Irgendlink im Hochrisikosektor materieller Verstrickung

„Es ist seltsam über die Ereignisse der letzten Monate zu berichten. Alles ging schnell und ist einfach so passiert. Mein Leben hat sich dramatisch verändert. Ich bin in der Lohnsteuerklasseeins-Hölle angelangt. Hier ist es warm, gemütlich, man möchte länger bleiben. Das Leben ist – zumindest was den materiellen Sektor betrifft, sorglos geworden. Erschreckend, dass es immer so bleiben wird und sogar noch besser werden kann.

Wenn das Leben so einfach ist und man damit glücklich ist, warum sollte man etwas daran ändern? Vor allem, warum sollte man etwas ändern, wenn man genau weiß – so wie ich – dass es nach der  Änderung nicht mehr so schön sein wird? Das Geheimnis liegt im Verborgenen. Es geht um Handel, Ver- und Ankauf, um Preise, die gefordert werden und die auch bezahlt werden müssen. Wenn man ein Künstler ist, lebt man automatisch im Hochrisikosektor materieller Verstrickung. Im Hinterstübchen stets eine selbstgebastelte Wahrheit (genannt Kunstbübchenrechnung), die einem Vor- und Nachteile auflistet und wenn man rein rechnerisch vorgehen würde käme man zu dem Schluss, lass es sein, hör auf, tu’s nicht, aber die Kunstbübchenrechnung ist numal nicht pur mathematisch. Debit und Kredit verschwimmen im warmen Pool des Lebensglücks und man tauscht hin und wieder ganz gerne Glasperlen gegen Gold weil sie so schön schimmern.“

Cursor springt im Text Linux Notebook

Dieser Artikel wird eigentlich nur geschrieben, um das Cursor-springt-im-Text-Problem, das bei manchen Notebooks unter Ubuntu Hardy auftaucht, zu testen. Bei der Texteingabe springt in jedweder Anwendung, die man zur Textverfassung betreibt (E-Mail, Editor, Office etc.) manchmal willkürlich der Cursor in eine andere Zeile und ehe man sich versieht, schreibt man das schnell Gedachte an falscher Position weiter. Nervig, die Textfragmente später bei der Korrektur wieder auseinander zu dröseln. Forensuche ergab, dass es sich ggf. um ein Hardware-Problem handelt und die Tastatur ausgetauscht werden muss, oder aber ein Problem mit dem Touchpad. Wenn man das Touchpad deaktiviert (System > Einstellungen > Maus > Touchpad), sei das Problem behoben wird berichtet.

Dieser Text wurde nach Deaktivierung geschrieben – der Cursor hält sich stabil. Hoffen wir, dass es weiterhin so ist.

Noch eine Anmerkung: das Touchpad kann man alternativ auch im Bios (beim Start esc gedrückt halten, um ins Bios zu gelangen, bei veränderungen im Bios nichts tun, was man nicht versteht) abstellen. Vorteil dieser Methode: sollte man versehentlich mal seine USB-Maus vergessen haben, kann man es leichter wieder aktivieren. Bei der nicht-Bios-Methode sollte man sich mit der Tastaturnavigation vertraut machen, und lernen, wie man das Noteboook ohne jegliche Maus- oder Touchpadfunktion nutzen kann.

Wichtiges auf Nötiges kürzen

Herr Irgendlink liebt die Schneckenpost. Mit der Schneckenpost kommt neben unliebsamen Steuererklärungsabgabeaufforderungen und minimalem Spam nur liebsame Post.

So heute von der Hauptstadtethnologin. Hey Danke, Geliebte, und beste Grüße an Herrn Hauptstadtmediator.

Herr Irgendlink ist privilegiert. Er lebt in einer Straße mit nur einem Haus. Seine Theorie: „Ich kann die Adresse auf das Nötige kürzen. Theoretisch müssten Briefe sogar ankommen wenn sie nur adressiert sind mit Postleitzahl und Straßenname.“

Man stelle sich einmal vor, man wohnt in der Abcstraße 87341 Dstadt und Briefe, die mit 87341 Abcstraße adressiert sind kommen einfach so an. Traumhaft.

Zugegebenermaßen ist das eitel.

Aber ist es nicht sinnvoll, das Wichtige auf das Nötige zu kürzen?

