Eine Sackgasse muss nichts Schlechtes sein.

Liegt diese Skizze auf dem Schreibtisch, die ich kurz bevor ich die Galerie Beck aufsuchte gekritzelt habe: Zwischen den Worten Leben und Tod zieht eine schnurgerade Linie mit ein paar Verzweigungen, an denen allesamt Sackgasse notiert ist. Darum ein Kreis gekringelt. Der Kreis ist betitelt mit konsistentes System des Lebens, Fußnote: Was liegt außerhalb – jenseits von Geburt und Tod?

Ich wollte mir mit dieser Skizze etwas sagen. Solche Skizzen male ich wenn ich in Eile bin. Ein Strich sagt mehr als tausend Worte. Merks dir, Mann, merks dir, so stand ich unter der Dusche, tickitick-ticktitick tickitick-tick-tick tickte die Uhr. Solltest dich rasieren, dachte ich, da stand ich schon fein gekleidet in der Galerie Beck. Cremont schlürfend. Kunst betrachtend. Längst vergessen die Gedanken über die erschreckend zerklüftete Sackgasse des Lebens, die letzen Endes nur einen Eingang und einen Ausgang und viele viele Abzweige hat. Dazwischen ist eine Kombination verschiedener Hakenschläge, mit denen man sich ablenkt vom einzigen Weg, der wirklich wirklich ist. Den Eingang hat man ja schon benutzt. Da kommt man nicht mehr hin. Ist wie bei Ikea. Zickzack im gelebten Leben. Was bleibt ist der Ausgang. Und den, so hoffe ich, werde ich so schnell nicht sehen. Ich bin neugierig auf die nächste Sackgasse.

Drupal TinyMCE Tooltips

Problem: Tooltips erscheinen im TinyMCE Editor ‚kryptisch‘ z.B. {$lang_theme_forecolor_desc} anstatt Schriftfarbe
Ursache: Du hast die Sprache in Drupal auf eine andere Sprache als English (z.B. German) eingestellt. Der nachträglich installierte TinyMCE enthält die Sprachdatei de.js nicht (in tinymce/tinymce/jscripts/tiny_mce/langs) bzw. theme_forecolor_desc ist nicht in de.js eingetragen.

Lösung: de.js von http://tinymce.moxiecode.com/download.php herunterladen und im langs-Ordner speichern. Nicht vorhandene Tooltips mit einem Texteditor in die de.js schreiben (i.O.g. Fall.: theme_forecolor_desc : „Schriftfarbe“,)

Im Verzeichnis tiny_mce liegt das Verzeichnis plugins mit den Pluginordnern. Die enthalten ebenfalls langs-Verzeichnisse, in denen die de.js evtl. fehlt.

Hierzu der TinyMCE Infotext:

http://tinymce.moxiecode.com/language.php Beginning with version 2.0.5 the language packs are no
longer included with the core distribution.
Language packs can be downloaded from the TinyMCE website:
http://tinymce.moxiecode.com/download.php

The language pack codes are based on ISO-639-1:
http://www.loc.gov/standards/iso639-2/englangn.html

Tür wird Tisch

Witha, im Kommentar einen Beitrag zuvor: „(…) durch sie sind so viele Menschen gegangen, sie stand immer offen, ich saß hinter dieser Tür an meinem Schreibtisch….jetzt wird sie zu einem Punkt, an den sich Menschen, die ich mag, setzen, um zu reden, essen, lachen.“

Das Stück Lebenszeit eines Anderen vor meiner Haustür

Da steht diese Tür, die wir letztes Jahr bei Herrn B. abgestaubt haben. Herr B. war unser Nachbar. Ich mochte ihn, weil er so friedlich lächelte und weil ich ihn einmal beim örtlichen Megamarkt getroffen habe. Wir begrüßten uns zwischen Kasse 19 und 20 und er erinnerte sich deswegen immer wieder an mich, eben weil wir uns dort trafen und nett zueinander waren. Vor ein paar Monaten ist er gestorben. Er hat eine Operation nicht überlebt, der er aufgeregt, aber voller Hoffnung entgegen sah. Kein Tod hat mich je unerwarteter getroffen.

Obwohl ich Herrn B. nur sehr oberflächlich kannte – so wie man Menschen kennt, die man zwischen Kasse 19 und 20 trifft – ging mir sein Tod sehr nahe. Ich sehe sein friedliches Gesicht.

Und die Tür.

