Das Recht auf Meinungsänderung

Ein Großwort für Irgendlinks Zettelkasten.

Erfunden hat er es heute auf der Arbeit, kritzelte es auf einen Zettel, der in der Tasche der Fleecejacke im Spind ist. Eben noch dachte Irgendlink: Mann, was war das noch für ein Wort, das du heute notiert hast, es steht auf dem Zettel in deiner Tasche aber verflixt, deine Tasche ist nicht deine Tasche … egal: was man sich aufschreibt braucht man in der Regel nicht mehr zu lesen, weil man es sich durch den Akt des Schreibens in die Seele tätowiert.

Und was bedeutet nun das Recht auf Meinungsänderung? Es bedeutet zum Beispiel: wenn du geheiratet hast und unglücklich bist, scheue nicht, dich scheiden zu lassen, denn du hast das Recht auf Meinungsänderung. Oder: wenn du einen Vertrag geschlossen hast, der dir Unvorteil bringt, überlege, wie du ihn auflösen oder notfalls brechen kannst.

Und es bedeutet noch viel mehr, denn es ist ein Votum für Ehrlichkeit sowohl, als auch Wankelmütigkeit, beziehungsweise Unentschlossenheit, die in der Not zu einem falschen Entschluss geführt hat und noch so einiges mehr – Ihr könnt aus dem Recht auf Meinungsänderung machen was Ihr wollt. Es ist Euer Leben, scheut Euch nicht, anderen auf die Füße zu treten, um Euch selbst wohl zu fühlen.

Momente, nie gleich

sonnenaufgang

Keine Energie, einen sinnvollen Text zu schreiben. Daher durchforstet Herr rgendlink die Bilddatenbank und fummelt einen Sonnenaufgang heraus, paar Wochen ist das her, der Herr radelte hinüber ins 15 km entfernte Kraftwerkstädtchen B.

Bizarre Sonne erklimmt den Horizont. Der Strom der Werktätigen strebt Arbeit entgegen – eine alltägliche Situation und wieviele dieser alltäglichen Situationen hat Herr Irgendlink schon erlebt und sich manchmal – in den zehntel Sekunden im Kern intensiv gelebter Minuten gedacht, oh Mann, das müsstste jetzt fotografieren. Aber nein, keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit und dann hat sich Monsieur damit beruhigt, der Moment wird schon wieder kommen, morgen oder übermorgen oder irgendwann – aber nieneinie sind die Momente gleich.

Böse Mädchen

Irgendlinks Fotoserie Boese Maedchen
Irgendlinks Fotoserie Boese Maedchen

Es gibt viel zu berichten: Irgendlink wird Staplerfahrer. Der Owner hat ihm einen neuen Arbeitsplatz, bestehend aus tschechischen Containern geschenkt. Das bedeutet Wärme. Ade du schönes Tackerzelt, warst luftig und irgendwie cool, aber nun ist November und kalte Finger tackern nicht gerne.

Vorhin konnte Herr Irgendlink obiges Bild für die Serie „Böse Buben, böse Mädchen“ retten, sprichwörtlich in letzter Sekunde, denn die Turnhalle, in der dieser Kleiderständer steht, wird morgen renoviert.

Was wohl aus der notgeilen Vivi W. geworden ist – ob man unter dem Suchbegriff „Vivi W. Stadt Z.“ fündig wird?

(Ja, man wird)

Räuber und Gendarm im Linux Dateisystem – ein Tutorial

Der Slash ist wie eine Tür
Schluessel gleich Passwort
find und locate, die Spuerhunde
Wie man sich das Dateisystem auf dem Computer bildlich vorstellen kann.
Als Beispiel dient wie in dem Eintrag zuvor die eigene Wohnung. So nimmt das Nicht-greifbare Dateisystem auf dem eigenen Computer ein freundliches, bildhaftes Wesen an.

Unter Linux gibt es das Rootverzeichnis, also die Wurzel (engl.: root) aller Dateien und Ordner.
Die Wurzel ist die Wohnung und wird mit einem Slash dargestellt:
/
Die Wohnung besteht aus verschiedenen Zimmern: Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Sie sind wie Verzeichnisse oberhalb der Wurzel.

