Erstes Gefühl: 2008 wird großartig.
Ich habe keine Glotze mehr. No, Glotze, no Cry – nein, liebe Glotze, weine nicht um mich. Heiliger als Sankt Martin habe ich sie heute verschenkt. Bis Juni werde ich mindestens zwei Monate radelnd, fliegend, jet-settend irgendwo in Europa verbringen. Das erste große Reisejahr seit 2000.
Vor Kurzem habe ich meine großen Reisen überdacht und festgestellt, dass 1992 (Island), 1995 (Nordkap) und 2000 (Andorra) die wirklich besten Jahre waren. Lange ausgedehnte Trips in einer großen weiten Welt. Satistiker, der ich numal bin, zeichne ich eine logarithmisch ansteigende Kurve, die mit dem Jahr 2008 (Italien) ins senkrechte zu wachsen scheint. Die Reiseabstände werden erschreckend groß: drei Jahre 1992-1995, fünf Jahre 1995-2000, acht Jahre 2000 bis 2008. Wird dies mein letztes großes Reisejahr? Dann sollte ich tunlichst daran setzen, dass die Reise nicht endet, denn Reisen, meine Lieben, draußen sein in der Welt, das dunkle Fremde ins Licht der Erkenntnis zu rücken, ist doch das Beste, was es gibt.
Und die Glotze: ich weine nicht um sie. Und sie, die Glotze kann überhaupt nicht weinen. Hanebüchene Vorstellung.