Aarebrücke am Bärengraben, eine Wurst voller Touristen platzt aus der Pelle, selbst für uns Radler ein Spießrutenlauf hinauf zum Rosengarten. Nun mitten in Charlands Trip, die Augen immer wieder aufs Telefondisplay, wo ist er/sie gelaufen, wo hat er/sie fotografiert? Charland machte die Tour im Winter. Nicht nur das Datum spricht dafür, auch die Fotos zeigen es. Breitenrain. Plötzlich verirrt und auf eigenen Wegen unterwegs in Wankdorfs Abgründen, eiskalten Gewerbezonen, Graffity verzierten Bahnschuppen, Baustellen. Eine eigenwillige Romantik entfacht diese sonntagsstille Gegend. Zurück in die Stadt, am Bahnhofs-Migros ein unbeschreibliches Gewimmel. Im vorbeihetzen ein Schnappschuss auf das T-Shirt eines dicken Mittdreißigers: “(…) wir brauchen mehr Oasen (…)” entziffere ich den Aufdruck unvollständig. Und darüber denke mal nach, eine Rolltreppe lang, auf der du dir rückwärts fahrend die Schuhe bindest und Sofasophia über dir schauend kommentiert: “noch zehn, neun, acht, sieben Stufen.” Habe ich eben ihr sei Dank zwei Dimensionen gleichzeitig erlebt? “Ich sah die Rolltreppe,” werde ich meinen Enkeln erzählen,”langsam beförderte sie mich nach unten und ich band mir die Schuhe zu.” Das Treiben im ruhigen Strom der Menge ist trotz aller Unentrinnbarkeit ein Wettlauf gegen die Zeit. Ausgehungert zurück ins Quartier – wie sie in der Innenstadt so wohltuend die Straßen gesperrt haben, kein Auto darf rein, überall stehen Wächter mit gelben Warnwesten, die die Strecke für einen Skatemarathon abriegeln und wir uns mit den Rädern vorbei quetschen, ab und zu der Lufthauch eines schwitzenden Rennteilnehmers – “gib mir ein L” – sag ich zur Sophia, sie zuckt die Schultern und mit dem Kinn weise ich hinüber zu dem grauhaarigen Rennteilnehmer, der auf seinen Siebenmeilenkufen an uns vorbei weht, die Hände auf dem Rücken, den Oberkörper parallel zum Teer, ein L auf Rädern. Ha. Zwei Ebenen, die sich im 90-Grad-Winkel schneiden verleihen der Szene einen Hauch Räumlichkeit.

Abends das letzte Grandiosum: ein rundes,  an die 100 m durchmessendes Schwimmbad am Rande der Stadt – wie üblich in Bern eintrittsfrei. Tja Liebling und das war mein Tag.

Den Parallel-Blog in der Parallelwelt findet ihr hier. Und das ist nur einer von vielen :-)

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August 9th, 2010 at 11:16 am

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Zwischen den Wegen der Phantalität

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Ich frage mich, ob wir Menschen nicht in allem was wir tun Bildhauer sind. Zumindest ich: mühsames meißeln am harten Fels der eigenen Phantasie. Die Rekonstruktion der alten Kunststraßenstrecken bis zurück ins Jahr 1995 erweist sich als mühsam, aber machbar. Im Artikel Brotkrümel (Zweibrücken-Andorra 2010) habe ich erste Links zu den Nikon-Bildern eingefügt und werde nach und nach sämtliche 22 Tour-Tage verlinken. Hätte ich im Frühjahr nicht den Technik-Patzer gehabt (Bug in der GPS-Software, die dafür sorgte, dass Trips ab dem 2000sten Punkt ohne Warnmeldung überschrieben werden), wäre zumindest die letzte Kunststraße Zweibrücken-Andorra leichter und exakter zu rekonstruieren. Alleine meinem Misstrauen gegenüber der Technik ist es zu verdanken, dass ich die Strecke an Hand des Reisetagebuchs exakt rekonstruieren kann.

Wohl dem, der Hosenträger UND Gürtel trägt.

