Tag 69 – Bilder

In Langesund am Hafen … groß auf pixartix_dAS bilderblog – Link durch Draufklick.

Spuren auf einem Feld bei Kaupang (groß mit Draufklick)

Die E18 Neubaustrecke beim Paulentunnel

Wie die Deutschen ihre Garagentore bemalen, verzieren die NorwegerInnen ihre Briefkästen, die meist für eine gesamte Siedlung von weit verstreuten Häusern zentral in Straßennähe angebracht sind. Sie sind fast immer unter kleinen Dächern an Bretter geschraubt.

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Tag 70 – die Strecke

Von Ula aus ist Irgendlink heute Richtung Fährhafen Horten gefahren, um morgen den Oslofjorden in Richtung Fredrikstad überfähren zu können. In Fredrikstad wird er bei Tone und ihrer Familie zu Gast sein. Tone hat mit Hanne zusammen die norwegische Pressemitteilung übersetzt und freut sich nun darauf, Jürgen ihre Heimat zu zeigen.

Tone og familie, takk for din vennlighet og gjestfrihet for Jürgen. Ser frem til dette besøket :-)

Diese Nacht campiert Irgendlink auf dem Camping in Borre, sechs Kilometer südlich des Fährhafens. (Streetview vom Camping: hier klicken).

>>> Ula, Camping – Borre, Camping: zum Kartenausschnitt der ungefähren Tagesetappe: bitte hier klicken!

Wurmloch nach Larvik

Am Morgen beschließe ich, mir Langesund anzuschauen. Irgendwie bin ich das dem Städtchen schuldig nach der freundlichen Einladung bei Ahne und Sylvie. Sind auch nur zwei Kilometer zurück, vorbei an den gelben Ölplattformstoßdämpfern. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fähre. Unrasierter Radler mit verdammt wenig Gepäck begegnet mir. Gordon aus Schottland, der ohne Zelt auf dem Nordseeradwerg unterwegs ist. Wie die meisten Menschen kann er sich die lange Auszeit von über drei Monaten, die sich Monsieur Irgendlink-loser-Vogel-Europenner gönnt, nicht leisten und macht den Weg in Etappen jährlich. Er steht unter Zeitdruck, weil er einen gebuchten Flug erreichen muss und keucht wegen der unstabilen Fährverbindungen. Ich gebe ihm die Telefonnummer von Risør, er sondiert die Lage, entscheidet sich, ins Landesinnere zu radeln nach Porsgrunn, um vielleicht einen Zug zu nehmen. Ich beneide ihn nicht, bin froh, um mein vollkommen freies Zeitkonzept, trödele im Hafen von Langesund, treffe einen deutschen Shanty Chor aus Wolfsburg. Männer und Frauen, die allesamt einen Fischerkahn besteigen und eine Kurztour durch die Schären machen – ich hätte können einsteigen und mitkommen. Fähren fahren erst ab 24. Juni zwischen Langesund und Helgeroa. So fotografiere ich die Stadt. Ein grüner Motor, ich nenne ihn das Monster, der vorm Museum steht, hat es mir besodners angetan. Ich mache zwanzig Hipstamatics von den Details, genau wie bei der Tankstelle neulich, um später eine coole Montage zu gestalten, Liebling, so sieht mein Künstleralltag aus. Ich tue es gerne.

Später liege ich erschöpft auf einer Parkbank bei der Diplom-Is-Fabrik in Brevik, Muskeln sind müde, ich bin es auch, verzehre das Lunchpaket, das mir Sylvie so liebevoll gemacht hat, ein lachendes Wurstbrot mit Eischeiben als Augen, haha, und über mir flattern die Fähnchen der Eisfabrik mit dem Eskimokind als Konterfei.

Neben einem bronzenen Denkmal des Soundso von Siam, der Anno 1917 die Stadt besucht hatte. Was er wohl gebracht hat? Handelsabkommen? Kooperation, Bilateralität? Und schon denke ich über den Egoismus meiner eigenen Kunst nach, wie sie so ganz und gar nur der eigenen Absicht folgt, nämlich den Weg zu gehen, wie ich ihn für richtig halte und ihn zu dokumentieren so gut es geht und ansonsten keine Kompromisse mit dem Leben einzugehen – könnte ich nicht irgendwas oder irgendwen in Bronze gießen und die Skulptur verkaufen an die öffentliche Hand, die sodann über Jahrhunderte auf dem Herzogplatz zuhause stehen und den stolzen, kupferoxidgrünen Bismarck anstarren könnte.

