irgendlink

Weblog-Kompetenz seit 2001

Archive for the ‘zettelkasten’ Category

Messlatte

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Schon reut es mich, was ich da geschrieben habe im Artikel zuvor.
Du kannst nicht einfach die Messlatte hochlegen und dann dich weigern, darüber zu springen. Ab morgen wird täglich bis 22 Uhr im Atelier gearbeitet.

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September 6th, 2010 at 10:30 pm

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Keine Schwarzies und keine Roties

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Vorhin in der Bäckerei “Rossababa” vier 40g-Brötchen für 1€ gekauft. Sie heißen “Goldies”. Unverständliches Schulterzucken geerntet, als ich die Bäckerin frage: “Sind die Schwarzies und die Roties schon aus?”

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Juni 14th, 2010 at 12:20 pm

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Schiebefensterscheibeneinklemmnationalflaggenerfinder wäre ich gerne.

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Juni 7th, 2010 at 12:32 pm

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Etwas für den Zettelkasten:

Das Schöne und die Gier

Gefunden in meinem Hirn irgendwann letzte Woche.

Ich bin z. Zt. mehr off-, als online. Zum Schreiben keine Zeit (aber die Geschichte Das Schöne und die Gier schreibe ich irgendwann).

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Februar 1st, 2010 at 12:48 am

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Kontinente verlassen den Planeten

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Cousine Monika hat es gesagt in einem Kommentar bei Blinkyblanky, etwa so: “Die Kontinente verlassen den Planeten.” Notiz für den Zettelkasten – du musst dir nur vorstellen, das pelzige Asien und das freche Frettchen Europa und das von Kleintierneurosen geschüttelte Amerika, wie sie sich unnötigen Ballast aus dem Fell schütteln auf der aussichtslosen Suche nach einem besseren Planeten.

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Oktober 25th, 2009 at 11:03 am

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Gib mir ein Immer zwischen zwei Jetzt

vs.

Das Jetzt ist eine Insel im Immer

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September 23rd, 2009 at 9:56 am

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Ich weiß, dass …

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Nee, Quatsch: Ich habe vergessen, dass ich nichts weiß.

Erfunden zusammen mit Sofasophia und herzlich darüber gelacht.

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August 20th, 2009 at 9:37 pm

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Engelberts Peak

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Gestern noch einen Kommentar bei Engelbert geschrieben zum Thema Sport allgemein, Schulsport im Besonderen. “Schulsport ist Erstkontakt mit der Leistungsgesellschaft” schrieb ich. Dafür gabs denn einen Direktlink in mein Blog, was mir nun wieder mit den Statistiken zu schaffen macht. Engelberts Peak nenne ich das. Ein Link von Engelbert treibt nunmal die Statistiken von Ottonormalblogger in immense Höhen und man sieht sich dann an einem Abend mit dem Quantum an Reinguckern und -guckerinnen konfrontiert, die man normalerweise pro Woche oder Monat verzeichnet.

Im Schulsport hat man sich ja grundsätzlich mächtig angestrengt, weil man nicht schlechter sein wollte als die Anderen oder wenigstens nicht der Schlechteste. Diese seltsame menschliche Reaktion setzt sich ein Leben lang fort und wird erst am Grab enden. Dann hat man seine Ruhe.

Oft denke ich, wie es wohl wäre, wenn man sich statt der Beste sein zu wollen, schon gleich in der ersten Sportstunde zum Ziel gesetzt hätte, der Schlechteste zu werden, wenn man früh gelernt hätte, mit der Demütigung zurecht zu kommen, nur einer von Vielen zu sein und nur ganz ganz selten auch mal in einer Disziplin der Beste. Was man sich Mühen gespart hätte. Herausgekotzte Lungen beim 1000 Meter Lauf etwa. Hochroter Kopf, wenn man als letzter in die Mannschaft gewählt wurde.

