Neues System, neues Handy, gänzlich Google frei. Ich muss von Grund auf neu aufbauen, überlege weise und mit Bedacht, welche App aufs Handy darf, welche nicht und da es elend schwierig ist, manche Dinge wie Bahnkarte oder Banking oder Telefonanbieterverwaltung ohne Konzerndienste zu betreiben, habe ich auf dem System ein Schmutzprofil angelegt, in dem diese Apps laufen. WordPress als App wäre auch ein Kandidat fürs Schmutzprofil, aber wie man sieht, es funktioniert auch ohne, nämlich mit schlichter Besinnung auf die Fähigkeiten des eingebauten Browsers. So sieht die Zukunft rosig aus. Was das Loslösen von den Konzernen betrifft. Ich war ohnehin schon recht weit weg von den Konzernen und irgendwann kann ich das Band vielleicht gänzlich trennen. Verzicht. digitale Askese, sozialmediales Spartanertum.
Leider bin ich keine Rampensau, die im Brustton der Verweigerung voran schreitet und allen Freunden und Freundinnen da draußen das Heil verkündet, folgt mir in die Unabhängigkeit, verlasst Facebook, X, Instagram und Co. und kommt ins Fediversum. Das Fediversum ist schön. Das Fediversum ist lieb. Das Fediversum ist gut (in Anlehnung an ein Graffito, das ich vor 25 Jahren auf der Rheinbrücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen sah: Beton ist schön. Beton ist lieb. Beton ist gut, stand dort gesprayt).
Nun eben, die Absenz of being a Rampensau bedeutet, ach macht doch was ihr wollt. Und das ist auch gut so. Obschon ich mich frage, ob man wirklich macht, was man will, wenn man sich in die Gängelei der Konzerne begibt.
Ich schweife ab.
Das Jahr fing, ähm, sagen wir einmal: an. Nicht gut, nicht schlecht. Um Weihnachten gab es sogar ein paar Tage in einem Ferienhaus gemeinsam mit der Liebsten. Im französischen Departement Jura, unweit von Besancon und Pontarlier. Wir lebten genau über dem System der großen Sarrazin-Höhne bei der Quelle des Flüsschens Lisson. Wanderten, entspannten, seelebaumelten. Silvester in Deutschland erstmals seit Langem. Hier draußen auf dem einsamen Gehöft war die Böllerei ertragbar. Beeindruckend das Getöse um null Uhr des neuen Jahrs. Vom Feuerwerk sah ich kaum etwas. Die Liebste blieb in der warmen Bude und die Nachbarn, die in ihrem Gartenhäuschen nebenan feierten waren erträglich.
Nun plaudere ich larifari darauf los, dabei wollte ich doch nur die externe Tastatur am GrapheneOS ausprobieren. Läuft.
@kibmib ich muss sagen, ich benutze sehr viele Dienste im Browser, WordPress, Mastodon, Paypal und eigentlich alles was auch im Browser läuft kommt nicht aufs Smartphone als App meist nicht mal als PWA.
Remote-Antwort
Ursprüngliche Kommentar-URL
Dein Profil
@seymour @kibmib Ich auch. Ich mache mir von vielen Browserdiensten Lesezeichen auf dem Bildschirm, die ich dann wie Apps öffne/nutze.
Remote-Antwort
Ursprüngliche Kommentar-URL
Dein Profil
@kibmib Na dann gratuliere ich doch herzlich zum erfolgreichen neuen Schreibmodus (externe Tasten auf Handybrowser). Jippie!
Remote-Antwort
Ursprüngliche Kommentar-URL
Dein Profil