Von Simmern nach Diez – #UmsLand Tag 5

Dem Hunsrück eine Lanze brechen, oder, vielleicht sagt man als Radler besser, eine Speiche brechen? Jener Moment am gestrigen Tag, auf einem Bänkchen sitzend im Ort, ich glaube Damscheid, mit einem wunderbaren Blick aufs Mittelrheintal und die Hänge gegenüber, wo der Taunus beginnt, lässt mich zurückblicken auf meinen kleinen, Schweiß treibenden Abstecher zum Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz. Hunsrück, deine Radwege, Hunsrück, deine schrecklich feine Garstigkeit, hinter der sich Abenteuer und Charmanz der eigenen Art verbergen, Hunsrück, dein ewiger Gegenwind und die gefühlte Immerbergauffahrt, was hatte ich dich verflucht, im ersten Gang, im zweiten, dritten und vierten auch, und wie froh ich war, endlich das weit sichtbare Kirchberg zu erreichen, wie geborgen man sich in den Dörfern und Städtchen fühlt, willkommen, aufgenommen und nach dem Woher und Wohin befragt und wie ausgeliefert man, Westwind umspült, Regenschauer von weitem kommen sehend, auf den augustlich abgeernteten und derb geeggten Feldern doch ist. Biss in einen Apfel von einem der Streuobstbäume, vorbei an einem – ich habe so etwas noch nie gesehen – Holunderanbau. Eine Plantage von Holundergewächsen mit schwer reifen Früchten zwischen all der Abgeerntetheit.

Am gestrigen Samstagmorgen war meine große Sorge, noch bevor alle Läden schließen, Schrauben zu kaufen für das kleine Kettenblatt. Zwei von vier Stück hatte ich unterwegs verloren, ein unfreiwilliges Opfer an den großen Hunsrückgott vielleicht. Schinderhannesradweg. 39 Kilometer Bahntrasse, ein kleiner belechteter Tunnel begrüßt einen bei Beginn der Strecke in Simmern. Über Kastellaun nach Emmelshausen führt der Weg und hier brauche ich beileibe kein kleines Kettenblatt. Im Westerwald und im rechstrheinischen Rheinland-Pfalz hingegen schon.

In Kastellaun bin ich durch morgenneblige Kuhweiden und feinste Gegenlichtszenarien radelnd schon kurz nach acht. Ein Mann mit einem riesigen Hund erklärt mir den Weg zum Radgeschäft. Bis zum Busbahnhof, dann links durch die Stadt und am anderen Ende: voilà Radgeschäft. Auf dem T-Shirt des Mannes steht ‚Dies ist ein Schweizer Sennenhund und kein Pony‘ und zum Glück lese ich noch das Kleingedruckte: Nein, man darf nicht darauf reiten. Ich muss schmunzeln, lagen mir doch gerade diese Kommentare auf den Lippen. Das Tier wiegt sechzig Kilo, sagt der Mann.

Bis neun Uhr lungere ich vorm Radladen, lasse die erwachende Stadt an mir vorbeirauschen. Der Fahrradmechaniker und die Chefin sind pünktlich, schmunzeln, ob ich vorm Laden übernachtet hätte. Nein, nur die zwei Schrauben und, schwupp, fuchtelt der Mechaniker mit einem langen Imbusschlüssel die passenden Schräubchen rein. Ich bin gerettet. Kostet noch nicht einmal was und ich tue etwas in die Kaffeekasse. Fahrrad Binz in Kastellaun, merkt es Euch, falls der große Hunsrückgott ein Schraubenopfer von Euch fordert.

Das Radwegesystem in der Gegend überzeugt. Der Schinderhannesradweg und der Hunsrückradweg bilden so eine Art Grundgerüst, von dem andere Verbindungen abzweigen. Also hier endlich mal eine Speiche brechen, toi toi toi, für den Hunsrück. Gut Radfahren und viele Sehenswürdigkeiten an recht kargem, landwirtschaftlich genutztem Hochland. Und unendlich viele Windräder.

Ein Regenschauer jagt mich in der Gegend um Laudert und Pfalzfeld über Waldwege abwärts Richtung Oberwesel.

Im engen Mittelrheintal kurzes Gemetzel auf viel zu engem Fernradweg entlang Bundesstraße nach Sankt Goar. Beängstigend voller Campingplatz, Enge, Mensch und Hektik, so dass ich froh bin, mich nach der Fährfahrt auf der anderen Seite den kleinen Schmalspurbahnradweg Richtung Bogel hinaufzuschinden. Mich meines wiedererlangten kleinen Kettenblatts erfreuend. An einer Quelle namens Burgquelle, die durch einen ausgehöhlten Baumstamm gefasst wird, wasche ich meine Kleider, hänge sie zum Trocknen auf den Gepäckträger und es gesellt sich ein anderer Radler zu mir. Wir schwätzen uns den Berg hinauf, 300 Höhenmeter, sagt der Mann, sage man, seien das da nauf. Und wir reden über dies und das und das Radeln im Besonderen und als er bei Nastätten abzweigt, um nach Rüdesheim zu radeln, rufe ich hinterher, wie heißt du denn und er ruft Tom aus Hannover und ich rufe Jürgen aus Zweibrücken.

