Wenn man bedenkt, dass dieser Tage das Wetter in der Westpfalz ungefähr so freundlich, bzw. unfreundlich ist, wie bei der Nordseeumrundung (North Sea Cycle Route) 2012, kann es fast ein bisschen die Reiselust wecken. Das Bild zeigt das Artist in Motion Gefährt im April 2012, ca. 2000 Kilometer nach dem Start zur Radreise auf dem Nordseeküstenradweg. Die Humberbridge wird bei starkem Wind für Radler gesperrt, wie man an dem roten Eisentor erkennt. Wenn man mitten auf der Brücke absteigt, spürt man, wie der Koloss aus Beton und Stahl unter dem Lastverkehr wankt. Der Blick über die Humbermündung ist atemberaubend, beängstigend die Tiefe. Jenseits in Kingston upon Hull setzte Regen ein, der bis zum Abend nicht mehr endete – aus Kingston führt ein Bahntrassenradweg hinaus Richtung Nordsee, den ich jedoch nicht finden konnte. Stattdessen ging es irrend im Zickzack über Countryroads. Der gute alte Spruch, was nass wird, wird auch wieder trocken, gilt in England nicht (zumindest nicht in jenem April). Was nass wird, bleibt nass.