Die hat er selbst gebaut. Ein eichenes Ding, das keinem Normmaß entspricht. Reichlich verziert, mit Fenstern und Messingbeschlägen. Herr B. wollte die Tür entsorgen und einige andere Baustoffe auch, doch zuvor hat er meinen Vater angerufen, ob er nicht das Eine oder Andere gebrauchen könne. Holzbalken und Alufenster, Dämmstoffe, allmögliches Zeug was eben so anfällt, wenn man umbaut und Neu gegen Alt tauscht. Mein Vater wollte die Holzbalken, aber als er die Tür sah, sagte er, „die nehme ich auch mit, die ist toll.“ Ich warnte: „Bist Du verrückt, das Ding kannst du doch im Leben nicht gebrauchen, die passt in keinen Rahmen, die ist vollkommen außer der Norm.“ „Mal sehen,“ sagte mein Vater, „man weiß ja nie.“

Nun steht sie da im Regen, die Tür außer der Norm, und mir fällt das Lebenszeitding wieder ein: woraus besteht die Tür? Aus Eiche, aus Glas, aus Stahl und Kleber und Nägeln … und: aus einem Stück Lebenszeit aller Beteiligten. Aus der Lebenszeit des Holzfällers, des Messinglegierers, des Glasers und des toten Herrn B., der all das zusammen fügte.
Lebenszeit, ein Konglomerat längst vergangener Träume.

Zahnarzt, im Angesicht der Bombe

Mal wieder so weit: der jährliche Zahnarztbesuch.

Runter in die Stadt voller merkwürdiger Menschen. Teils paralysiert, teils hysterisch tuschelten sie in der Fußgängerzone. Satzfetzen von Evakuierung und: ach, all das Leid.

Brief verschickt.

Dann zur Praxis. In der Wartezeit las ich ein Zitatenbuch. Gutes Zeug dabei. Ich riss einen Infozettel heraus, auf dem stand, „Bitte stiehl das Buch nicht, andere Patienten wollen es auch lesen, hier ist die ISBN, kauf’s Dir.“ Zettel in den Geldbeutel, aufaufauf ins Behandlungszimmer, Zahnstein raus. Ich überlegte, den Arzt bezüglich psychosomatischer Zahnschmerzen zu befragen, hatte jedoch den Mut, an die Existenz psychosomatischer Zahnschmerzen zu glauben und schwieg. Nulleurobillanz.

Raus auf die Straßen. Im Radio meldeten sie, die Stadt wird evakuiert wegen einer Fliegerbombe. Sie sprachen von den INSASSEN eines Altersheims, die allesamt umsiedeln sollten. Da musste ich lachen wegen dem Wort INSASSEN. Wie tief kann ein Radioreporter ins Fettnäpfchen tauchen?

Fliegerbombe war dann abends fällig. Sie haben die Stadt bis hinauf zum einsamen Gehöft abgeriegelt. Kaum möglich nochmal einkaufen zu gehen. 200 Meter entfernt an der Landstraße blinkten die Lichter der Rettungsfahrzeuge und der Polizei.

Da jedoch kein lauter Bumms zu vernehmen war, denke ich, die Bombe wurde entschärft.

INSASSEN zurück in den Sterbebunker. Leben wieder normal. Umsatzeinbußen hier und da. Vielleicht wurde die Entschärfung extra in den Feierabend verlegt, damit die Geschäfte (und Zahnarztpraxen) nicht schließen müssen?

Nun über Drupal brüten. Ich weiß, wenn ich es beherrsche, ist es eine Waffe. Aber Drupal ist eine Kategorie komplizierter als WordPress (die Blogsoftware, mit der dieses Blog läuft). Ein paar Kleinigkeiten verstehe ich noch nicht.

Regen auf mein Dach.

Asche in mein Ofen.

Wenn mir nur eines dieser Zitate wieder einfallen würde, die ich in dem Buch beim Zahnarzt gelesen habe. Die waren klasse.

Ideal zum Bloggen, falls einem mal nichts einfällt.

Apropos: Ich dachte, den Spruch Weltweit und doch zu Hause, unter dem ich vor ein paar Einträgen titelte, gibt es schon. Eine Suchmaschinenrecherche führt jedoch nur in dieses Blog.

Das beweist, dass der Wurm immer nach dem Apfel schmeckt, in dem er lebt. Menschen, die ihre Arbeitskraft Werbeagenturen andienen bringen letzten Endes nur noch Slogans hervor.