Es ist ein großer Fehler, zu denken, mit Bogel und den vermutlichen 300 Höhenmetern ab Rhein, sei man irgendwie irgendwo oben, denn die Radroute folgt ja den Grenzen von Rheinland-Pfalz und nicht etwa radlergefälligen Bächleinwegen. Elende Abs und Aufs, eine Kamelhöckerroute bis nach Katzenelnbogen, aber ziemlich gut und meist abseits der Straße auf recht guten Forstwegen geführt.

In Miehlen bei einem Brunnen, an dem nicht steht, dass es kein Trinkwasser ist, fülle ich meine Trinkflaschen. Zwei Frauen im Vorgarten gegenüber warnen mich, es sei womöglich nicht trinkbar und ich könne bei ihnen Wasser kriegen. Wir reden eine Weile. Dass der Räuber Schinderhannes hier geboren wurde in Miehlen. Sein Geburtshaus ist eine Bücherei heute. Und es gebe aber sonst nicht viel zu sehen im Dorf, einen schönen See oberhalb, leider aber abseits meiner Radelroute, wie auch immer, Die beiden Damen sind mit ihrer Freundlichkeit und der Wärme des Gesprächs doch auch eine Attraktion, denke ich, sage ich aber nicht. Es sind die kleinen Begebenheiten, die eine Region, eine Gegend, ein Dorf formen und es spannend machen oder eben todlangweilig. Miehlen werde ich trotz offensichtlicher Abwesenheit von physikalischen Sehenswürdigkeiten (kein Eifelturm, Brandenburger Tor, nichts), dennoch nicht vergessen.

Oberhalb des Dorfs sitze ich eine Weile auf einer Bank und schaue hinüber nach Damscheid, wo ich morgens saß und herüber schaute. Dem Westerwald und dem Westtaunus eine Lanze brechen, äh, eine Speiche, daran arbeite ich die nächsten zwei drei Tage.

Links im Bild das Rad auf Radweg stehend, rechts im Bild der Künstler und das Rad als Schatten, im Hintergrund Wiese im und Wanderweg.
Künstler-und-sein-Rad-Schattenselfie
Im Wald, zwischen den Baumstämmen flutet LIcht auf den Waldboden.
Im Wald
Blick von unten zu den Mauern der Burg Kastellaun hoch. Im Eckturm eine Deutschlandfahne. Am Schlossberg Hecke, Gebüsche, Bäume. Darüber Blauhimmel mit einzelnen Wolken.
Burg Kastellaun
Kastellaun, nochmals im Hintergrund die Burg, vorne eine Häuserzeile, die Straße, die eine Kurve macht, rechts Hecken. Über allem wolkiger Blauhimmel.
Der Ort Kastellaun im Rhein-Hunsrück-Kreis
Rote Lokomotive auf dem Abstellgleis, vorne Wiese, hinten Häuser und Grauhimmel.
Rote Lokomotive auf dem Abstellgleis
Baustelle. Neubaufassade mit Fensteröffnung, die behelfsmäßig mit Stoff verschlossen ist. Der Stoff ist halb zerrissen. Rechts daneben eine Metalltür, die mit einer schweren Metallstange zugesperrt ist. Darüber ein dickes Kupferrohr quer durchs Bild.
Du kommst hier nicht rein. Hier wird gebaut.
Am Rheinufer steht diese Skulptur eines Flössers samt Steuerrad auf einem weißen Brett. In der Bildmitte quer der Rhein, dahinter das andere Ufer mit unten Häusern und oben einer Burg.
In Sankt Goar bei der Fähre
Ein Fährschiff quert den Rhein. Vorne Sandstrand und Gebüsch, hinten das andere Ufer, ein Ort, Hügel, darüber Blauhimmel
Die Fähre
Auf der Fähre. Ein Ausblick auf andere Radler:innen auf der Fähre, vorne bereits das andere Ufer mit einem hohen Kirchturm. Im Vordergrund rechts noch das Künstlerrad, schwer beladen.
Auf der Fähre

Vom Cordhosenmann, der finanziellen Ausgleichsapp und dem inneren Julesvernissator – #UmsLand Tag 4

Normalerweise treffe ich Entscheidungen, was den Weg betrifft, oft erst direkt an der Kreuzung oder Abzweigung. Das hat fast schon etwas quantenphysisches, wenn der Verlauf meiner zukünftigen Wegstrecke bis zum Zeitpunkt des Abzweigens zwei gleichwertig wahre Zustände annimmt. Wie ein Elektron, das sich in einer Wolke bewegt … okay, das ist natürlich ein bisschen pseudowissenschaftliches Gelaber.

