Schlafkomprimierung und Mitarbeiterpotenzierung

Das Erfolgsrezept von Irgendlinks hipper Veranstaltungsfirma lautet: Schlafkomprimierung und Mitarbeiterpotenzierung.

Das Prinzip der Schlafkomprimierung ist sehr einfach: Schlafe dich zwischen vier und sieben Uhr zwölf unverschämt lange Stunden aus. Die Mitarbeiterpotenzierung ist schwieriger: wie macht man aus einem Irgendlink zwei; oder wie klont man den Kollegen T., so dass er kurzfristig vier Kollegen T. ist? Das Geheimins wird für immer ungelüftet bleiben. Hauptsache es funktioniert.

Verdauen vs. Schreddern

Wochenende – was ist das? Es ist das W-Wort.

Das F-Wort: F wie frei. Böööse!

Gar das U-Wort?
Urlaubsanträge dürfen derzeit nicht abgegeben werden in der coolen Firma, in der nur Spinner arbeiten: der Aktenvernichter ist kaputt. Wer einen Urlaubsantrag ausfüllt, muss ihn essen.
Der Owner war begeistert, als Herr Irgendlink ihm klar machte, dass es viel billiger ist, Urlaubsanträge zu verdauen (pardon: verdauen zu lassen), als sie zu schreddern.

Ruckzucke IQ-Steigerung

Wie man seinen IQ ruckzuck um ein Drittel steigert? Herr Irgendlink hat es vor einigen Jahren demonstriert. Seine Freundin wollte es leider nicht glauben und hält ihn noch immer für einen Unterhundertdeppen.

Ist schon eine Weile her, dass im Web IQ-Tests die Runde machten, in denen man einige Fragen beantworten musste zum Thema Allgemeinwissen, Mathematik, Symbolik, Dämonik oder ähnlich gesellschaftlich relevanten Themen.

Herr Irgendlink klickte, ward fündig. Überdrüssig und aus purer Ungeduld kreuzte er sämtliche Fragen ohne sie zu lesen per Zufall an. Das IQ-Portal diagnostizierte ihm einen leicht unterdurchschnittlichen IQ von 97. „Gut so,“ dachte Herr Irgendlink, „statt 20 Minuten hast du für den Test nur fünf gebraucht. Zeit gespart, lebst entsprechend länger, alles ohne Kopfzerbrechen. So müsste es mal im Lotto laufen. Dann könntest du das entsprechend längere Leben auch entsprechend sorgloser verbringen.“

Nichtsdestotrotz. Herr Irgendlink wollte es schließlich doch noch wissen und wühlte sich durch die Fragen, mathematischen Symbole, all das Wissen – Prüfung war sein zweiter Vorname – und erreichte nach viermal so langer Zeit anderthalb soviel IQ.

War es die Mühe wert? Hat Herr Irgendlink wirklich einen IQ von 147? Ist der IQ nicht etwa eines jener Maße wie Penislänge, Urmeter oder die Konstante Für-Immer-Für-Nichts?

Ihr werdet es wohl nie erfahren.

Nee, quatsch, Scully. Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen.

Stiefelriemen-Irgend

Schon wieder vergeht eine Woche, ohne dass es gelungen wäre ein Foto von Stiefelriemen-Irgend zu knipsen, jenem Mann, der eins geworden ist mit der Tackerwerkstatt – genau wie sein großes Vorbild Stiefelriemen-Bill auf der Flying Dutchman unter dem Befehl seines Owners Davy Jones.

Aber das Bild wird folgen, verspricht Euch Euer Admin.

Das Limo-Gleichnis – oder das Diktat des angebrochenen Liters

Eine angebrochene Limoflasche in der Mittagspause. Wie sie in der Sonne glänzt. Herr Irgendlink leerte sie in einem Zug, noch bevor er sich wunderte, warum er das tat. „Warum habe ich die Flasche bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken? Wollte ich wirklich einen halben Liter Limo trinken? Waren es nicht eher 0.33 Liter oder vielleicht vier Schluck?“

In dieser Mittagspause diagnostizierte Herr Irgendlink das Diktat des angebrochenen Liters.

„Warum richten wir Menschen uns nach vorgegeben Maßen,“ philosophierte Herr Irgendlink, „was, wenn in der Limoflasche fünf Liter gewesen wären? Hättest du sie getrunken? Warum essen wir unsere Teller leer, rauchen die Zigarette bis zur Schrift? Erkennen wir etwa erst, wann genug ist, wenn das äußere Maß es uns sagt? Das äußere Maß. Oh ja. Um es in Zeitgöttern auszudrücken, es ist Chronos; und Kairos, das innere Maß, selbständig zu wissen, wann es genug ist, ist sein Gegenspieler.“

Nach dieser Mittagspause philosophierte Herr Irgendlink still. Und er tat es in der nächsten und übernächsten Mittagspause auch. Nach einer gewissen Zeit begann er den Urmeter zu hassen, weil er die Messlatte aller Penislängen ist. Weil er stellvertretend für alle von Menschen erfundenen Maße quasi als Symbol für das Diktat von Außen steht. Nach mehrwöchiger Denkzeit begann Herr Irgendlink langsam zu begreifen, dass der Mensch – nein, er wollte dies nicht verallgemeinern – dass mindestens der Mensch Herr Irgendlink in gewisser Weise von außen von von Menschen definierten Maßeinheiten diktiert wird und dass der Mensch, mindestens aber Herr Irgendlink, nicht tatsächlich selbst bestimmt, wieviel Limo er trinkt.