Wer oder was ist bedeutend genug, dass sich die Öffentliche Hand das Kleid anzieht, an dem du unsichtbar webst? Der Weg, meine Lieben, in seiner schweren Darstellbarkeit und in seiner individuellen Art und in seinem gnadenlos natürlichen Egoismus, mit dem er sich von dir, dir und dir, von jedem nur erdenklichen Individuum dieser Welt begehen lässt, ist jedenfalls ein schweres Kunstwerk, das man mit Bedacht umsetzen muss.

Mühsam schufte ich mich dreikilometerweise auf und ab, vorbei an Porsgrunn, pausiere und pausiere und pausiere und will so ganz und gar nicht in die Gänge kommen, bis mir bei Tveidalen ein abgewetzter Radler entgegen kommt, ob ich Englisch spreche und ich bereite mich schon vor, ihm 10 Kronen zu geben, die ich im Seckel bereit halte, eigentlich für den Clan aus Kristiansand und Arendal. Aber der vermeintliche Bettler erklärt mir nur, dass, wenn ich nach Larvik radeln wolle, ich heute die einmalige Gelegenheit habe, über die nigel-nagelneue E18 zu radeln, die sich von hier 12 km weit über Brücken und Tunnels fast geradeaus dorthin erstreckt. In der Mitte etwa gäbe es sogar einen Würstchenstand gratis, prophezeiht er.

Ich radele zur Busstelle hoch und kann mein Glück kaum fassen: vier Spuren nach Larvik, totenstill, ab und zu fährt ein Bus Interessierte bis zur Autobahnraststätte und die Organisatoren patrouillieren mit Kleinwagen, damit auch ja niemandem das Herz stehn bleibt. Ich jubiliere, fahre Schlangenlinie, radele auf der linken Spur, scharwenzele zwischen Lücken in der Leitplanke als frühberufener Geisterfahrer auf die Gegenfahrbahn. Hinter mir jagt ein Gewitter, was mich ganz kalt lässt, denn in den Tunnels kann ich mich unterstellen, falls es zu mir her zieht.

Auf dem Rastplatz bei der Varedsenbrücke herrscht Volksfeststimmung. Überall liegen, stehen, lehnen Fahrräder. In Pavillonzelten sind Informationsstände untergebracht, die über den Bau der Straße und die Geologie informieren. Ganz in der Nähe ist Norwegens größter Grabsteinbruch. Das hat mir Ahne schon erzählt. Und es gibt Schiefer usw. Die Gegend ist eine Art geologisches Kulturerbe. Eine Europakarte gibt Auskunft über die Geoparks europaweit. Eine zentrale Würstchenbude zieht eine lange Menschenschlange an. Ich will schon weiter radeln, als ich die pulsierende Frequenz der Schlange erkenne. Immer, wenn ein Bus neue Gäste auf den Parkplatz pumpt, schwillt sie an, und sie verebbt genauso schnell. Es gibt einen Eisstand, einen Cola/Limo-Stand, Kaffeestand, so dass es mir schwer fällt, zu entscheiden, in welche Warteschleife ich mich einsortieren soll. Alles kostenlos. Klar: wer eine Milliarde Kronen für eine neue Straße ausgibt, für denn muss es sich bei fünf Kilometern Freiwurst und tausend Litern Cola, Kaffee und einer halben Tonne Eis so anfühlen, wie wenn unsereiner 10 Kronen an einen Bettelclan spendet.

Für einen Moment stehe ich still im Treiben und werde mir bewusst, dass diese Straße, dieser Ort nie wieder so friedlich sein wird wie jetzt. Wie viele Menschen werden schon bald erschöpft oder mit übervoller Blase hier einfahren, hinüber hechten zum Rasthaus, aufs Klo, und dann weiter weiter weiter, nur eins, ihr Tagesziel im Kopf?

