Über die Rubrik Drupal

Hatte vor einigen Wochen sämtliche Drupal-Einträge auf Privat gestellt, weil ich meine Leserinnen und Leser nicht mit dem techn. Zeug langweilen wollte.

Die Rubrik nutze ich für Notizen, um mich über die komplizierten Zusammenhänge in dem umfangreichen Drupal Content-Management-System zu informieren.

Nach der Suchbegriffsanalyse sehe ich, dass die Einträge auch anderen Usern nutzten könnten. Somit wieder auf öffentlich gestellt.

Uralte Blogerkenntnis: wen’s nicht interessiert, einfach weiterklicken :-)

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Ein Spaziergang mit plötzlichen Gedanken zum Thema Angst

Neulich mal wieder haarscharf an einem offiziellen Termin vorbei geschliddert. Es braucht eine Portion Mut, offizielle Anlässe von Kunst und Kultur in der Stadt zu schwänzen. Das kulturelle Korsett ist eng. Man wird beobachtet. Von dem Presbyter zum Beispiel, den ich kürzlich kennen gelernt habe. War gerade dabei, die steilste Straße der Stadt hinaufzuschlendern, da radelt er neben mir, stoppt vorm Museum und sagt: „Ach, sie gehen auch zu der Veranstaltung?“ Sag ich „nein“ und denke, nomeansno. Das Problem ist, dass hierzulande nein nicht nein heißt.

Überlege, den Weg der Lüge zu beschreiten – ich habe zu tun – aber sonntags? Schlage den Weg der Wahrheit ein, immerhin ist mein Gegenüber Presbyter: „Die Reden immer so lange.“

In der Abenddämmerung zurück zum einsamen Gehöft. Ich erinnere mich, es war ein guter Spaziergang. Meine Gedanken drehten sich um die seltsame Krankheit eines Freundes. Am Ehesten könnte man sagen, er ist agoraphob, auch wenn das so nicht stimmt. Ein hartes Los. So ächzte ich die steilste Straße der Stadt hinauf und dachte an die Krankheit namens Angst. Wie unterschiedlich sie doch ist. Der Eine mag nicht Nein sagen können. Der Andere mag nicht Nein hören können.

Der Agoraphobe traut sich nicht über die heimische Schwelle hinaus. Warum schaffen es manche Menschen nur, so weit zu gehen? Sie sind wie Dauerläufer, Pioniere, Draufgänger. Andere trauen sich kaum, das Haus zu verlassen. Das Gros jedoch, liegt irgendwo dazwischen, fällt nicht weiter auf, gilt als gesund. (Sie sagen: ja-aber … und meinen Nein – sie verlassen das Haus, benutzen aber ständig die gleichen Wege, fahren in den selben Urlaubsort, denn der fühlt sich Kraft der Gewohnheit an wie zu Hause).
Angst, da war ich mir sicher, als ich die Stadtgrenze passierte, hat jeder. Irgendwann. Vor Irgendwas. Beinahe Orwellesk.

Erdversteck 10

Ist eine Erfahrung wert, total verdreckt von einer Ausstellungseröffnung zurück zu kommen. Nur weil ich hinterher noch in eine der Schwarzbachbrücken klettern musste, in einem 70 cm hohen Hohlraum ein Kunstwerk verstecken. Ich muss verrückt sein: zuerst Cremont schlürfend mit den Bürgern der Stadt schwadronieren, und dann im wildesten Schneegestöber runter zum Bach, um ein Kunstwerk zu verstecken. Das liegt jetzt zum Finden bereit und zwar bei: Nord 49.26344 Ost 7.31885, Kartendatum WGS 84, dezimal („Google-Format“).

Ist ein schönes Kunstwerk im edlen Tanz mit dem Thema der Ausstellung: ZWHOM, die beiden Saarpfalz-Metropolen zu vereinen ist unser ansinnen. Was taugt besser, als ein Foto, das in der Homburger Straße in Zweibrücken aufgenommen wurde?

Wie auch immer. Das Ding liegt jetzt unter einer Brücke und wartet, gefunden zu werden. Karte betrachten und grobe Beschreibung sehen kann man hier (Link entfernt 2016-11-26).

Habe vor, demnächst in Straßbourg und Mainz weitere Exponate zu versenken. Nur so zum Spaß. Kosten tun die Erdverstecke übrigens nix.

Ein Hoch auf die Künstler, die es nicht nötig haben, von Kunst zu leben :-)