Videoclip zum Offenen Atelier auf dem Rinckenhof 2014

Aufbau der Ausstellung für das Offene Atelier am 20./21. September 2014. Ein intimer Blick hinter die Kulissen der Kunst. Kunst- und Fotointeressierte in und um Zweibrücken sind herzlich eingeladen (und natürlich auch entferntere Menschen). Schwerpunkt der Ausstellung ist Smartphonefotografie, die erstaunliche Möglichkeiten eröffnet, die man mit herkömmlichen Kameras nicht erreicht. Es wird auch einen Retrospektiven-Raum geben, in dem Werke seit 1999 zu sehen sind (u. A. einige wenige echte Schwarz-Weiß-Fotos). Videoclip 3:33 min. Ich freue mich auf Ihren/Euren Besuch. Mehr Infos gibt es in diesem Artikel.

Offene Ateliers Rheinland-Pfalz – Bildergalerie Atelier Rinck

Das Atelierfest 2014 (20./21. Sept.) auf dem Rinckenhof zeigt eine Retrospektive aus vier Jahren Smartphone-Fotografie (hundert Jahre Hipstamatic :-) ). Leinwanddrucke und eine wandfüllende Polaroid-Installation bilden den Kern der Ausstellung. Flankiert werden sie von Alu-Dibond-Bildern und Objekten. Erstmals gibt es Ausbelichtungen unserer (SoSo et moi) Urban Artwalks zu sehen – Fotocollagen, flüchtige Fingerabdrücke europäischer Städte, digital-forensische Bestandsaufnahmen unserer Umgebung.

Hier noch einmal der Link zum Download der Liste aller Offenen Ateliers in Rheinland-Pfalz.

Die Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz zeigen sich herbstlich bunt

Nicht offene Offene Ateliers

Verflixt. Die ersten BesucherInnen des Offenen Ateliers sind da. Eine Woche zu früh. Ertappen mich im Sonntagsschlaf. Zum Glück ist Freund QQlka auf der Südterrasse. Empfängt die Gäste. Weckt mich. Kocht Kaffee. Serviert Gebäck. Kann ja die Leute nicht abweisen. Über Stock und Stein sind sie herauf gekraxelt zum einsamen Gehöft.

Irgendlinks Atelier im Umbau
Irgendlinks Atelier im Umbau

Das Atelier ist im Umbau. Habe doch erst nächste Woche Tag der offnenen Tür. Leitern und Krempel überall und ich bin ein bisschen zerknautscht. Wie man eben ist, wenn man aus dem Reich der Träume kommt. Wir schwadronieren über Kunst, Gott und die Welt. Der Kaffee wirkt. Ob man von der Kunst leben könne, stellt jemand die Frage. Kurzerhand sage ich ja und erst später wird mir bewusst, wie wahr die Aussage ist und wie viel Sich-winden, Rechtfertigen, Begründen und „Abern“ einem so ein Ja spart. Kann man vom Verkauf von Bildern leben? Nein. Als Durchschnittskünstler fernab der Tränken des Kunstmarkts muss man sich sich heutzutage immer als ein Mischprodukt auf dem Arbeitsmarkt vorstellen, das neben seiner  eigentlichen Bestimmung, kreativ zu sein, eine Reihe weiterer Erwerbsquellen hat und obendrein den Begriff „Davon-leben“ auf eine ganz andere Art definiert als der Durchschnittsbürger. Kurzum, wenn du Durchschnittsbürger sein willst mit einem durchsschnittlichen Gehalt, von dem du dir die durchschnittlich nötigen Dinge, die du zum Leben brauchst, kaufen kannst, dann kannst du kein Künstler sein. Ich träume manchmal von solch einem Leben in wohliger Sicherheit. Aber letztlich geht es darum, glücklich zu sein und zufrieden mit dem eigenen Leben.

Was falsch verstanden werden kann, wird falsch verstanden. Manche Dinge sind so verquer, dass sie gar nicht verstanden werden können. So auch die Offenen Ateliers. Im Prinzip sind die Regeln ja klar: an zwei Wochenenden im September können alle Künstlerinnen und Künstler in Rheinland-Pfalz, die in der Profiliga spielen, ihre Ateliers öffnen. Die große, gemeinschaftliche Aktion bietet einen Blick hinter die Kulissen der Kreativität. Bloß: es gibt vier Spielvarianten, zwischen denen die teilnehmenden Ateliers wählen können. Entweder beide Wochenenden samstags und sonntags öffnen, oder an beiden Wochenenden nur sonntags oder nur das erste Wochenende samstags und sonntags, oder nur am zweiten Wochenende. Alles klar?

Im Programmheft steht es fein säuberlich im Kleingedruckten.

Das Atelier Rinck ist am 20. und 21. September 2014 von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Neben Foto- und Objektkunst gibt es Kaffee und Kuchen. Wer samstags kommt und sich etwas zum Grillen mitbringt, kann gerne auch nach 19 Uhr am Lagerfeuer im Ateliergarten mit den Künstlern und Kunstinteressierten über Gott und die Welt schwadronieren. Dieser Artikel vor ein paar Tagen gibt mehr Infos preis.

