Tage 125 und 126 – die Strecken

Wie es aussieht, ist das der letzte Streckenlink-Artikel dieser Live-Reise, den ich publiziere. *snieff*

Ein bisschen wehmütig ist mir schon zumute. Immer wenn etwas aufhört und das Leben für Neues, Anderes Platz schafft, schlägt das Herz Synkopen, macht Sprünge und findet schließlich einen neuen Rhytmus. Wohlan den Herz, nimm Abschied und gesunde, sagt Hesse.

Irgendlink wird, wie es aussieht, morgen Abend bereits das vertraute, einsame Gehöft erreichen. Nur noch ein paar wenige Kilometer trennen ihn nun von der deutschen Grenze, die er schon heute hätte überrollen können. Doch die Wieschen, die wilden, schönen, weiten, hätten ihm Lust auf eine letzte wilde Nacht gemacht, meinte er am Telefon. Die Françitude will bis zum letzten Tropfen ausgekostet sein.

>>> Wildzeltplatz zwischen Billy und Vaudoncourt – Wildzeltplatz bei Waldweistroff: zum Kartenausschnitt der heutigen Tagesetappe: bitte hier klicken!

>>> Waldweistroff – Zweibrücken: mutmaßlicher Kartenausschnitt der letzten Etappe: bitte hier klicken!

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

6 Gedanken zu „Tage 125 und 126 – die Strecken“

  1. Liebe SoSo,

    ich kann den Pfundskerl verstehen: Eine letzte, wilde, romantische Nacht im Zuhause der letzten vier Monate würde auch ich verbringen, vielleicht sogar mit Tränen in den Augen.

    An morgen anbend denke ich bereits: Wird noch ausgepackt? Oder geht die Arbeit für L.A. vor? Was meinen wohl, lieber Jürgen, Deine Beine, wenn sie nicht mehr radeln müssen / dürfen?

    Irgendwie hoffe ich auf Mitleser, die heimlich in Zweibrücken eine spektakuläre Zieleinfahrt organisieren …

    Bless You, Mister NSCR-Cyclartist and welcome back home. Auch wenn Du dafür Deine wahre Heimat, die Gegenwärtigkeit des Seins, ein wenig aus den Augen verlieren mußt.

    1. lieber emil
      ja, wie gut ich ihn versteh – sein wunsch nach einer letzten wilden nacht.
      zum einen erleichterung, es geschafft zu haben, zum andern das gefühl: es ist vorbei. mit allem leid und aller freud um es mal ein bisschen pathetisch zu sagen.
      von wegen rotem teppich und empfang ist es halt so ne sache.
      bei einer tour de france gibts „zeitpläne“, bei einer tour ums meer nicht. sicher wäre ein „empfang“ schön. nicht mal ich werde dort sein können. (termine hier).
      bei der losfahrt vor vier monaten wollte freund r. etwas grosses ankurbeln zum abschied. irgendlink hat abgewinkt. lass mal!
      gut, zurückkehren ist was anderes: da hast du „es“ ja geschafft.
      aber eben: der zeitfaktor. wann kommt er an? wer weiss das schon?
      danke für deine mit-gedanken! dir und allen andern.
      herzlich
      soso

      1. Ums genau zu sagen. Ungefähr in sechs Stunden isser wieder in Zweibrücken. Zwischen 18 und 19 Uhr via Kirkel Lautzkirchen Ingweiler raiffeisenstraße Autobahnbypass (Kunst)Bubenhausen Bahnhof Herzogplatz … Nur für den Fall. Ich bin der mit dem vielen Gepäcke und ohne rasierten Bart :-)

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