Mein Tagesziel? Hinter Larvik, hatte ich mir morgens überlegt, hatte es mittags revidiert wegen der müden Muskeln. Es würde schwer werden, die vierzig Kilometer von Porsgrunn über Helgeroa zu radeln, einen Kreuzberg nach dem anderen, zehn mal dreißig Höhenmeter in kleinen Scheibchen, so dass es, bis ich dieses Wurmloch entdecke, so aussieht, dass ich irgendwo zwischen Helgeroa und Larvik zur Ruhe komme.

Irgendetwas räumt mir den Weg frei. Am Ende der neuen Straße erklärt mir ein Einweiser, der die Autotouristen auf den Parkplatz lotst, wie ich am ruhigsten nach Larvik reinfahre. Das ist nämlich gar nicht so einfacch. Logischerweise mündet das neue E 18-Stück auf die monströs befahrene bestehende E 18. Aber ich könne nach zweihundert Metern links und dann parallel zum Fluss in die Stadt radeln, erklärt mir der Einweiser.

In Larvik radele ich durch die Gassen. Feierabendstill. Ein blonder Typ spricht mich an, ob er ein Foto dürfe, er sei ein Medienmensch, hum, seltsam. Dennoch sage ich ja. Ist ja okay. Gelb gekleideter Radler vor Larvik. Vielleicht schickt er mir das Foto per Mail.

Raus aus der Stadt. Über ruhige Straßen. Meine Kräfte sind zurück. Ich stelle fest, ich bin ein Abendradler. Ab 17 Uhr läuft es meist bestens. Das sollte ich beherzigen. Morgens schreiben, abends radeln.

(sanft redigiert und gepostet von Sofasophia)

Die große Fjordpumpe

Sonntag in den Schären. Unsichtbar liegt Oslo, Moloch im Nordosten, wenn man Jo Nesbøs düsterem Bild folgt, das er in seinen Harry Hole-Krimis zeichnet. Eine Stadt voller Gefahren, voller Menschen, die repräsentativ der Normalverteilungskurve folgend mal reich, mal arm, mal erfolgreich, mal gescheitert in der charmanten Hauptstadt wohnen. Und jeder von ihnen hat ein Häuschen in den Schären rings um den Fjord.

In der Tat durchradele ich ein unauffällig unterschwellig dicht besiedeltes Land, was aber nur dann auffällt, wenn die große Fjordpumpe anspringt: freitagsabends, samstagsvormittags pumpt sie die Menschen aus der Hauptstadt in die felsige Küste Südnorwegens. Sonntags dreht sich die große Fjordpumpe andersrum und die Wochenendgegend leert sich. Sonntagsnachmittags überholen mich hunderte Audis, BMWs, Mercedes‘ mit den Fjordheimkehrern auf der schmalen Küstenstraße. Valle mit seinem Hafen, über den man auf die Inselchen gelangt, hat einen offenen Supermarkt, Souvenirsläden, ein bisschen Seefahrerschnickschnack als Dekor und das Dorf bietet hunderte Avgifts-Parkplätze (Abgabe, das heißt, kostenpflichtig) auf kleinen Wiesen, die zwischen den Felsen hergerichtet wurden, um die vielen Wochenendstouristenautos zu parkieren.

Im Restaurant Valle trinke ich einen Caffè Latte für 32 Kronen, zielstrebig habe ich eine der beiden Steckdosen des Ladens ausgekundschaftet, setze mich an den Tisch daneben und lade für eine Stunde iPhone und Akku. Das ist Crank 3, denke ich. Wenn ich ein normaler Urlauber wäre, würde ich das Immerverfügbarkeitssyndrom für krankhaft halten. Da ich aber Kunstarbeiter und Datenbeschaffer bin, finde ich es nur legitim, ständig für Strom zu sorgen, ständig erreichbar zu sein, wo auch immer es geht, ins Internet zu kommen, Texte zu schreiben. Ich bin eine Art Kunstmaschine geworden. Ein zeitgenössischer Datensammler mit rudimentär installierter Schnittstelle zur direkten Publikation.

