Liegt diese Skizze auf dem Schreibtisch, die ich kurz bevor ich die Galerie Beck aufsuchte gekritzelt habe: Zwischen den Worten Leben und Tod zieht eine schnurgerade Linie mit ein paar Verzweigungen, an denen allesamt Sackgasse notiert ist. Darum ein Kreis gekringelt. Der Kreis ist betitelt mit konsistentes System des Lebens, Fußnote: Was liegt außerhalb – jenseits von Geburt und Tod?
Ich wollte mir mit dieser Skizze etwas sagen. Solche Skizzen male ich wenn ich in Eile bin. Ein Strich sagt mehr als tausend Worte. Merks dir, Mann, merks dir, so stand ich unter der Dusche, tickitick-ticktitick tickitick-tick-tick tickte die Uhr. Solltest dich rasieren, dachte ich, da stand ich schon fein gekleidet in der Galerie Beck. Cremont schlürfend. Kunst betrachtend. Längst vergessen die Gedanken über die erschreckend zerklüftete Sackgasse des Lebens, die letzen Endes nur einen Eingang und einen Ausgang und viele viele Abzweige hat. Dazwischen ist eine Kombination verschiedener Hakenschläge, mit denen man sich ablenkt vom einzigen Weg, der wirklich wirklich ist. Den Eingang hat man ja schon benutzt. Da kommt man nicht mehr hin. Ist wie bei Ikea. Zickzack im gelebten Leben. Was bleibt ist der Ausgang. Und den, so hoffe ich, werde ich so schnell nicht sehen. Ich bin neugierig auf die nächste Sackgasse.