Schicksalsschlag

Herr Irgendlink hat heute einen Schicksalsschlag erlitten. Die Wunde musste er mit einem dreistelligen Frustkauf im größten seiner Art verarzten. Leider hatte Herr Irgendlink nicht die Mittel, ein sechsstelliges Pflaster auf die Wunde zu kleben.

Schnappschießend folgendes Foto, aufgenommen vor einem jener sinnlosen Schickimickiläden im größten seiner Art.

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Das größte seiner Art ist ein Designer-Outlet- Center. Der Schicksalsschlag Tod. Das Lebewesen, das nicht mehr unter uns weilt ein Tier, die Währung fürs Trostpflaster Euro, der Behälter für die Währung aus Rindsleder – in Gedenken an Jasmin, den putzigsten Kater der Welt.

Rundfunkfolter, Ohrenschwanzsuppe und Ohrenmaulsalat

Erschreckt stellt Herr Irgendlink fest, dass er der Erfinder der „Rundfunkfolter“ ist. Der einzige Treffer unter diesem populären Suchbegriff landet in Irgendlinks Weblog.

Was nächst? Wird Monsieur konsequenter Weise noch die Fernsehfolter, die Tageszeitungstortur und das Boulevardpressenmartyrium erfinden? Als Schöpfer des Kulturmasochismus gilt er spätestens, seit er sämtliche qualvollen Kulturveranstaltungen besucht und darüber schreibt – um des lieben Eurocents willen – die die Stadt Z. zu bieten hat.

Übrigens: sicher werden auch Begriffe wie Ohrenschwanzsuppe und Ohrenmaulsalat in den gängigen Suchmaschinen nur auf dieses Weblog leiten.

Bloß wer sucht schon nach Rundfunkfolter, Ohrenschwanzsuppe und Ohrenmaulsalat?

Der Duden muss einmal mehr neu geschrieben werden.

Auf die Knie!

Besser gesagt auf den Bauch! Von ganz unten im Schmutz des Feldwegs per Weitwinkel fotografiert: der Birnbaum östlich des einsamen Gehöfts. Aufnahme nur wenige Meter vom Birnbaum entfernt – Herr Irgendlink ist endlich in der Perspektive angelangt, die ihm entspricht – Mitten im Bild, im Schmutz der Straße.

Jürgen Rinck- Birnbaum 2008

Betonpranger – Maria vs. Moni

Was sind Autobahnbrücken anderes, als moderne Pranger, Betonpranger? Die Maria-Diffamierung wurde vor Kurzem mit olivgrüner Farbe überpinselt. In den Nebenrollen übrigens: Gabi und Micha.

Herr Irgendlink arbeitet an einer Fotoserie, Arbeitstitel „Böse Buben, böse Mädchen“, die den diffamierenden Klagespruch in verschmutzten Bahnhofsunterführungen thematisiert. Knallhart enthüllt der Künstler, wer mit wem fickt, und gibt schamlos die Namen all derer preis, die im Knast gesessen haben.

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