Selbst geschmiedete Waffen

Derzeit frisst der Holzofen ungefähr zwei Weinkisten feinste Akazie.

Holz wärmt bekanntlich zweimal – in meinem Fall, vom dunklen Wald drunten in der Schlucht über die ofengerechte Zubereitung bis in die Wohnung sogar dreimal.

Als ich letztes Jahr in einem Anflug von Konsumwahn eine schicke, hippe Fiskars-Axt gekauft habe, finnisches Modell, schaute mein Vater verächtlich bis traurig, dass sein Sohn es nötig hat solchen Schnick-Schnack zu kaufen. Eine Axt mit Kunststoffstiel in Quietschorange ist doch nichts Wert im Vergleich zum eigenen, selbst geschmiedeten Spalthammer. Er hatte den Eschenholzstiel mit Metall ummantelt. Der Stiel ist bekanntlich der Schwachpunkt einer Axt.

Vorhin hatte ich das selbst geschmiedete Ding wieder in den Händen.

Ich bin geläutert. Mein Vater hat Recht. Nichts geht über diese herzlichen Gegenstände, die man mit viel Pfiff und Liebe zum Detail selbst gemacht hat.

In ähnlicher Weise komme ich in der Europenner-Zone (www.europenner.de) in den Genuss einer ganz anderen Form von Waffe.

Nun beherrsche ich das Drupal CMS schon ziemlich gut und habe aus der alten Homepage ein äußerst dynamisches Webportal geschmiedet.

Vollständig über den Webbrowser administrierbar, theoretisch von irgendwo auf der Welt zu managen mit integrierter Galerie, Buchfunktion und, für mich als Kunststraßenbauer besonders wichtig, mit einer bedienfreundlichen Integration von Googlemaps.

Auch so eine Art selbst geschmiedete Waffe, nicht unähnlich meines Vaters Axt.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „Selbst geschmiedete Waffen“

  1. Was heißt hier klugscheiß, bloggen bildet.
    Im Pfälzischen heißt das Holz Achade. Tolles gelbes Holz, das ums Verrecken nicht verwittert.
    Im Lehmboden haben wir kürzlich 50 Jahre alte Zaunpfosten gezogen: keine Spur von Fäulnis.

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