Am gestrigen Morgen nahe Ingelheim auf meinem Wildzeltplatz war mir fast zu hundert Prozent klar, dass ich streng der Rheinland-Pfalz-Radroute folgen werde und nicht, wie in meiner Projektkarte skizziert, einen Abstecher zum Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz mache. Zu unüberwindlich schien mir der Hunsrück, zu nah der Westerwald und warum sollte ich mir auf der Reise zwei solcher ottonormal-alpiner Herausforderungen antun? Kurzum, fröhlich trallala in den Morgen radelnd ging es erst einmal Richtung Bingen entlang des Rheindeichs, vorbei an den Überresten der alten Rheinbrücke – hieß die nicht Hindenburgbrücke – ein fast schwarzes Monster von Brückenkopf, der nach dem Weltkrieg noch übrig geblieben ist.

In Bingen ein kleiner Mann mit Rollkoffer, weit außerhalb, fern jeglichen Hotels oder Bahn oder Busstation, ratternd über holprige Strecke und ich wundere mich ein wenig, was ein Businessmensch mit Köfferchen hier so tut, bis ich näher komme, der Kerl ganz zerlumpt mit schmuddeliger Cordkose. Beklemmendes Gefühl, dass all sein Hab und Gut sich in dem winzigen Köfferchen befinden mag, mit dem unsereiner noch nicht einmal wagen würde, nach Mallorca zu fliegen.

Wieder gaukelt meine utopische App-Idee im Kopf, die Pflichtapp zum materiellen Ausgleich in der Welt, die so ähnlich funktioniert wie die Virus-App. Immer wenn man einander begegnet, werden die Kontostände abgeglichen und beide sich begegnenden erhalten die gleiche Summe auf ihr offenes Lebensgeldkonto, so dass der Reiche und der Arme nach der Begegnung gleich viel Geld auf dem Konto haben. Im weltweiten Einander-Begegnen wäre somit eine automatische Balance von Reichtum möglich; okay, die Sache ist hanebüchen und auch mehr so eine Gedankenspielerei. Zudem kaum jemand bereit wäre, sich auf das Experiment einzulassen.

Im vorliegenden Cordhosenmann-Fall wäre ich nicht allzuviel ärmer, was das Bargeld angeht, aus der Geschichte hervorgegangen. Und ein Verrechnen von Europennerfahrrad mit Cordhose und Rollköfferchen wäre ja nicht machbar.

Seisdrum, ich passiere das Binger Loch, die Nahemündung in den Rhein, den Mäuseturm, rein ins Mittelrheintal und wie schon erwähnt, beginnt dort für mich mehr oder weniger Neuland und auch die Alltagsgedanken, die mich haben rennen machen rheinabärts, fallen plötzlich ab und ich denke wieder über den Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz nach und einen Abstecher dorthin. Noch etwa 30 Kilometer Luftlinie. Weiß nicht, was mich geritten hat. Der Punkt ist doch nur eine fiktive, geografische Spielerei von Tourimusexperten im Bund mit Geografinnen. Laut Webrecherche ohnehin nur ein bräunlicher Hunstrückfelsbrocken mit Landkarte und umfriedet von Büschen.

Wenn es ein Hinweisschild nach Emmelshausen gibt, gebe ich einem Gottesurteil freien Lauf, dann kurbele ich zum Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz. Wenn nicht, dann gehts ab Sankt Goar auf die andere Rheinseite und hinauf in den Westerwald. Ohnehin steil genug.

Plötzlich ein Radwegschild nach Rheinböllen. Irgendwie meine Richtung Mittelpunkt, oder? Blick in die Karte, jawohl. Die Route führt von Niederheimbach über Rheinböllen und Kirchberg bis fast nach Bärenbach, unweit des Hunsrück-Flughafens und des Mittelpunkts.

Schon schwitze ich an einer Steigung bis 7 Prozent, so die Warnschilder auf den Hinweisen. Acht Kilometer im ersten Gang und ab Rheinböllen weiter aufwärts, mal auch abwärts in langen Wellen und in einer Art Böser Cop, noch böserer Cop wechseln sich Gegenwind und Steigung ab und manchmal dreschen sie gemeinsam auf mich ein.

Bemerkenswert ist das, schon von weitem sichtbare, Städtchen Kichberg mit seinen zwei markanten Türmen, einer Kirche und einem gelben, einem Leuchtturm ähnelnden alten Wasserturm. Das Monument des Hunsrücks. Kirchberg sieht man praktisch von allen Seiten, von denen man sich der Stadt nähert. Einkaufen. Rumtrödeln, liebäugeln, beim Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz zu übernachten, der nur noch knapp zehn Kilometer entfernt ist.

Der Weg dorthin wieder eine bergauf-bergab-Prügeltour, die letzten fünf Kilometer auf schotterigen Waldwegen. Fast bin ich an die spanischen Vias Verde erinnert, speziell an die noch nicht ausgebaute VV, die von Gandia ins Landesinnere führt. Ein Holpern durch nichts. Und im Spalier vieler unzähliger, höcht kreativ gestalteter Hochsitze.

Der Mittelpunkt? Tatsächlich eher unspektakulär, aber ein feiner, angenehmer Ort mit Sitzbänken und ich lungere eine Weile herum, bald 18 Uhr, was tun? Hier zelten? Wind pfeift. Grillhütte nebenan, da könnte ich auch pennen.

