Im Westen gibts nichts Neues – außer vielleicht, dass ich gestern zusammen mit Journalist F. 150 km nach Osten gefahren bin, um einen Tag im Paradies für Männer zu verbringen. Dem Technikmuseum Sinsheim. Die Tupolev ist auf jeden Fall schöner als die Concorde – nicht zuletzt wegen der marmorierten Gepäckablagen.
Die Tour war auch gleichzeitig ein Slipped Disc Belastungstest. Ich will mal sagen, auf Biegen und Brechen habe ich die Tortur – über zum Teil original vom Phürerrr (dem Arsch) gebaute Autobahnen (Huckelstrecke Hockenheim) – überlebt.
Heute dann einen Spaziergang auf dem Jakobsweg, welcher just hier am einsamen Gehöft vorbei führt, angehängt. Auch wieder auf Biegen und Brechen.
NoRisc NoFun, oder, um es mit den Worten des Gymnastik-Gotts zu sagen: Arbeite mit dem Schmerz, nicht gegen ihn.
Aber ich will hier nicht langweilen.
Larmoyanzblog-Ende.
Erkenntnisse wären zu vermitteln aus dem Kontinent Mittelleben. Aber der Kopf ist müde. Alles, was in den letzten Wochen gedacht wurde, setzt sich sedimentös zu Boden, mischt sich in chaotischer Form mit Belanglosem, so dass am Ende nur eine breiige undefinierte Masse übrig bleibt, vor der man kinnreibend steht und sich wundert: „Was denn, das soll erkenntnisreich und lehrsam sein, dieses lehmig-knetbare Etwas soll die Essenz allen Wissens sein?“ Hum?
Eine Erkenntins ist die, dass man geneigt ist, der Zukunft hinterher zu rennen wie ein Hund dem Rudelführer und dafür Lunge, Herz und alles aufs Spiel setzt. Wenn man Glück hat, erkennt man rechtzeitig, dass man bei all dem Zukunft-hinterher-rennen verpasst, eine Gegenwart zu leben.
Eine weitere Erkenntnis ist die, dass man recht schnell das Maß verliert und sich überschätzt und dann dazu neigt, die Schritte zu groß zu machen, die Zeiteinheiten zu intensiv werden zu lassen, sich von simplen Äußerlichkeiten, die einen überhaupt nichts angehen, beeinflussen, antreiben zu lassen – Glück dem, der zurück geführt wird und die Chance erhält, die Schritte genau so weit ausladen zu lassen, wie es ihm entspricht.