Herr Irgendlink zeltet nicht neben einer Sanddüne in Mali

Um warm zu werden ein paar Worte mit „Kater“:

  • Kater Anfang ist schwer
  • Katernoster
  • Katering
  • Kater Unser
  • Katerschmiede (damit hat diese Marotte, Katerworte zu fabulieren angefangen)
  • Katerpillar
  • Hannes Kater
  • Al Katerida
  • George Katelyou Bush (warum assoziiiert man Diesen stets zu Vorigem?)
  • Jimmi Kater
  • Huch, gleich zwei US-Katzidenten in der Liste
  • Katernoid
  • Und zu Kater letzt
  • Aller Kater sind drei

Genug gespaßt.

Herr Irgendlink ist endlich frei. Er hat die HTML und CSS Schufterei beendet, sowie das Pixelfriemeln. Deshalb hat jetzt sein lang verdienter Urlaub begonnen, denn als normaler Werktätiger ist es ihm nun ein Leichtes, sein Leben zu verrichten. Vorbei die sinnlosen Überstunden. Das böse F.-Wort (F wie Feierkaternd) gewinnt eine neue Bedeutung und er muss sich die Nächte nur noch bezahlt um die Ohren schlagen.

Ein weiteres Geheimnis sei hiermit gelüftet: wäre Irgendlinks Jahr so gelaufen, wie er es geplant hatte, würde er vermutlich heute Abend neben einer Sanddüne in der Nähe der Grenze Mali-Marokko zelten. So weit wäre er gekommen, wenn er die 3000 km, die er mit dem Radel zurück gelegt hat nicht im Kreis gefahren wäre. Ein Bandscheibenvorfall im März vereitelte die große Radeltour – eine Linie, kein Kreis – zunächst nach Italien. Bis Rom wären etwa 1500 km zu verbuchen gewesen.

Statt dessen sechs Wochen Bettruhe und sodann überraschend, wie vom Himmel geschickt eine bis dato fünfmonatige Therapie in der Loungewerkstatt. Keine Frage, Monsieur ist jeden einzelnen Arbeitstag mit dem Fahrrad hinüber gefahren ins nahegelegene Kraftwerkstädtchen B. Ein alltäglicher Kreis.

Erstaunlich, wie viele Kilometer man im täglichen Rund zwischen A und B zurücklegt.

Nichtwahr.

„Hätte ich die Wahl, neben einer Sanddüne in Mali zu zelten,“ konstatiert Herr Irgendlink, „ich würde es tun.“

Herr Irgendlink nimmt das Bloggen wieder auf. Versprochen. Es läuft ein wenig quer dieser Tage. Tagsüber tackert Monsieur, das dürfte hinlänglich bekannt sein. Des Nächtens ist er Pixelschrauber, HTMLer und CSSer und sucht verzweifelt nach Inhalten für diverse Webseiten. Lernen inbegriffen. Was ist Nacht? Eine schwarze Zeit, in der sich allmögliches Getier ums einsame Gehöft tummelt, suchend nach Nahrung. „Nahrung,“ konstatiert Monsieur, „ist im Kopf. Was bedeutet schon Eiweiß, Kohlenhydrat und Fett im Vergleich zum neuronalen Netz, welches sich unweigerlich ausbreitet in den engen Grenzen einer Schädeldecke.“

Derweil stapeln sich Notizzettel auf Herrn Irgendlinks Schreibtisch, grobe Skizzen für zu bloggendes: „Owner, drei Frauen am Arm, oh der Glückliche, auch wenn es ihn zu Boden reißt.“ Oder: „Kollege B.: warum zum Zahnarzt, Hautarzt und Allgemeinmediziner? Ist er eine Formel-Eins-Schlampe? Gefahr!“

Gut auch die Notiz: „Unbedingt erklären, warum man auf einem 15 km langen Radweg prozentual mehr Platten fährt, als auf dem 3600 km langen Weg zum Nordkap. Es ist eine Wahrscheinlichkeitsrechnung mit Pi (Kreiskonstante).“ Oder dieses Paradoxon, dass die eigene Schwester ein Haus besitzt, aber nicht in der Schwesternhausstraße im Kreisstädtchen H. wohnt.