Noch zwei Stunden hell. Nicht müde, noch hungrig, was sollte ich hier tun? Zwanzigtausend Meilen unter dem Hunsrück, scherzt mein innerer Julesvernisator, Reise zum Mittelpunkt des Landes …

Ich schwinge mich wieder aufs Radel und schufte mich auf fast identischer Strecke zurück nach Simmern, knapp zwanzig Kilometer, aber hey, nun gehts viel leichter. Da merkt man im Ab erst einmal, wie anstrengend das Auf gewesen wäre, wenn man den Schmerz und die Mühsal zugelassen hätte.

Gegen Dunkelheit treffe ich auf den Schinderhannes-Radweg, 39 Kilometer Bahntrasse von Simmern nach Emmelshausen. Auch er stand auf meinem Tourplan als Option und da er parallel zum Rhein führt und ich später Richtung Sankt Goar absteigen kann, schlage ich die Route ein.

Garniert mit einer Panne. Die Kette rattert, das Rad fühlt sich schwammig an und ich bemerke, dass ich zwei der vier Befestigungsschrauben verloren habe, mit denen das kleinste Kettenblatt verschraubt ist. Das ist noch nicht dramatisch, da die Bahntrasse keine nennenswerte Steigung hat, aber spätestens auf der anderen Rheinseite erwartet mich ein barbarischer Zahnradbahnradweg … Hoffen also, dass ich in Kastellaun einen Radladen finde, wo man mir solche Schrauben verkaufen kann.

Just vor Niedergang eines Regenschauers steht das Zelt auf einer Wiese am Bächlein Külz.

Mittig von vorn nach hinten laufender Radweg, im Hintergrund Schlossmauern, rechts und links Gebüsch.
Rad vor Schloss
Die untern Zweidrittel des Bildes zeigen Wasser, in dem sich der Hintergrund und der Himmel des oberen Bilddrittels spiegeln. Hügel rechts, Wald links, darüber wolkiger Himmel, im Vordergrund Seerosen oder anderes Grünzeug im Wasser schwimmend.
Am Rhein bei Bingen
Mittig von vorn nach hinten verlaufender Radweg. Ganz vorn die auf Metall geprägte straßenbreite Schrift ‚50 GRAD NÖRDLICHE BREITE‘, dahinter das Rad quer auf der Straße, rechts und links Gebüsch und Wiese.
Am 50. Breitengrad
Mauer aus Natursteinen mit drei unterschiedlich hoch hängenden Hochwassermarken aus unterschiedlichen Jahren, die neueste und höchste scheint die vom März 1988 zu sein.
Hochwassermarken
Hofplatz mit Steingarten, in welchem ein rundgeschnittenes Bäumchen steht, daneben auf einer Stange unter einem Macdonalds-Logo die Aufschrift Regionalverwaltung Hunsrück. Dahinter ein helles Backsteingebäude mit roten Zierelementen und roter Eingangstür.
Hunsrück, die Regionalverwaltung
Ein schwarzer Kunststoff-Ochse mit roten Hörnern und roter Werbeaufschrift, der auf einem flachen Autoanhänger steht, auf einer Wiese, im HIntergrund ein flaches Gebäude und Bäume, unter blassem Himmel.
Ein Werbe-Ochse
Gelbes, leuchtturmartiges Gebäude in der hinteren Bildmitte. Davor die Straße, mittig von vorn nach hinten, ganz vorne zwei auf den Teer gemalte Fußgänger:innen, auf dem Kopf stehend. Links von der Straße Wiese, rechts Gebäude und Bäume. Der Himmel ist bewölkt.
Gelber Turm
Ein kurzer, aber mit fünf Deckenlampen gut beleuchteter Tunnel in der Bildmitte. Oben drüber und drumrum ist er von Bäumen und Sträuchern bewachsen, eine schmale Teerstraße führt von vorne nach hinten mittig durchs Bild.
Durchgang

Klaus oder Wolfgang und die Schublade der Weisheit – #UmsLand Tag 3

Die Autobahn hatte ich bei der gestrigen Lagerplatzsuche nicht bedacht. Beständiges Hintergrundrauschen mit Blick über den Rheindamm auf die Sehenswürdigkeit oberhalb Ingelheims, ich meine irgendein Turm, vielleicht Hindenburgturm? Später mal die Suchmaschinen fragen.

Ich hatte nicht bedacht, dass sich ab Ingelheim das Land zwischen Rheinaue und Autobahn, gen Bingen zu, immer mehr verjüngt, der Radweg in den Obstfeldern sich der Straße nähert und einem der Lärm mehr und mehr auf die Pelle rückt. Egal. Die Nacht war okay, der Schlaf löchrig, aber gut. Es regnete sogar ein bisschen, was einem normalerweise, radelnd unterwegs, ein Graus ist. Dieses Mal nicht. Zu groß die Trockenheit, der Durst, das Verlangen nach Veränderung.