Somit würde man die Wohnung, wenn sie ein Dateiverzeichnis wäre, ansteueren mit
/
Das Schlafzimmer mit
/Schlafzimmer
die Küche mit
/Kueche
das Bad mit
/Bad
und das Wohnzimmer mit
/Wohnzimmer

Das Wohnzimmer enthält Sofa, Tisch und Fernseher. Zu ihnen gelangt man mit:
/Wohnzimmer/Tisch
/Wohnzimmer/Sofa
/Wohnzimmer/Fernseher

Auf dem Tisch steht eine Flasche Bier, ein Teller und ein Flaschenöffner
Die Dateipfade dahin:
/Wohnzimmer/Tisch/Bier
/Wohnzimmer/Tisch/Teller
/Wohnzimmer/Tisch/Flaschenoeffner

Wenn im Bier noch eine Mücke schwimmt, findet man sie unter
/Wohnzimmer/Tisch/Bier/Muecke

Zu beachten sind Groß- und Kleinschreibung z. B.: /Wohnzimmer und /wohnzimmer sind zwei verschiedene Verzeichnisse. Im Sinne der Webseitenkompatibilität und der Korrespondenz mit anderen Computern sollte man keine Umlaute, keine Leerzeichen und Sonderzeichen im Dateisystem verwenden.

User: Raeuber und Gendarm und Wohnungsbesitzer, Vermieter ist Root (Dateirechte)
/Schlafzimmer/Safe/Schmuck und Geld und Sparbuch

Der Unterschied zwischen Verzeichnissen (auch Ordner genannt) und Dateien:
Meist tragen unter Linux Dateien eine Endung, wie man dies von Windows gewohnt ist z. B.
.txt – ein einfaches Textdokument
.jpg – ein Bild im Format Jpeg
.doc – eine Word Textdatei
usw.
Dies ist aber nicht zwingend. Genaue Information über die Art der Datei erhält man unter Linux mit dem Konsolenbefehl ls (list – also auflisten, was sich in dem Verzeichnis befindet)

Google-Map mit GPS-Visualizer

Der GPS-Visualizer bietet die Möglichkeit, kommaseparierten Text hochzuladen und die Daten in eine Googlemap zu projizieren. Hierzu benötigt man Daten aus einem GPS-Gerät mit den Geopunkten (Latitude und Longitude, also Längen und Breitengrad). Weitere Daten aus dem GPS, die verarbeitet werden können sind  Punktnummer und Altitude  (Höhe).

Man kann die Kommaseparierte Liste noch mit weiteren Angaben (Beschreibung, Link zu Bildern, die in der Googlemap eingeblendet werden, Farbe des Markers etc.) anreichern. Diese Daten sind in der Datei aus dem GPS natürlich noch nicht enthalten. Am besten, man importiert die GPS-Datei in ein Tabellenprogramm und fügt Spalten für die gewünschten weiteren Infos hinzu. Da OpenOffice die .upt Datei aus dem GPS nicht importieren kann, benennt man sie einfach um.

  • .upt-Datei umbenennen in .csv
  • .csv Datei nach OpenOffice importieren
  • Spalten mit Zahlen als Textspalten definieren.
  • Spalten url und thumbnail hinzufügen und mit den Links zu den Bildern versehen (relative Pfade oder absolute Pfade)
  • Spalte desc hinzufügen und mit einer beliebigen Punktbeschreibung versehen. (Description enthält die Javascript Popuinformationen, folgende Syntax: Traditional Cache<br />GCWXJJ <a href=\“http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=d5739cc5-991f-492a-b235-4ad396080182\“>GCWXJJ</a> (Wichtig:Anführungszeichen in HTML müssen mit Backslash escaped werden (\“)). Hierbei ist der Phantasie freien Lauf gesetzt. Die Description wird in den Popup-Feldern (bei Anklicken des Google-Markers) angezeigt. Der GPS-Visualizer fügt zusätzlich automatisch die Bilder ein, die in der Spalte thumbnail angegeben wurden.
  • Spalte color hinzufügen: hier kann man die Farben der „Google-Bömbel“ mit HTML-Farbcodierung definieren (Bsp: #ffffff ist weiß). Dies ist nützlich, um die Punkte auf der Karte zu Kategorisieren (Bsp: Restaurants gelb, Bordelle grün etc.)
  • Spalte name hinzufügen: hier kann man dem Kartenpunkt einen Namen geben, Sonderzeichen müssen in HTML konvertiert werden (Bsp: auml; ist ein kleines A). Der Name wird in einem I-Frame auf der Googlemap angezeigt und dient der Navigation. Der Name wird auch über den Popups angezeigt, die die Thumbnails und die Beschreibung enthalten, sowie als Tooltip, wenn man mit der Maus über den Punkt in der Karte fährt.

16. November 2008 – ein Recover-Datum. Nicht das Artikeldatum.