Offene Ateliers Rheinland-Pfalz – 20. und 21. September

Nach zwei Jahren Pause öffnet das Atelier Rinck seine Pforten wieder anlässlich der Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz. An der landesweiten Aktion öffnen 250 Kreative zwischen Altenkirchen und Wissembourg, Ludwigshafen und Trier ihre Pforten und präsentieren neue Arbeiten aus allen Sparten der feinen Künste. Auch aus den grenznahen Gebieten, wie dem Elsass und dem Saarland beteiligen sich Künstlerinnen und Künstler.

An den beiden mittleren Septemberwochenenden, 13./14. und 20./21. September 2014 sind die Ateliers geöffnet.

In diesem Jahr wird der erste Sonntag der Offenen Ateliers am 14. September in Absprache mit der Landesdenkmalpflege mit dem Tag des offenen Denkmals zusammengelegt. Deshalb finden die Offenen Ateliers dieses Jahr am 2. und 3. Wochenende im September statt.

Das Atelier Rinck freut sich am 20. und 21. September jeweils von 14 bis 19 Uhr auf Besucherinnen und Besucher. Neben handelsüblichem Kaffee und frischem Zwetschgenkuchen (Quetschekuche) besteht die Möglichkeit, auf einem eigens bereit gestellten Lagerfeuer im Ateliergarten vegetarische Nahrung zu grillen. Nichtvegetarische Nahrung muss selbst mitgebracht werden. Das wichtigste jedoch die Kunst!

Atelieradresse: Jürgen Rinck | Rinckenhof | 66482 Zweibrücken (Infos anfragen per Kontaktlink oben im Hauptmenü).
Wegskizze zum Atelier Rinck ab Ausfahrt 32 der A8

Gastkünstlerin im Offenen Atelier Rinck: Denise Maurer (CH)

Lebensrad Denise Maurer - Teil der Installation "Mit allen Sinnen"
Lebensrad Denise Maurer – Teil der Installation „Mit allen Sinnen“

Als Gast habe ich die Schweizer Künstlerin Denise Maurer eingeladen. Sie  ist bereits zum zweiten Mal (erstmals 2011) als Co-Künstlerin auf dem Rinckenhof. Sie zeigt eine dreidimensionale Installation, welche die Betrachtenden dazu verführt, sie mit allen Sinnen zu erleben. Die Inhalte der einzelne Objekte – als Vorratsgefäße gestaltet – werfen die Frage auf, was uns wirklich nährt. Die Künstlerin hat für ihren „Vorratsschrank“ vor allem Holz, Glas, Farben und Papier verwendet.

Hundert Jahre Hipstamatic – eine Reise durch die Bilderchronik Jürgen Rincks

Best Hipsta Smartphonefotos aus vier Jahren
Best Hipsta Smartphonefotos aus vier Jahren – die sechs Meter lange Atelierwand wird behängt mit etwa 350 Fotos

Nach vier Jahren Smartphonefotografie haben sich im digitalen Rinck’schen Fotoarchiv etwa vierzigtausend Bilder angesammelt – viele davon geschossen mit einer sogenannten Fun-App namens Hipstamatic. Die Retrokamera App erzeugt quadratische Fotos mit Rahmen und Vignette und weißt ein ganzes Arsenal von Filtern auf, die sich gezielt einsetzen lassen oder per Zufallsmodus teils erstaunliche, manchmal auch weniger anmutige Fotoergebnisse kreieren. Ausbelichtet auf Postkartengröße werden die 350 „Best Hipsta“ auf einer sechs Meter langen Wand präsentiert. Die Reise durch gefühlte hundert Jahre Smartphonefotografie darf mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet werden.

Urban Artwalk Windisch (Aargau)
Urban Artwalk Windisch (Aargau) Frühjahr 2014 gemeinsam mit Denise Maurer.

Auch großformatige Arbeiten im Leinwand-Druck und auf Aludibond werden die Wände zieren und wenn es Zeit und Lust erlauben findet spontan eine Liveprintaktion statt, bei der wie von Zauberhand Kunstwerke per E-Mail aus dem permanent mit dem Internet verbundenen Drucker flattern. Rinck und Maurer setzen diese Technik seit zwei Jahren während ihrer sogenannten Urban Artwalks ein.  Urban Artwalks sind GPS-gestützte, live auf dem Monitor verfolgbare Spaziergänge, die mittlerweile in über dreißig europäischen Städten stattgefunden haben und deren oft spontanes en-Passant Bild-Output zu quadratmetergroßen Bildcollagen arrangiert wird.

Weitere Offene Ateliers im Kreis Südwestpfalz

  • Mein nächstgelegener Ateliernachbar Artur Bozem öffnet sein Atelier in Rosenkopf am 14./15. September – vielleicht sieht man sich dort?
  • In Dahn öffnet Franz Martin (auf der Seite des BBK unter M: www.bbkrlp.de) an den beiden Sonntagen.
  • In Donsieders zeigt Wolfgang Beck Malerei, Grafik, Plastik und Objekte. (Beide Wochenenden)
  • Sehr ans Herz legen möchte ich den Kollegen Peter Padubrin-Thomys, der jüngst im Künstlerbahnhof Ebernburg stipendierte (beide Wochenenden offen – vielleicht sieht man sich ja am ersten :-) )
  • Auch im Saarland sind Ateliers in Reichweite (Ingrid Lebong, Peter Köcher (auf der Seite des BBK unter K: www.bbkrlp.de) und Michael Hussmann)

Und hier gibt es die vollständige Liste aller 250 Offenen Ateliers in Rheinland-Pfalz zum Download als PDF.