Eben jenes Verlangen nach Veränderung, das vielleicht in jedem von uns steckt, hatte mich gestern hierher katapultiert. Über hundert Kilometer auf dem Tacho. Die Oberrheinische Tiefebene per Rad rollt zwar wunderbar, aber sie ist auch auf charmante Art monoton. Faszinierend die Durchradelung dreier großer Städte, von denen Ludwigshafen an Qualität der Radwege, Sicherheit und sogar Schönheit am besten abschneidet. Es ist allerdings auch mehr eine Umradelung der Stadt durch den Altrheinarm Maudach. In schönfeinkleiner lullifulli-renaturierter Wäldchenwelt umschifft man gekonnt den Molloch der großen Chemie und anderer Fabriken. Worms ‚The Worst‘ ist dagegen die Hölle. Industrie, Staub, Dreck, Tonnen von Dieselruß am dicht neben der Bundesstraße geführten Radweg, Holperstrecken ohne Ende, apathisch verkommen, aber, na ja, das hat irgendwie auch etwas. Radelsadomasospielchen mit großen Städten.

Unterwegs rufe ich meinen Freund QQlka an und verabrede mich am Fischtor in Mainz mit ihm. Halb fünf. Nicht ahnend, dass ich noch gut vierzig Kilometer bis dorthin habe. Kopf runter und strampeln. Ich bin, wie letztens erwähnt, etwas zwiespältig, diese von Erinnerungen durchwirkte Strecke, die ich so oft radelte, zu erkunden. Wie Blitze zucken Erinerungen an Erlebnisse der letzten zwanzig, dreißig Jahre, nicht immer schön, wehmütig, ja, aber auch Gutes, natürlich.

Auf dem Radweg kommt mir ein Mann entegen mit monströs schwerem Fahrrad und Anhänger, selbst gebaut mit viel Alu und Schubladen und zack, Erinnerung an den Radler, den wir 1995 in unserer Oppenheimer WG eingeladen hatten. Wie hieß er noch, Klaus, oder Wolfgang? Klaus oder Wolfgang hatte eine Schublade in seinem Anhänger, ein kleines Fach, von außen zugänglich, das er jeden Tag öffnete und eines der Karteikärtchen herausnahm, die sich darin befanden, die Weisheit las, die auf dem Kärtchen geschrieben stand, und es wieder in die Kartei zurücksteckte. Sein Anhänger wog 150 Kilo. Klaus oder Wolfgang war etwas anstrengend, erzählte viel, hielt die Gesprächslonge, an der er einen führte streng und kurz, weshalb ich mich hütete, ihn anzusprechen, ob er Klaus oder Wolfgang heißt und 1995 in einer Oppenheimer WG zu Gast war.

Das Binger Loch des Vergessens scherze ich später am Fischtor mit Freund QQlka, da will ich heute noch hin. Er hatte zwei Einmachgläser selbst gebrühten Tees mitgebracht. Wir schlürften, schadronierten über früher und jetzt und umschifften gekonnt die Klippen des Pandemiethemas, an denen wir, jeder mit seiner Sicht, nicht zerschellen wollten. An einer Mauer neben uns stand geschrieben: Seefahrt ist Not. Im Rheinauf und Rheinab der Transportschiffe, Motorboote und Aquascooter verging die Zeit und hinter uns auf der Promenade flanierte die Stadt, joggte und ganz besonders hervor stach ein Junge auf einem E-Roller, der auf dem Rücken ein Musikdingsi trug, groß wie ein mittelalterlicher Tornister, aus dem laute Musik schallte. Ghettoblaster 2.0 sozusagen.

Gegen Sonnenuntergang dann raus aus der Stadt über den katastrophalen und extrem gefährlichen Radweg an der Rheinallee. Hatte Mainz still die Absicht, mit dieser kilometerlangen, geraden, von Bordsteinen durchwirkten und mit Laternenmasten mitten im Weg gespickten Piste, Worms den Rang der miesesten Stadtdurchquerung auf der Rheinland-Pfalz-Radroute abzunehmen? Erst bei den Kleingärten in Budenheim wurde die Strecke wieder erträglich. In Budenheim versorgten mich die Feuerwehrleute in ihrem Spritzenhaus mit Trinkwasser und ab der Held, in den Sonnenuntergang reitend entlang des Rheindamms.

