Ach wie gut … dass jemand weiß

Mit erschreckender Rasanz geht die Auslagerung von Wissen aus dem eigenen Kopf vonstatten?
Montags und dienstags gehen so viele Dinge schief. Früher mussten Loungemöbel daran glauben. Heute sind es Daten. Ich darf beruhigen: die Montagsproduktionen aus dem Hause Irgendlink sind dennoch ganz passabel. Sie haben einen gewissen quasiomodoesken Charme. Und aus Fehlern lernt man ja. Soeben ein 1GB Datenbackup durch nassforsche Befehlseingabe geschreddert. Mit einem „Puuuh“ und „Schweißwisch“ von der Stirn sinkt der Blutdruck langsam wieder. Man müsste Montag und Dienstag durch Samstage ersetzen.
mv Montag Samstag
Papierbildhauerei und Pixelmeißelei. Lässt sich im Grunde jedes menschliche Handeln auf Bildhauerei zurückführen? Mühsame Wegnahme von Unnötigem führt zwangsläufig zu einem Endergebnis.
Das Arbeiten in den Systemen auf dem Rechner und auf dem Server wäre ohne ausgelagertes Wissen im Netz kaum möglich. Dennoch bleibt das eine oder andere Stückchen Wissen hängen. Sei es nur, dass man wissen sollte, wo das Wissen liegt, das man jeweils benötigt. Ich weiß, dass ich nichts weiß versus ich habe vergessen, dass ich nichts weiß versus jemand anderes weiß, was ich nicht weiß versus niemand weiß, dass ich nichts weiß versus ich weiß, dass niemand etwas weiß versus ich weiß, dass ich etwas vergessen habe versus niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.

Memory of Mankind – ein Kratzen am Mythos Vergänglichkeit

Spätestens seit der Erfindung der CD rückt die Beständigkeit von Daten in ein immer enger werdendes Zeitfenster, so eng, dass mittlerweile jedem Menschen klar sein dürfte, wie vergänglich wir und unser Wissen sind. Egal ob Papier, Papyrus, Vinyl oder gar Stein. Alles vergeht. Und zwar schneller, als uns lieb ist. Wie weit blicken wir zurück? Wie tief ist die Schärfe, mit der wir Vergangenes sehen? Wie genau ist unsere Vorstellung? Ein-, Zweitausend Jahre? Ach was, schon an der eigenen kleinen Menschengeschichte, den letzten zehn zwanzig Jahren erkennt man, wie trügerisch die Vergangenheit ist. Eine Lösung des Archivierungsproblems wird es wohl nie geben. Dafür ist die Ewigkeit einfach zu ewig. Einen interessanten Ansatz der Archivierung verfolgt der Keramiker Martin Kunze aus Gmunden im Salzkammergut. „Memory of Mankind – ein Kratzen am Mythos Vergänglichkeit“ weiterlesen

Das Hochbett der Erkenntnis

Während meiner Abwesenheit hat die Katze den Weg ins Hochbett gefunden. Überall Haare, Krümel usw. Das verbotene Hochbett! So muss sich Gott gefühlt haben, als Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis naschten.

FSK 16

Der folgende, schockierende Beitrag dient nur der Austestung, wie gut die Importmaschine für Word-Texte auf WordPress funktioniert. Dieser Artikel steht zum Jugendschutz nur zwischen 23:00 und 5:00 zur Verfügung. „FSK 16“ weiterlesen