Und irgendwie …

Und irgendwie dröhnt mir der Schädel vom vielen PC-hocken und vom Schlaflossein.

Und irgendwie prasseln gerade jede Menge Ideen auf mich nieder. Das sind die Meteoritenschauer der Kreativität, wie hießen die noch? Kykladen, Myriaden, irgendwas mit Halleyscher Comet?

Und irgendwie wummert das Herz vor Aufregung, weil es mal wieder nicht schnell genug geht.

Und irgendwie mahnt das Hirn wie ein weiser alter Mann, gottgleich, langsam Junge, langsam, nur so kommst Du lebend ans Ziel.

Und irgendwie täte jetzt eine kleine Radeltour ziemlich gut, Frischluft, Bewegung, Abstand.

Und irgendwie ist das gerade nicht möglich.

Und irgendwie jede Menge Baustellen, in der echten wie in der digitalen Welt.

Und irgendwie Schadensbegrenzung durch Abspecken im Kopf.

Und irgendwie schreibt Herr Irgendlink wieder einmal viel zu viele Irgends.

Und irgendwie kennt man ihn ja auch so, weshalb es irgendwie zu seinem Markenzeichen geworden ist und er das irgendwie tun muss, weil irgendeine geheime Kraft es ihm diktiert.

 

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North Sea Cycle Route Kette

Warum wird Elvis’ Unterhose zum Millionenpreis versteigert, Marilyns Kamm, Michael Jacksons Sonnenbrille? Was muss geschehen, um – eigentlich wertlose – Gegenstände mit Bedeutung zu laden und ihnen ein kapitalanreicherndes Potential zu verleihen, das, bar jeglicher menschlicher Vernunft, in der zeitgenössischen Gesellschaft dennoch eine ungeheure Kraft ausübt?
Mit den Reliquien eines Europenners versucht Monsieur Irgendlink, moi même, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die Fahrradkette, mit der der Artist in Motion 2012 über 7000 km um die Nordsee geradelt ist, wurde in 23 Stücke zerteilt und steht nun zum Ausgabepreis von 49 Euro zum Verkauf.
Ab dem Jahr 2035 ist verstärkt mit Monsieur Irgendlinks Tod zu rechnen. Bis dahin wird er vier literarische Romane geschrieben haben, etliche Livereisen direkt in diesem Blog veröffentlicht haben, zigtausend digitale Kunstfotos auf Festplatten und im Internet veröffentlicht und wahrscheinlich eine signifikante, weltweite Bekanntheit erreicht haben. Sprich: die Reliquien eines Europenners werden in dreißig Jahren ein Vielfaches ihres Ausgabewertes erreichen. Es ist also durchaus lohnend, jetzt zu investieren. Für die eigene Altersversorgung, für den Nachlass, zur Grundsicherung der Nachkommen. Oder einfach nur, weil das Kunstwerk einen marod faszinierenden Charme hat.

Irgendlinks Nordseeradweg-Kette 23 Objekte signiert

Verflixt, zu spät. Egal, weitermachen

Das hat sich Monsieur Irgendlink fein vorgestellt. Gestern am Lagerfeuer über Codes nachgedacht und den QR Code Würfel erfunden. Einen stinknormalen Mensch-ärgere-Dich-nicht Würfel, bei dem die Zahlen durch entsprechende QR Codes ersetzt werden. Sofort die Codes für Eins, Zwei, Drei usw. erzeugt mit diesem Generator. Einen Würfel skizziert, ausgedruckt ausgeschnitten und geklebt. Voila l’Innovation und mit einem Hurra, ich bin reich, ein genialer Erfinder, in den Tag gestartet. Ernüchternd die Suche im Web mit den Begriffen “Würfel”, “QR”, und “Code”. Gibt es längst! Sogar die logische Schlussfolgerung, Rubik’s Cube mit den Codes für je neun in sich verdrehbare Felder für die verschiedenen Zauberwürfelfarben zu basteln, ist längst Geschichte. Warum muss Monsieur Irgendlink auch immer im letzten Wagen, zudem in der Holzklasse, im D-Zug der Innovation reisen? Nichtsdestotrotz: Voila Monsieurs Würfel.

Würfel mit QR-Codes statt Zahlen.

Bepacktes Reisefahrrad auf dem Radweg der Humberbridge, LKW im Gegenverkehr, stark bewölkt

Reise zum Mittelpunkt des Blogs

Beim Testen des Twentyfourteen Themes von WordPress reist Monsieur Irgendlink durch etliche Jahre Bloghistory – die Mediathek des Irgendlink-Blogs bietet wahre Schätze. Hier eine kleine Galerie mit Bildern aus fast 10 Jahren Irgendlink.

Artist in Motion