Die letzten Tage vergehen wie im Flug. Nach einer kurzen Panik, ich könnte mal wieder im Krankenhaus landen, so wie letztes Jahr, fühle ich mich heute wieder fit, Tatendrang dein Name sei Irgend. Die Sterne sind wieder erreichbar und der Fels, aus dem ich meine Phantasiegebäude meißele fühlt sich nicht unbehaubar an.

Eine langsame und bedächtige Zeit, in der man durchaus verzweifeln kann – einst lag ich im Schatten eines von unsäglicher Hitze gebeutelten, alten, kranken Olivenbaums an einer staubigen Kreuzung in der Extremadura, durstig, müde, trampend. Die wenigen Autos, die dort vorbei kamen, stoppten nicht und zu Fuß wäre ich unter sengender Sonne keine 10 Kilometer weit gekommen. Aus unerfindlichem Grund kam auch der 14-Uhr-Bus nicht, der auf dem einsamsten Fahrplan der Welt eingezeichnet war. Rettung versprach nur die dunkle Bodega, das einzige Haus kilometerweit, kahl und schmutzig, zahnloser Wirt, Zapfanlage. Ich ging hinein, trank ein Bier. Der wenige Alkohol schlug auf nüchternen Magen voll durch, so dass ich beruhigt zurück kehrte in den Schatten des Olivenbaums und den Daumen raushielt. Wenn man am Straßenrand auf Zufälle hofft, ist das wie im richtigen Leben: die wohl geformte Idee, die man sich von der Zukunft macht, ändert sich mit jeder Minute, tickitick tickitick tickitick-tick-tick. Stellt man sich etwa vor, ein großes Auto mit Klimaanlage und wunderschöner Fahrerin stoppt und fährt genau dahin, wo man will, so schreitet die Demontage dieser Idealvorstellung mit jedem verschwitzten Lastwagenfahrer, der hupend und höhnend an einem vorbei fährt, voran. Die eigene Phantasie hat alle Hände voll zu tun, den Teig, aus dem das Brot der eigenen Zukunft gebacken wird, zu kneten und neu zu formen – sicher wäre es auch okay, mit einem schweißstinkenden LKW-Fahrer in einem Hühnerlaster mit Blattfederung weiter zu kommen. Alles in allem bleibt ja das Ziel das Wichtige und nicht wie man dahin kommt. Einmal mehr der Beweis, dass das Ziel das Ziel ist und nicht der Weg. Obschon ich zugebe, dass der Weg zum Ziel eine gewichtige Rolle für das Wohlbefinden spielt. In den Stunden des Wartens an der Kreuzung in der Extremadura knetete ich meinen Brotteig so weit, dass selbst die Vorstellung, von diesem einsamen Platz zu Fuß zu entrinnen, Gestalt annahm; wenn es dunkel wird, sagte ich mir, und du noch immer nicht bei der Schönen im klimatisierten Auto sitzst, nimmst du so viel Wasser mit wie du tragen kannst und durchwanderst die Nacht.

Das ist meine Lebenseinstellung. Ich vergesse nur manchmal, dass es diese letzte Möglichkeit gibt, vergesse die kühlen Brunnen da Draußen und die kräftigen Füße, die Möglichkeit der Langsamkeit als letztes Mittel auf dem Lebensweg.

Hum? Wie komme ich jetzt zurück zum Bildhauer-Bild? Mal wieder so ein Spontantext voller Bilder und Mysterien, aber ich stelle ihn dennoch öffentlich, damit Ihr da draußen seht, dass ich an dem Fels namens Weblog weiter arbeite.

Und wie ich die Kreuzung verlassen habe? Auf dem Mittelweg der Phantasie.

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August 4th, 2010 at 10:09 am

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Brotkrümel

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Auf Basis der Exif-Daten in den iPhone-Bildern eine Rekonstruktion meiner Reise nach Spanien vor 3 Monaten. Die Links führen zu meiner Everytrail-Seite – nicht alle Browser können die Karte und die DIA-Schau anzeigen.

Angespornt durch den Schwung der Autotour nach Skandinavien habe ich gestern und heute auch den Kapschnitt von 1995 bei Everytrail rekonstruiert. Da aber noch keine Bilder in die Karten integriert sind, habe ich sie noch nicht veröffentlicht. Mit dem alten Reisetagebuch konnte ich die Strecke relativ genau rekonstruieren.

