Vor ein paar Wochen habe ich begonnen, mit dem Multifunktionsgerät zu hantieren. Es macht Fotos, Videos und Tonaufzeichnungen und passt in jede Hosentasche. Ein Handy ist es nicht. Billig war es. Auf dem Weg zur Arbeit kam es erstmals zum Einsatz, als ich das Dörfchen K. durchquerte, die Heimat des wohl bekanntesten Saarland-Commedians, Heinz B.
Ob es an Heinz B. lag, dass ich, Schalk zwischen den Hirnwindungen, über Gott nachdachte? Plötzlich hatte ich ein excellentes Wort gefunden, das ich mir unbedingt merken wollte. Die Straße durchs Dörfchen K. ist ein bisschen abschüssig. Da bremst man nicht gerne als Radler, um einen Stift und Papier aus der Tasche zu kramen und sich etwas aufzuschreiben. Also machte ich es wie früher und verankerte das Wort – rein gedanklich – an einem Verkehrsschild. „Da kommste ja immer wieder dran vorbei und wenn du das Schild siehst, dann fällt dir sicher auch das Wort mit Gott wieder ein“, dachte ich.
Dann erinnerte ich mich des schmalen Geräts in der Hosentasche: das müsste ich nur rauskramen und meine Gedanken draufschwätzen, dann könnte ich sie später in den Computer laden und anhören. Gesagt getan.
Selbstredend kurbelte ich dahin, vorbei an der alten Feuerwache und der Sparkassenbushaltestelle, kam mir kein bisschen komisch vor dabei. Halbneunmenschen waren nicht zu sehen … bis plötzlich Kollege T., ein wenig verspätet, mich überholte, ertappte, Fragen stellte und so lange bohrte, bis ich ihm die Sache mit Gott erzählte.
Der Gedanke ist somit gleich dreifach gespeichert: beim Verkehrsschild, auf dem Diktiergerät und beim Kollegen T.
Ich komme aber im Moment nicht darauf, was ich mir merken wollte.
Erinnert mich an Gott. Es ist eine andere Geschichte.