Am Verkehrsmuseum Speyer die unheimliche Boeing auf Stelzen, die fast so hoch wie der Dom über der Stadt thront, vorne Straße und Zaun, darüber Blauhimmel
Tag 2: Am Verkehrsmuseum Speyer die unheimliche Boeing auf Stelzen, die fast so hoch wie der Dom über der Stadt thront
Schattenwurf des Künstlers samt Fahrrad auf rotem Klinkersteinboden. Im Hintergrund der Unterteil einer Skulptur und noch weiter hinten Menschen auf der Straße.
Tag 2: In Speyer: Künstlerschattenselfie mit Rad
Lange Hauswand, die sich mittig quer durchs Bild zieht. Darauf gemalt sind ganz unterschiedliche Menschen bei unterschiedlichen Tätigkeiten. Darüber Dach, dahinter Bäume und Blauhimmel. Im Vordergrund Wiese und ganz vorn die Straße.
Menschen am Radweg
Hausmauer, durchbrochen von drei mit Backsteinen verschlossenen Fensterlöchern und einer Holztür, die unbenutzt aussieht. Im Vordergrund zugewuchertes Gebüsch.
Du kommst hier nicht rein!
Gelbgestrichene Backsteinwand. Links im Bild Autobahwegweiser nach rechts zeigend. Rechts im Bild Absolutes Halteverbot neben einer Straßenlampenstange, an der ein Fahrrad lehnt. Vorne Straße.
Halten verboten
In der Bildmitte ein mit Wolle kringelig bunt eingestricktes Fahrrad als Kunstobjekt. Auf dem Platz vor einem Holzhaus stehen weitere Kunstobjekte. Dahinter ein ausladender Baum.
Winterfestes Fahrrad
Autobahn-Rheinbrücke zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen von unten betrachtet. Ein Holzste4g im Wasser. Darüber Blauhimmel.
Am Rhein bei Mainz
Radweg mit gutgemeinten Bäumchen bepflanzt, die den Weg schmal machen. Links im Bild Häuserfront, davor Hecken, rechts Autostraße, darüber Blauhimmel und Stromkabel.
Mainzer Radweg
Am Ende einer Mauer aus Natursteinen, die von hinten nach vorn das Bild halbiert, steht eine menschliche Skulptur aus Metall. Die Figur hält sich, wie zum Gruß oder Fernblick, die linke Hand an die Stirn. Rechts im Bild Straße und Häuserfront, darüber Blauhimmel, links Steinboden.
Wer guckt denn da?
Im Gegenlicht sind in der Bildmitte zwei Menschen auf einer Anhhöe zu sehen. Die obere Bildhälfte zeigt den lilablauen Himmel bei untergehender Sonne, die untere Bildhälfte eine Art Deichmauer für die Straße, auf welcher die Menschen stehen, rechts und links davon hüglige Wiese mit Bäumen bewachsen.
Was der in den Sonnenuntergang reitende Held so sieht …

Von Niederschlettenbach nach Altrip #UmsLand Tag 2

Schon eine Weile im Sattel. Neunuhrfrühe Welt. Neunuhrfrühe Welt südlich von Ludwigshafen. Das Zelt stand heute Nacht fast direkt gegenüber einem Campingplatz, stelle ich fest. Hinterm Deich kriegt man das Treiben in der Welt nicht mit. Alleine mit Tieren, die mich nachts aus dem Schlaf schreckten, Laub raschelnd, in Gedanken sicher viel größer als in Wirklichkeit. Vielleicht Igel? Irgendwas schmatzte und ich schlief wieder ein und gegen Dämmerung begann ein Dieselmotor auf dem Altrheinarm zu brummen.

Es deutschlandfähnelt auf den Campingplätzen. Mannigfaltige Schwarzrotgelbs, mal zerfetzt, mal stramm gestellt wie so eine Mondflagge, meist aber schlapp im Wind hängend. Der gestrige Sturm hat sich gelegt. Viele leere Fahnenmaste auf einem geradezuen Spalier aus Campingplätzen in der Gegend um Altrip lassen Übles befürchten für die Hochsaison. Dann weht hier ein Fahnenmeer ohne Gleichen. Auch fremde Flaggen sind dabei. Eine spanische. Und Europaflaggen. Dennoch finde ich, dass dieses Rumgeflagge auf engstem Terrain sehr seltsam ist. Beklemmende Enge, wie überhaupt viele Deutsche Campingplätze eher so wirken wie eine Adaption des Schweinemast- und Schweinehaltungsprinzips an die Bedürfnisse des Tourismus und der Wochenenderholung. Jeder hat seine feine kleine Zelle und wenig Freiraum, den er sich im Innern seiner Parzelle selbst vorgaukeln muss. Man könnte sagen, wir haben es nicht anders verdient. Es ist sozusagen ein Wesenszug, alles durchzuoptimieren in unserer streng getakteten Welt. Fleischproduktion wie auch die Produktion von Erholung.

Der gestrige Tag war kompliziert. Ich hätte beinahe aufgegeben, oder besser gesagt, wenn ich nicht der Ich von gestern, also aus dieser Zeit, gewesen wäre, sondern ein jüngeres, unerfahreneres Ich vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren, dann hätte ich die Tour aufgegeben. Verflixte Psyche. Der Körper kurbelte tadellos schon früh die ersten zehn Kilometer rein nach Weißenburg in Frankreich, was sehr beklemmend war so früh morgens. Wie ausgestorben. Die Pandemie? Normal? Etwas anderes passiert, wovon ich nichts weiß? Der aufkommende Sturm tut sein übriges. Starker Westwind bläst mich raus aus der Stadt, zurück nach Deutschland, wo ein Forstweg kilometerweit geradeaus in den Bienwald führt und er mündet schließlich in einer schmalen Teerstraße und mehr Sturm und die Fetzen fliegen und von den Bäumen rasseln Fichtenzapfen und andere Früchte wie Geschosse, so dass ich den Helm aufziehe, den Schirm ganz weit ins Gesicht ziehe. Augen zu und durch.