Nachtrag: Tagesetappen 1-3 von Zweibrücken-Andorra-2010 aus den Bildern, die ich mit der D300 gemacht habe, sowie die genaue Wegstrecke

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Juli 26th, 2010 at 5:45 pm

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Friss Süden

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Lange keine sechsspurige Straße mehr gesehen. Supplement Seitenstreifen, und dieses höllische Gemetzel, 130 plus X. Zurück im Krieg. Linke-Spur-Protektionismus. Nach 18 Uhr aber erträglich. Noch vor ein paar Stunden schien die Straße mitten im Meer zu enden. Die kilometerlange Øresundbrücke endet, wenn man von Norden kommt, plötzlich auf einer seichten Landzunge, rechts, links und vorne die See und ein bisschen Gras und Sand. Kurz vor Kopenhagen verschwindet die Straße in einem kilometerlangen Tunnel. Noch Anderthalb Stunden Dänemark, achtspurige Autobahn durch Kopenhagen zum Warmwerden. Auch die dänischen Autofahrer führen Krieg. Ein überforderter Norweger, vermutlich aus dem Norden des Landes kriecht mit 70 über die zweite Spur, überrollt, verhupt und beschimpft. D. marschiert mit 110 durch die 80er-Zone. Wenn wir geblitzt werden, werde ich leugnen, sie zu kennen. Sie heißt Tanja, werde ich sagen, mehr weiß ich nicht, eine finnische Tramperin, die ich seit Turku mitnehme und die mich ab und zu abgelöst hat, ist ‘ne weite Strecke von Turku bis hier runter, werde ich sagen und: nein, ihre Adresse habe ich nicht, Tanja aus Turku. In Bielefeld hab ich sie dann abgesetzt bei der Araltankstelle, werde ich sagen. Ich weiß, wie man Spuren verwischt.
Ich hasse diesen Krieg. Ich tauge nicht für Geschwindigkeiten über 70-80 km/h. Ich bin der irritierte Nordnorweger der modernen Blogliteratur. Und D. Ist die Schweizer Garde auf dem Vatikan der Straße.

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Juli 22nd, 2010 at 6:39 pm

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Letzte Ausfahrt Staffanstorp

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Kurz vor der Øresundbrücke die letzten Kronen vertankt, verjubelt, in Knäckebrot umgesetzt. Beide lehnend an einer Hauswand, unweit ein offenes WLAN. Die WLANs sind hier in der Gegend leichter zu fimden, als die Stadtzentren.
Bilder: Ich-Knäcke; Fahrrad; schmutziger Spruch.

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Juli 22nd, 2010 at 12:50 pm

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Die Bunker von Höör

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Falls man mal einen Atomkrieg überleben möchte, scheint mir der Campingplatz neben Schonens Tierpark in der Nähe von Höör, unweit von Malmö nur wenige hundert Kilometer südlich von Stockholm eine gute Wahl. Das Servicehaus mit 120 qm großem Aufenthaltsraum und sündhaft teurem WLAN ist aus Stahlbeton. Weil es teilweise unterirdisch ist, nur sehr kleine, schießschartenähnliche Fenster hat und ein tarnfarbenes Grasdach hat, erkennt man es nur, wenn ein Gast durch die schusssichere Tür rein oder raus geht. Innen herrscht ein permanentes Summen der Lüftungsanlage und es gibt alles, was man fürs Überleben eines Atomkriegs braucht: Klopapier, Sauna, TV. “Grottbyn” ist eine Ansammlung unterirdischer Hütten, in denen geneigte Gäste leben können wie Fred Feuerstein. Recht teurer Platz, wegen der vielen Gäste ständig von Schmutz bedroht. Auf der Zeltwiese gegenüber campt ein Paar mit winzigem Auto und noch kleinerem Zelt, dem man bei Regen nie trauen kann. Bemerkenswerter Weise hat das Auto ein Kennzeichen, das mit XXS beginnt.

Written by irgendlink

Juli 22nd, 2010 at 11:23 am

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