Oder neuerdings: ein Blog zu führen, das niemand liest (ich bin ein fanatischer Vertreter der Meinung, dass es Weblogs um ihrer Selbst willen geben muss und nicht, weil viele sie lesen. Ein Blog, das nur von einem einzigen Menschen gelesen wird, ist es wert, geschrieben zu werden) … jaja, aber gerade das Statistikding macht mir Kopfzerbrechen. Je mehr dich lesen, desto mehr bist du versucht zu schreiben (die Leistungsratte dreht sich im Kreis und beißt sich in den Schwanz). Man könnte sagen, okay, Leistung bringt die Menschheit voran, macht Raumfähren, Medizin und Elektroherde). Aber könnte einen nicht auch der Müßiggang voranbringen? Sollte man nicht besser mal hie und da versagen, sich versagen, um ein gesundes Maß dafür zu gewinnen, dass man sich nicht überanstrengt. WozuWozuWozu? Diese kindischen Scheinwerte wie Siegerurkunden und gute Noten damals in der Schule, sie sind allgegenwärtig im richtigen Leben noch da. Für Orden haben sie sich in den Weltkriegen abknallen lassen und schlimme Dinge getan, diese Kinder. Für vielfältige Scheinwerte kämpfen wir im Berufsleben und tun Dinge, die wir niemals tun würden (kaufen uns Autos und Motorräder, die wir nur brauchen, um unser Selbst/Siegerbewusstsein aufzupäppeln) – das würden wir nicht tun, wenn wir den Leistungsgedanken nicht schon sehr früh verinnerlicht hätten.

Und das sagt Euch einer, der die 100 Meter in 11.6 gerannt ist, ein Gimpel, ein Naivling, ein Quotenrenner …

“Ich will meine Ruhe”, sollte man die Kinder lehren, “ich will letzter sein” oder noch besser, “ich will irgendwer sein und ich will nicht gewertet werden. Lasst mich in Ruhe ichen!”

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August 18th, 2009 at 10:47 pm

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Der Turmbau zu Bierbabel

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Rumgetrödelt. Und somit noch den Auftritt der Reggaerockers auf der Rockbühne an der Feuerwache Zweibrücken mitgenommen. Jetzt kommt die nötige Ruhe in die Radtour nach Süden. Man sollte nie ohne vorheriges Reggaerockers-Konzert in Urlaub fahren!

Ich will nicht allzu lobhudeln, aber die Band zeigte sich vor heimischem Publikum enthusiastischer denn je, Bühnenshow eine fünfundzwanzigjähriger als die andere absolut perfekt. Die Reggaerockers in ihrer Musikhauptstadt Zweibrücken. Großer Vogel sticht im Dämmerlicht gen Norden und göttlicher Kollege T. raunt mir im Konzertgetümmel ein Wort zu, weil wir dauernd Bier trinken und die Pappbecher vor einem dicken Mann auf einer Partybank stapeln. Das Wort heißt Bierbabel, sicher ein Großwort dieses Weblogs. Bierbabel, ich lasse es mir auf der Zunge zergehen, während die Reggaerockers den utopischen Musikplaneten Musopia fabulieren, auf dem alle Menschen hüpfen und auf dem ein ganz anderer Wind weht.

Es ist schon spät. Kollege T. und ich haben alle Kippen, derer wir habhaft wurden geraucht, nun schlummert T. firedlich auf der Künstlercouch, während ich diese Zeilen hacke. Jawohl. Ich habe es geschafft. Das Fahrrad innerhalb einer halben Stunde heute Nachmittag gepackt und noch einiges Wichtiges erledigt. Trübe dem verpassten Zeitplan hinterher getrauert, aber was ist das schon, einen Tag später, als geplant loszukommen? Früher, als ich noch mit Freund QQlka den Kontinent durchquerte, waren es Wochen, die sich unsere Reise verzögerte, weil wir mit den Finanzämtern im Clinch lagen, oder Nachlässe zu verwalten hatten. Kann ich nun sagen: wenn ich Morgen um zehn Uhr endlich in Frankreich bin, ist das doch eine Punktlandung mit gerade mal 16 Stunden Verspätung. Das soll mir die Deutsche Bahn mal nachmachen ;-)

Nachtrag: nun ist es schon fast elf. Total verpennt. Verhängnisvolles Bierbabel. Kollege T., der eigentlich um pervers sechs Uhr früh hätte arbeiten müssen, hat es immerhin geschafft, um zehn Uhr dort zu sein. Owner, falls Du das liest. T. trifft keine Schuld. Ich habe ihm die vielen Biere eingeflöst und ihn dann mit Witzen aus meinem Witzebuch “So lacht der Intellekt – Kompendium für unterhaltsame Seichtkonversation” bis spät in die Nacht vom Schlaf abgehalten. Ich schwörs. Mein Eid drauf.

