Über mich

Irgendlink Selfie in Offenbach
Auf dem Weg ans Nordkap entstand dieses Spiegelselfie 2015 in Offenbach am Main.

Die kreativen Möglichkeiten, in einem Blog Kunst und Literatur zu kombinieren veranlassten mich 2010 meine Arbeit ins Internet zu verlagern. Als eine Art Avatar aus Fleisch und Blut reise ich seither per Fahrrad und zu Fuß durch Europa. Die Reisen werden in Echtzeit in den Sozialen Medien und in diesem und weiteren Blogs dargestellt. Ausgestattet mit einem iPhone und einer Nikonkamera Seit 2020 arbeite ich mit einem ShiftPhone auf Android, was ein Umbruch bedeutet in der als Appspressionismus zu bezeichnenden Art, Kunst und Daten miteinander zu verbinden. Ich sammele kontinuierlich Daten und protokolliere den Reiseprozess. Der Weg führte mich auf der North Sea Cycle Route, dem 2012 längsten Fernradweg der Welt, rund um die Nordsee, ans Nordkap, nach Gibraltar und auf dem Camino Frances als Pilger bis nach Santiago de Compostella. Mit der Serie UmsLand startete 2017 ein Langzeitprojekt, bei dem deutsche Bundesländer und europäische Regionen portraitiert werden, indem ich sie auf grenznahen Fernradwegn und Wanderrouten erkunde. Stand 2022 habe ich folgende Länder und Regionen im Programm: Rheinland-Pfalz (zwei Mal umradelt), Paminaland (ein Oval zwischen Karlsruhe und Sarregueminnes), Saarland, Bayern (2018 bis 2022 in drei Abschnitten umradelt).

In den letzten Jahren entstand ein umfangreiches Text-, Film- und Bildarchiv, verteilt auf verschiedene Blogs und soziale Kanäle. Da alle Reisen als Liveblog eine Art Operation am offenen Herzen der (Reise-)Literatur sind, liegt genug Material vor, um daraus eine handvoll informativ-philosophischer Reisebücher zu kreieren.

Ich sehe mich in der Tradition eines Jack Kerouac und eines Andreas Altmann, garniert mit einem Schuss Hape Kerkeling. Humor und Tiefgründigkeit schließen einander ja nicht aus.

Hier muss nun die Frage der Identität beantwortet werden. Wer oder was ist dieser Irgendlink? Ein Künstler? Ein Schriftsteller? Ein Webnomade, Journalist, Datenbeschaffer, gar ein Travelblogger? Es lässt sich nicht abgrenzen. Transmedial steckt von allem ein bisschen in mir. Ich bin Appspressionist, begebe mich in Symbiose mit Hard- und SoftwareproduzentInnen, bediene mich diverser Apps, verarbeite das unterwegs gesammelte Material aus Informationen, Spuren, Texten und Fotos zu Kunstwerken und größer gefassten Konzepten, die sich oft nur in Form eines Blogs darstellen lassen. Aber auch Publikationen (eBook und Print) entstehen seit etwa 2013.

In den Jahren 1992 bis 2010 organisierte ich Foto- und Konzeptkunstausstellungen. Die oft aufwändigen Konstruktionen, die in Paris, Köln, Wiesbaden und an Orten mit klangvollen Namen wie Fürth, Mainz und Weikersheim gezeigt wurden, liegen verpackt in meinem Atelier auf dem Rinckenhof im äußersten Südwesten von Rheinland-Pfalz. Hier habe ich mein Basislager, meinen Ruheort.

In einer Timeline wird der sogenannte Kunststraßenbau dargestellt.

Der Rinckenhof ist eine gut 700 Quadratmeter große Ausstellungsfläche, in der ich neben eigener Kunst auch andere Künstlerinnen und Künstler präsentiere. Im Rahmen mehrerer geförderter Projekte des Kultursommers Rheinland-Pfalz gastierten Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich, USA, Taiwan. Der Rinckenhof ist ein Ort, an dem Regionales auf Internationales trifft. Diesseits und jenseits des Tellerrands entstehen Freundschaften, Ideen und Kooperationen. Ich arbeite eng zusammen mit dem Mainzer Kunstverein Walpodenstraße und Künstlerinnen und Künstlern aus Zweibrücken, der Pfalz und dem benachbarten Lothringen und dem Saarland.

Herbst 2016. Nachdem ich innerhalb nur eines Jahres ans Nordkap und nach Gibraltar geradelt bin und den Rhein von der Quelle bis zur Mündung per Rad und zu Fuß erforschte, habe ich alle Ziele erreicht, die bisher auf meiner ‚Roadmap‘ standen. Nun ist die Zeit reif, die vielen tausend Blogtexte und Fotos in Reiseliteratur zu verwandeln. Einen Anfang macht die zweite, umfangreich überarbeitete Auflage meines Buchs ‚Schon wieder ein Jakobsweg‘. Sicher gesellen sich in den nächsten Monaten weitere Reisebücher hinzu, aber auch das eine oder andere fiktive Projekt befindet sich auf meiner Arbeitsliste.

Frühsommer 2022. Begonnen 2018, fortgeführt 2019, seither tot geglaubt gelingt die vollendete Umrundung Bayerns und fügt der Serie mit dem Freistaat ein weiteres, das größte deutsche Bundesland hinzu. Vermutlich auch das mit den meisten Steigungen. Insgesamt 2464 Kilometer auf etwa 36 Höhenkilometern. Ein wichtiges, vielleicht mein allerwichtigstes Projekt, stellt es doch einen kompletten Neustart nach fast zweijährigem ‚Auf der Stelle treten‘ dar.

Ich freue mich über Rückmeldungen. Vielleicht hast Du Verlagstipps für mich oder kennst eine Galerie, ein Museum, einem Tourismusverband, die zur appspressionistischen Kunst und Literatur passen würden?

Informationen darüber, was ich für Dich tun kann, findest Du unter dem Punkt Service in diesem Blog.