Der Bienwald war der Sehnsuchtswald meines Vaters, muss ich daran denken, und wenn ich den Wald so betrachte, der Vater hatte recht. Auf den ersten Blick eher langweiliges, flaches Ding, wirkt unterschwellig eine ganz besondere Atmosphäre, die ich mir nicht erklären kann. Die Gedanken an meinen Vater, der vor drei Jahren starb, und mit dem ich zusammen oft diese Gegend durchradelte, machen mich ganz trüb, saugen mir alle Kraft aus den Knochen und wenn der Rückensturm nicht wäre, würde ich vieleicht liegenbleiben, mitten im friedlichen Bienwald.

Ich merke, dass es nicht gut ist, durch schon oft bereiste Gegenden zu radeln. Es handelt sich nicht nur um irgendwelche Landschaften. Meine beradelte Linie ist eine gottverdammte Erinnerungsstrecke und so leben so manche Begebenheiten der letzten zig Jahre wieder auf an diesem windumzausten Tag und ich sehne mich danach, möglichst schnell das alles hinter mir zu lassen. Schon kommt der Rhein. Nur noch 160 Kilometer bis zum Binger Loch und ich habe es geschafft, erreiche weniger von Erinnerungen belastete Strecken.

Durch Wörth entlang einer Hauptstraße und Deichweg, Deichweg, Deichweg und durch Speyer im Abendlicht vorbei am Verkehrsmuseum mit der unheimlichen Boeing auf Stelzen, die fast so hoch wie der Dom über der Stadt thront. Und der Dom, ich singe leise, mir losse de Dom in Speyer, denn do jehört er hin, muss lachen über meinen kleinen Witz. Will Wasser fassen. Unweit des Doms ist ein öffentlicher Trinkwasserhahn eingezeichnet in der Open-Cycle Map. Fehlanzeige. das Ding ist Plastikfolie ummantelt, gesperrt, abgestellt. Was los, Speyerer Tourimusleute, wieso dreht ihr an Deutschlands meist befahrener Radroute den Leuten das Wasser ab? Würdet Ihr auch auf der A7 alle Tankstellen dichtmachen?

Ein gnädiges spätes Putzteam lässt mich kurz bevor sie ihre frisch geputzte öffentliche Toilette für die Nacht abschließen, doch noch Wasser zapfen.

Raus aus Speyer vorbei an einem renaturierten, mit Solarzellen bedeckten Müll-Berg, also einer ehemaligen Deponie und Deichweg, Deichweg, Deichweg … der Wind lässt nach und auch die Wucht der Erinnerungsstrecke lässt ein wenig nach. Zum Glück

Begegnungen
Ein italienischer Rentner, der früher ein Restaurant betrieben hat, radelt eine Weile neben mir her und feiert das Radler- und Rentnerleben. Pawlowesk kriege ich Lust auf Pizza, etwas mit Peperoniewurst oder Vierjahreszeiten.

Ein behäbiger Deichinspekteur, der seinen Hund Gassie führt und die Vorzüge des Öffentlichen Dienstes lobpreist gegen die Arbeit, irgendwo in der Industrie, die er zuvor gemacht hatte, die Schrauben werden immer härter angezogen.

Ein Hut? War das ein Hut neben dem Mann mit dem Fahrradanhänger, der irgendwo außerhalb von Germersheim am Radweg sitzt und ruht? Ich radele zurück, tatsächlich, ein Hut, in dem ein paar Münzen liegen und eine Schale Wasser für das Hundchen und der Mann erzählt, er will nach Bourg-en-Bresse. Bukarest, frage ich. Neee, Bourg-en-Bresse, in Frankreich. Ich verstehe. Er fährt nur zwanzig Kilometer am Tag, der Weg ist weit und er muss über die Enz und die Seine dahin und entlang der Rhône und eine Bekannte hätte ihn ja abgeholt, aber irgendwas war, wie auch immer, eine teure Reparatur am Radel, der Reifen des Anhängers und nun kein Geld mehr. Geschichte hin, Geschichte her, wahr oder erfunden, Tatsache ist, dass vor mir ein Mann sitzt, der viel zu wenig Geld hat und schon gar kein regelmäßiges Einkommen, also werfe ich ein paar Münzen in den Hut und erinnerte mich an die Fünfeuroscheine, die doch noch im Geldbeutel waren, einen könnte ich abgeben, durchsuche das Scheinefach, doch da ist nichts und krame weitere Münzen heraus, ist doch egal, der Mann kanns gebrauchen und ich habs hier, das Geld. Außerdem fummele ich einen Müsliriegel aus der Tasche. Im Nachhinein etwas grübelnd, denn der Mensch hatte keine Zähne. Mac heißt der Hund, nicht Julius, wie es auf dem Halsband steht, das sei nur die Marke, und das Hundchen blickt treu und traurig. Im Anhänger befänden sich vierzig Kilo Hundefutter.