Ich erwarte Besuch aus Zweibrücken. Eigentlich wollte ich Lars und Daniela aus meiner Heimatstadt in Helgeroa treffen, wo sie ihre erste Nacht in Norwegen verbringen. Sie radeln gegen den Uhrzeigersinn auf dem norwegischen Nordseeradweg bis nach Bergen. Wegen der beiden nicht fahrenden bzw. verpassten Fähren am Tag zuvor, musste ich fünfzig Kilometer mehr um die Fjorde radeln. Wir treffen uns kurz nachdem ich die wohl extremste Steigung des Nordsseküstenradwegs erschoben habe: in Etappen mit etwa acht kurzen Verschnaufpausen erklimme ich schiebend mit Geishaschritten den Hervikbakken. Etwa drei bis vier Kalköfer Wege steil. Gefühlt dreißig Prozent plus X. Man hat sogar Warnschilder vor dem Steigungsstück aufgestellt, die eine Radler auf schiefer Ebene zeigen.

Kurze Zeit später begegnen mir Lars und Daniela und wir legen eine kleine Hallo-wie-gehts?-Pause ein an einer Spitzkehre an serpentinöser Straße. Umarmung, Gutwetterteilen, Hälfte der kaum dramatischen Regenschauer im Gepäck radelt jeder in seine Richtung weiter.

An die vielen kleinen Steigungen werde ich mich wohl nicht gewöhnen. Sie zermürben mich. Zum Glück habe ich Demut gelernt. Schicksalsergebenheit, sich abfinden mit dem, was sich nicht ändern lässt. Insgeheim bastele ich an einer Südnorwegen-Faustformel, die besagt, pro drei Kilometer Fahrstrecke musst du ca. dreißig Höhenmeter hoch und wieder runter. Steigung ca. sechs bis acht Prozent, meist fahrbar, mal mehr, mal weniger. Eine Faustformel, die vielleicht Gültigkeit hat. Somit lässt sich auf die Drohung erklären der beiden deutschen Radler, die ich in der Nähe von Stavanger getroffen hatte, dass sie am ersten Tag von Larvik aus tausendsiebenhundert Höhenmeter erradelt hatten.

Ich weiß gegen die zermürbende Unabänderlichkeit nur ein Mittel: um ohne Schwierigkeiten voran zu kommen, darfst du nicht vorankommen wollen. Hör auf, mit den Augen die Spitze der nächsten Steigung versuchen herbeizuzerren – sie kommt nur, indem du ohne darüber nachzudenken, loskurbelst. Nennt mich „Erster-Gang-Irgend“.

Immer wieder Pausen. Fotos hie, Fotos da. Mit einem deutschen Paar schwätze ich ein bisschen, sie sind per Wohnwagen unterwegs, haben Räder mit, stöhnen ob der fiesen Steigungen – ich mache ihnen Mut: es sei nicht mehr weit. Ich hätte auch sagen können, es hört nie auf mit den Steigungen. Till Eulenspiegel kommt mir in den Sinn, wie er bergab weint und flucht und berghoch jubelt. Diese antike Schwarz-Weiß-Welt-Schönfärberei. Nach dem hundertsten Abwärts und Aufwärts würde auch ihm sowohl lachen, als auch weinen vergehen.

In Langesund erklärt man mir, das Shanty Festival hätte ich verpasst, Seemannschöre europaweit haben daran teil genommen, auch deutsche. Am Ortseingang steht ein Radlerzähler. Ich bin Nummer 91 für diesen Tag. Im Hafen fotografiere ich gelbe Stahlrohre mit Haken und unterarmdicken Schrauben. Ein Spaziergängerpaar wundert sich über mich, wir grüßen, hundert Meter weiter überhole ich sie wieder, wir reden ein paar Worte, sie erklären mir den Weg zum nächsten Campingplatz bei Porsgrunn. Ich radele weiter, sie rufen mich zurück, ob ich nicht bei ihnen übernachten wolle, in einem echten Bett.