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Juli 25th, 2009 at 12:37 am

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Wohin die Reise führt …

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Nachmittags gerate ich in Hektik, wie das oft geschieht kurz vor der Reise. Schäbig vernachlässigt habe ich sämtliche Vorbereitungen. Nichts ist gepackt. Die Künstlerbude ist in einem abscheulichen Zustand. Einen leisen Anflug von Ordnung vermittelt jedoch die Kiste mit schmutzigem Geschirr, die ich schon vor ein paar Tagen gepackt habe. Da ist kein Byte Speicherplatz mehr übrig und die Essensreste sind dermaßen verwittert, dass die Kiste aufgehört hat zu stinken. Überall liegen Klamotten. Auch das hat einen Vorteil: man sieht den Schmutz auf dem Boden nicht. Es ist an der Zeit, das Dreckloch endlich zu verlassen. In der Hoffnung, nach 14 Tagen auf Europas Straßen mit der nötigen Kraft zurück zu kehren, diesen abscheulichen Zustand zu ertragen. Ich habe lange gewartet, Prognosen zu stellen, wohin die Reise geht. Aus dem Fauxpas (mit Pauken und Trompeten angekündigte Reise durch Italien) vor über einem Jahr habe ich meine Lehre gezogen. Du sollst keine Zukunftsvisionen in die Öffentlichkeit schleudern, weil dir das gemeine Leben einen Strich durch die Rechnung machen kann. In der Tat zickte der marode Rücken Anfang der Woche wieder gehörig, so dass sich Journalist F. zu spitzbübischen Kommentaren verleiten ließ: “Das Schicksal will nicht, dass du das Land verlässt, das Schicksal braucht dich hier zu Hause.” Und so weiter. Was mich ein bisschen bestürzte. Aber heute steht der Rücken wie eine Eins. Andere Dinge gehen hingegen schief. Mein Zeitplan ist völlig aus dem Ruder. Das Rad sollte fertig gepackt unten im Atelier stehen, damit ich mich um 14 Uhr morgen nur noch draufsetzen muss, und losradeln. Nichts ist gepackt. Die neue Packtasche passt nicht an den Lenker. Alle Akkus sind leer. Wo die Ladegeräte sind, weiß ich nicht. Geld habe ich noch nicht umgebucht und wo die vielen Schweizer Franken sind, die ich einmal besaß ist auch unklar.

Dass man sich mit solchen Kleingeistigkeiten herumärgert. Einst träumte ich in heißem Sommer, nackt das Haus zu verlassen und dem Rinnsal bis zum nächstgrößeren zu folgen, mich entlang des Bachlaufs durch die Stadt zu mogeln und unter Steinen nach Maden zu suchen, falls ich hungrig bin. Weiter weiter weiter würde ich den Bächen bis zu Flüssen folgen und den Flüssen bis zum großen Strom, der sich irgendwann ins Meer ergießt. Linksrum dem Strand folgen, in der Gewissheit auf keiner Insel zu leben und so, das fabulierte ich in meiner Phantasie, könnte ich gut und gerne alle Orte, die auf diesem Planeten am Wasser liegen sehen. Splitternackt, reingewaschen durch die Kraft, die mir das freie Wandern in dieser Welt gibt.

Mit dem Computer bin ich in die Scheune umgezogen. Hellhöriges Teil, riesengroß, ein bisschen staubig. Hier ist man drinnen und draußen zugleich. Hört Wasser, das nach dem Platzregen am Morgen so langsam das Dach verlässt und in den Löchern der Dachrinnen lauthals zu Boden fällt.

Ich bin ungepackt, okay, aber der Geist der Freiheit lebt. Weiß noch nicht, wie ich morgen loskomme (nackt keinesfalls) und wann, aber im Prinzip ist alles ganz einfach. Ich muss mich nur aufs Rad setzen und losfahren.

Da dies der letzte Eintrag sein wird, den ich vor der Reise schreibe, hier eine kurze Beschreibung der Wegidee: Längs durch die Vogesen über die etwa 80 km lange Route des Cretes, welche die Franzosen einst anlegten, um das umstrittene Elsass besser beobachten zu können bis nach Belfort. Dort weiter nach Süden, eventuell Freund Marc in Biel/Bienne einen Besuch abstatten und mich dann ins perfekt organisierte Schweizer Fernradwegenetz einspeisen (auf er Route liegt Bern und der Grenzensee ;-) ). Dann wirds hart: Alpen, eine fünfundzwanzigjähriger höher als die Andere. Nach der Aareroute links auf die Rhoneroute bis zur Rheinroute und dann südlich abzweigen in die Graubündenroute. Danach kann eigentlich nur noch Italien folgen. Am liebsten sähe ich mich am Ende der Reise suchend im Labyrinth von Tscherms.

Wohin die Reise tatsächlich führt, weiß ich nicht.

Hier gehts ins Veloland

Morgendliche Spruch: Das Leben ist kein Tackerhof.

Written by irgendlink

Juli 23rd, 2009 at 10:51 pm