Wasser, ich brauche dringend Wasser jenseits von Germersheim. Der Wasserhahn beim Wohnmobilstellplatz in der Festungsstadt funktionierte nur mit Geld. Durstend raus in die Dörfer, Deichweg, Deichweg, Deichweg, Dorf, endlich, Mann mit Müllsäcken vorm Haus und, ja, aber natürlich kriegst Du Wasser. und er geht rein, füllt ab, kommt raus und gestikuliert mit Daumen und Zeigefinger, unten hab ich soviel Jack Daniels reingefüllt, und lacht verschmitzt und erklärt mir den Weg.

Dachgibel eine Restaurants an der französischen Grenze. Restaurant au Cerf steht auf einer vergilbten Tafel, auf einer anderen Fischer und Chez Margot. Über dem Gibel dichtwolkiger Blauhimmel.
Kleiner Abstecher nach Frankreich
Korbballkorb zwischen zwei hohen Mauern aus hellrötlichen Natursteinen. Im Hintergrund Bäume.
Einsamer Übungsplatz
Mit Bauernmalereiblumen in rot-blau-orange-Tönen bemalter, rosa grundierter Fensterladen, in einer blaustichig-weißen Wand. Der Laden ist orange umrahmt.
Fensterladen
Rostiger Seepferddrache aus Metall auf hellblauem Metalltor oder -laden.
Seepferddrache – oder so
Steinernes Kruzifix auf Steinsockel mit einer blaugewandeten Maria in stehender Gebetshaltung unter dem Kreuz. Dahinter ein Gebüsch und darüber ein dramatisch bewölkter Blauhimmel.
Die Leidenden am Wegesrand
Lastwagen-Seitenfront in den Farben Gelb und Blau bemalt. Stilisierte Umrisse einer Comicfigur.
Was fahren kann, fährt
Drei nebeneinanderstehende Spitzgibelhäuser. Das Mittlere mit roten Zierelementen, die andern beiden grau respektive braun. Darüber Blauhimmel.
Wohnen in Wörth
Holzsteg, der in den Fluss ragt. Im Fluss schwimmen Seerosenblätter. Am andern Ufer Bäume, darüber wolkiger Blauhimmel.
Steg in den Rhein rein
Direkt am Fluss: Links und rechts Bäume, die übers Wasser ragen. In der Bildmitte ein abgebrochener kahler Ast, der sich im Wasser spiegelt. Der Himmel ist milchig-blass.
Am Rhein
Eine Phallanx von verschiedenen Bäumen, die sich im Sturmwind vor Blauhimmel nach links im Bild neigen.
Bäume im Sturmwind
Das Reiserad steht an einem Wegweiser der nach Wörth links und nach Speyer rechts zeigt. Im Hintergrund Bäume und Wiese.
Wegweiser zwischen Wörth und Speyer
Gelber Baustellenkran auf einem Floss im Rhein. Dahinter Bäume unter Blauhimmel, im Vordergrund kiesiger Strand.
Baustelle im Fluss
Großer gelber kürbisförmiger Stein, aus dessen Mitte Gras wächst, liegt inmitten von Wildkräutern
Kürbis oder Stein?
Selbstgemaltes Verbotsschild, das Hunden hier das koten verbietet, angeschraubt an Metallgitter vor einem dahinter verschwommen sichtbaren Gehöft
Hundedarmerleichterungsverbotstafel
In der Bildmitte fragil aus wenigen Stangen gebauter Hochsitz mit Hocker zuoberst. Hochsitz steht auf leerem Acker, im Hintergrund Wiese, Wald und darüber Blauhimmel.
Hochsitz

Liebe Grüße aus der Homebase | #UmsLand Tag 2

Diesmal ist alles anders. Diesmal fummle ich nur im Hintergrund rum. Diesmal werde ich mich nicht täglich zu Wort melden, nur da und dort im Hintergrund ein bisschen was mit Bildern und Tracks schrauben.

Anders ist, dass ihr diesmal der Bildergalerie und der gefahrenen Strecke allabendlich oder wann immer ihr Lust habt, sozusagen beim Wachsen zusehen könnt. Sie ist interaktiv.

Was Irgendlink im Frühling während seiner Schreibtischreise ausbaldowert und am heimischen Rechner praktiziert hat, wird jetzt das erste Mal unter Reisebedingungen in die Tat umgesetzt. Ein spannendes Werkzeug hat er da entdeckt!

Screenshot der Karte mit der Streckenführung, integrierten Bildern und einer rechtsseitigen Infotafel
Screenshot der Karte

Zur interaktiven Karte mit integrierter wachsender Bildergalerie gehts hier lang. Die rote Spur ist die seit gestern erradelte Strecke, die Bilder bei den grünen Stecknadeln werden standortgenau in die Karte integriert. Wir aktualisieren das, wann immer wir Zeit haben.

Ich freue mich auf eine spannende, inspirierende, beglückende, anregende Grenzerfahrung UmsLand Rheinland-Pfalz 2020!

Liebe Grüße aus der Homebase
Eure Sofasophia aka SoSo