Die stinkende Schurwollsocke des Webdesign

Heute mal wieder Kunsttag. Ich muss in die Pötte kommen. Freitag ist Ausstellungseröffnung.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Die Kunst ist ein Bummerang. Sie kehrt immer wieder zurück. Vielleicht ist sie auch wie Hundescheiße, klebt am Schuh? :-)

Die letzten Tage viel über das Thema Spannung, Homepagedesign, Useranalyse etc. gelernt. Und dabei gemerkt, wie miserabel meine Homepages strukturiert sind. Die paar simplen Fausregeln aufs krudeste missachtet: Wichtiges Oben links platzieren, Seiten so, dass nicht gescrollt werden muss, der Inhalt sollte die Keywords enthalten, aber vorsicht, nicht zu viele davon – fotofotofotofoto – sonst argwöhnt die Suchengine, man wäre ein Spamer, alles Wichtige in Überschrift Eins platzieren und so weiter und so fort.

Dann noch die Sache, dass Webleser anders lesen als Buchleser. Genauer: sie scannen, lesen nur jedes dritte Wort, brauchen gute Struktur.

Ihre Augen suchen nach Ankerplätzen im Text.

Mach mehr Absätze, Mann, mehr Absätze.

Die neue Europennerseite ist zum Glück so gestrickt, dass man sie jederzeit wieder aufdröseln kann. Man kann tatsächlich von Stricken reden. Der Inhalt ist der Faden. Und die Struktur ist vom Inhalt unabhängig, das heißt, wenn einem der Pullover nicht gefällt, kann man ihn aufziehen und neu stricken. Natürlich am einfachsten mit wenig Inhalt.

Müsse Kunstschaffe‘: Und zwar ganz einfach. Die Ausstellung am Freitag soll einen Skulpturenrundweg promoten. Der wird aber erst in ein paar Jahren gebaut. Was liegt also näher, als schon ein paar Kunstwerke in der Gegend zu verbuddeln. Die Vorhut ist der Geotagger. Die Kunstform des 21. JH!

Kunst raus aus der Ausstellung, rein ins Erdloch.

Die Vernissage gerät zum Abenteuer. Die Suche ist Teil des Kunstwerks.

Beim Bliestallabyrinth (Link entfernt 2016-11-26) (Login: gast / ingweiler) hat die Verzahnung von Kunstwerken und „realer Welt“ bestens funktioniert.

Wohlwollende Kritik: erstmals sei es gelungen, den Weg auszustellen.

Ob das Anlegen von Erdverstecken als reine Kunstform auch für kleinere Projekte taugt?

Auf der Europenner-Homepage gibts ja die Möglichkeit, Geopunkte in Google-Maps darzustellen. Dort werde ich die Standorte vage andeuten.

Was bin ich?

Geotagger? Künstler? Schatzsucher? Fotos vergraben GPS Pfalz Erdversteck

(Obiges nur mal zum Sehen, ob die h1 mit dem TinyMCE funktioniert …)

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

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