Ahne und Sylvie. Sie haben Söhne in meinem Alter, sind oft in Deutschland, und in Italien auf Urlaub. Irgendwoher schickt mir dieser Tage jemand jede Menge Engel. Fast so, als würde das Schicksal mir den Weg frei räumen – habe ich in England und Schottland quasi in die Rentenkasse des Schicksals ordentlich einbezahlt in Form von Regen, Sturm und Kälte, bin ich nun in Norwegen als Pensionär der Vorsehung unterwegs. Es gibt traditionelles norwegisches Abendessen: Pellkartoffeln, Kohl und Frikadellen. Ahne erzählt mir das Geheimnis der gelben Stahlpuffer. Es handelt sich um eine norwegische Erfindung, Stoßdämpfer für Bohrinseln, die in Langesund hergestellt werden. Überhaupt durchradele ich gerade eine der industriellsten Gegenden des Landes mit riesigem Hafen in Prosgrunn und Skien, fast zehntausend Arbeitsplätze in den Fabriken rund um das Fjordegeflecht.
Der Erfinder der Ölbohrinselstoßdämpfer sei ein wunderbar komischer Kautz, der schon mal seinen Kanarienvogel mitsamt Käfig mitnimmt zu Einkaufen im Supermarkt, herrlich schillernd stelle ich mir den Kerl vor.

Auch über Norwegen an sich lerne ich ein bisschen, die Sache mit dem Öl, dem Reichtum und den Problemen für die Zukunft, die sich ergeben könnten, denn das schlimme Los des Reichtums ist doch: wie setze ich ihn sinnvoll ein, wem lasse ich ihn zukommen? Investiere ich ins Jetzt und haue alles auf den Kopf, oder versuche ich voraus zu schauen und investiere in die Zukunft, lasse meinen Erben etwas übrig. Im Kleinen wie im Großen stellt sich diese Frage. Im Kleinen , denke ich mir, habe ich ohne Nachkommen und auch sonst mit wenigen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft ja leichtes Spiel.

Wieder einmal wir mir klar, wie zerbrechlich diese drei Monate Leben sind, die ich mir gönne. Kunstarbeit hin, Kunstarbeit her: als normaler Mensch mit gesellschaftlichen Wurzeln und materiell von mir abhängigem Anhang könnte ich so eine Tour nicht machen, ohne auch gleichzeitig das Endprodukt Liveblog und die Bilder zu vermarkten. Aber im losen freier Vogel-Zustand, den ich nunmal lebe, kann ich Bilder und Texte einfach so raushauen und eine feine Da-nehmt-nur-Idealwelt leben, hey, und ich bin immer noch überzeugt, dass es in einem von tausend möglichen Modellen für die Zukunft der Menschheit tatsächlich klappen könnte mit der nichtkommerziellen Produktion von Gütern und Ideen.

Ich schweife ab. Die Nacht in Langesund bei Sylvie und Ahne ist eine wahre Erholung. Die Hundertkilometer-Etappe vom Tag zuvor steckt mir noch in den Knochen mit ihren gefühlten durch drei mal dreißig Höhenmetern.

(sanft redigiert und gepostet von Sofasophia)

Tag 69 – die Strecke

Ich fahre Autobahn!, sagte Irgendlink bei seinem spontanen Unterwegs-Anruf im Laufe des Nachmittags.
Wie? Fährst du per Anhalter durch die norwegische Galaxis?, frage ich.
Nö, da ist bloß dieses neue Autobahnstück. Heute ist Einweihung. Darum ist der Abschnitt heute nur für Busse, Räder und FußgängerInnen geöffnet. Aber nun habe ich echt ein Problem. Was soll ich bloß tun? Mich zuerst beim Gratis-Cola- oder beim Gratis-Wurst-Stand anstellen? Oder gleich mit Eis anfangen?

Dass er den Campingplatz in Ula anpeile, schrieb er um sieben. Eben ist er dort angelangt und baut sein Zelt auf. Obwohl der Platz geschlossen ist. Idyllisch, schreibt er. Trotz der Mücken.

>>> Langesund – Ula, Camping: zum mutmaßlichen Kartenausschnitt der heutigen Radelstrecke: bitte hier klicken!

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Zweimal Streetview:
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