Google-Maps Problem Marker – Karte springt beim Anklicken

Betrifft selbst gebastelte Google-Maps sowie Maps, die mit dem Drupal-Modul erstellt wurden. Durch eine Änderung in Googles Maps-Api springt die Karte beim Klicken eines Markers unkontrolliert (meist in den indischen Ozean) „indian ocean focus problem“.

Info für Drupal-User gibts unter http://drupal.org/node/231473

Kurzhilfe: in der Datei /sites/all/modules/gmap/gmap.module die Zeile

define('GMAP_API_V', '2');

ersetzen durch

define('GMAP_API_V', '2.69');

oder besser (aber nicht selbst getestet).

define('GMAP_API_V', '2.s');

Das s veranlasst, dass das Modul die letzte Stable-Version des Google Maps API anspricht.

Easteregg

Auch lustig Debian-Linuxens wichtigstes Paketverwaltungstool apt-get kann nicht nur Software installieren und deinstallieren, es muht auch, wenn man es dazu auffordert.

irgend@ubuntu1:~$ apt-get moo
         (__)
         (oo)
   /------\/
  / |    ||
 *  /\---/\
    ~~   ~~
...."Have you mooed today?"...

Was bei Linux gewollte Scherze der Programmierer sind, ist bei Windows oft nur ein Bug. Mit dem Link gelangt man auf Sven Soltmanns Easteregg-Seite.

Siehe auch Easteregg bei Wikipedia

Ascii Grafiken

Gefunden bei wer-kennt-wen in den Gästebüchern. Ein Hoch auf das Leben im Copy und Paste Zeitalter.

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Wie Herr Irgendlink Sprache schuf und die Ehe rettete

Nun bin ich auf Englisch in www.erdversteck.de. My own private english. Ich glaube, wir Menschen entwickeln grundsätzlich unsere eigenen Sprachcluster. Momente des Nichtverstehens im Meer der Kommunikation. Sei es, dass wir so, wie werte Frau Unentwegt, das umstrittene Wörtchen „man“ in „eins“ verwandeln – find ich gut, ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber, find ich gut, liebe Unentwegt. Wir brauchen diese eigenen Codes. Beherzt setze ich die man-eins-one Sequenz um, indem ich versuche „man“ durch „one“ zu ersetzen. Ein Anfang. Wenn es sich einbürgert, wird es zur Gewohnheit, wenn es Gewohnheit ist, fällt es nicht mehr auf. Erschreckend viele Codes habe ich in letzter Zeit umgesetzt – sei es nur, dass ich Texte Huckepack in Bildern untergebracht habe – keine bedeutungsvollen Texte – ich hatte einfach Lust, Texte in Bildern zu verstecken. Ich mag Mysterien. Ich liebe Rätsel. Wohl deshalb liebe ich den Menschen ansich.

U. war letzte Woche beim Jazz-Fest zuständig, das Catering anzuliefern. Er ist ein Jahr jünger, als ich, hat harte Zeiten durchlebt. Wir kannten uns nicht. Draußen vor der Industriehalle, in der das Festival jubilierte, hat er mir vor ein paar Tagen sein Herz ausgeschüttet. Dass er stur sei, dass seine Frau ihn nachts nicht in die Wohnung gelassen hat, dass sie krankhaft eifersüchtig sei, dass er die Polizei rufen musste, die nichts unternehmen wollte in Privatangelegenheiten, er unglücklich war, sie auch, und dass sie ihm am nächsten Tag, nach dieser Nacht, die er im Auto verbringen musste, einen tollen neuen Pullover geschenkt hatte, er ihr die kalte Schulter zeigte. „Warum tust du das?“ fragte ich, „sie hat doch einen Schritt gemacht, mit dir zu reden, sich zu versöhnen, sie liebt dich, sonst hätte sie dir keinen Pullover geschenkt.“ „Ich bin stur, sie soll schmoren,“ sagte U. „Würdest du gerne schmoren?“ fragte ich, „ich würde ihr Blumen schenken. Die Waffen strecken.“

Am Tag darauf nahm mich U. bei Seite: “ Ich habs getan. Wir haben geredet, Mann bin ich froh. Der Schmerz ist weg.“

So habe ich die Ehe gerettet. Warum? Ich war eben gerade zugegen und konnte als Außenstehender Tipps geben.

’s ist Wind …

„’s ist Wind, ’s ist Wind, ’s ist Wind, der an den Nerven zerrt.“ Mantrisch summt dieser Spruch im Kopf. Ich weiß nicht, wann ich ihn zum ersten Mal geschrieben habe. Es ist erstaunlich, dass es Worte gibt, die man niemals gesagt hat, nur selten aufgeschrieben, aber oft denkt. Ich glaube, vieles, was man schreibt, sagt man nie, vieles was man denkt schreibt man nie und es gibt noch viel viel mehr, das man nie denkt.

„’s ist Wind, ’s ist Wind, ’s ist Wind, der an den Nerven zerrt.“ Wie ein Gedicht kursiert der Spruch in meinem Kopf. Es kommt dem Erlkönig nahe. Stimmung und Landschaft passen. Dunkel ist’s. Ich habe geschlafen. Von acht bis jetzt. Tag und Nacht stehen auf dem Kopf. Eine Woche Jazz-Festival-Arbeit ist schuld daran. Ein Sturm herrscht über dem einsamen Gehöft. Marode Dachplatten klappern, Regenschauer treiben aus Südwesten. Es ist warm.

Es war der letzte Tag in Island, an dem ich diesen Spruch dachte. Nachmittags hatte ich den 700 Meter hohen Pass zwischen Egilstadir und dem Hafen Seydisfjördur überquert. Ein Schneesturm lag über dem Land, obwohl es gerade mal Ende August war. In meinem Minus 30 Grad Schlafsack bettete ich mich im Windfang eines Anglergeschäfts, direkt gegenüber der Anlegestelle der Fähre Norröna. Dass diese Tour so enden musste! Brachiales Wetter, erschöpfte Mittel, zehn Kilo abgenommen und einen dicken Packen bizarrer Landschafts- und Einsamkeitserlebnisse im Kopf. In der Nacht brauste der Sturm auf. Morgens, als sich die Norröna tutend in den Seydisfjord schob, lag eine dünne Schicht Schnee auf dem Schlafsack.

„’s ist Wind, ’s ist Wind, ’s ist Wind, der an den Nerven zerrt.“ summt es seither in mir. Immer die gleiche Stimmung, Salz in der Luft, Schneeflocken im Haar, ein Gefühl für Feuchte, das Eins mit der Natur, das Ausgeliefertsein im Anblick der Naturkräfte.

Ein Gedicht wohnt jedem von uns inne – wenn wir es nicht aufschreiben oder aussprechen, bleibt es ein Gedächt.

Etwas Lustiges zum Schluss, für Informatiker und Spinner: Der Erlrouter frei nach Goethe.