In sechs Schritten zum Etikettendruck mit Open Office 3.2

Erlebe, wie dieser Mann in Open Office 3.2 Etiketten aus einer Tabelle druckte und hinterher es vor Glück kaum fassen konnte. Schritt Nummer Sechs wird Dir die Freudentränen in die Augen treiben!

Gilt für Open Office 3.2 unter Linux
1. Leere Datenbank anlegen Neu>Datenbank Datenbank speichern.
2. Gewünschte Tabelle öffnen. Ansicht>Datenquellen. Tabellenblatt unten (wo Tabelle 1, Tabelle2 usw. steht) am Reiter anfassen und in den Menüpunkt Tabellen der neu erzeugten Datenbank ziehen. Aufpoppendes Dialogfeld. Dort die gewünschten Tabellenspalten per Pfeil-Icons hinzufügen.
3. Neu>Etiketten. (Etikettentyp einstellen) Fenster geht auf. Unter dem Reiter Zusätze Inhalte synchronisieren wählen. Im ersten Reiter die gewünschte Datenbank und Tabelle wählen und die Felder, sowie ggf. Anrede und statischen Inhalt in das Etikettmuster einfügen. Neues Dokument erstellen wählen.
4. Neben dem neuen Dokument befindet sich ein Synchronisieren-Button. Erstes Etikettenfeld nach Wunsch bearbeiten (Textgröße, Zeilenabstände, zusätzlicher Text, Farben usw.). Wenn fertig bearbeitet, dann synchronisieren.
5. Extras>Serienbriefassistent wählen und sich durch die Menüpunkte mit Bestätigen klicken. Bei Punkt 8 Serienbriefdokument speichern wählen.
6. Puuuuh!

Gartenbau 2.0

Wenn schon Garten und HTML in einen Topf werfen, dann wäre es klasse, wenn man die Bohnen durch simples Auskommentieren unsichtbar machen könnte, um sie vor den Schnecken zu schützen. Oder die Wurzeln der Salatpflanzen mit einer PHP-Funktion erst dann einbinden, wenn die Wühlmäuse schlafen. Und das Dillrätsel: wer ist Schuld, dass er so schlecht wächst? Der Maulwurf, der das Beet zerwühlt, oder der Mensch, moi même, der die Saat über dem Maulwurfbau ausgebracht hat?

HTML im Garten

Auf der Südterrasse vor dem ehemaligen Rinderstall Nichtstun üben. Das ist gar nicht so einfach, wenn man neben dem Nichtstun auch noch nichts denken will. Wind rauscht durch zwanzig Meter hohe Pappeln. Der Gemüsegarten liegt gepflegt wie eine zeitgemäße Homepage, dreispaltig mit Zwiebeln und Mohrrüben und im Contentbereich eine Phalanx Kartoffeln. Der Header besteht aus zehn Zucchinipflanzen und als Seitenuntertitel dienen Stangenbohnen. Versteckt das Impressum, die AGB und eine Sitemap aus Petersilie und Schnittlauch am östlichen Ende des Gartens.
Nichtstun durchwirkt von etlichen Du-solltest-endlich-mals. Zum Beispiel den Blogartikel „Wie ein Dackel vor spaltweitoffener Tür“ schreiben. Der handelt auch vom Nichtstun und wie das Leben sequentiell an einem vorüberzieht. Ein Höhlengleichnis mit Hund sozusagen. Und du solltest endlich mal das Seminar „HTML im Garten“ formulieren. Homepagebauen und Garten anlegen sind nämlich frappierend artverwandt. Das weiß ich seit über zehn Jahren und so alt ist auch die Idee mit dem Seminar. Nur eben: das Leben walzt einen immer so platt und es gibt ja so vieles anderes zu tun. Und HTML im Garten kann warten und überhaupt: wer braucht denn heute noch HTML?

Derjenige, der unabhängig sein will braucht HTML. Derjenige, der sich nicht von irgendwelchen Webdesignfuzzies auf den Füßen rumtrampeln lassen will braucht es. Und derjenige, der frei sein will. Und das ist noch so eine Gemeinsamkeit, die die Auszeichnungssprache des Internet mit dem Garten hat, Freiheit. Das wurde mir klar, als ich im Lebensmittelladen vor dem Tomatenmarktubenregal stand und überlegte, in welcher Tube am wenigsten Gift ist, welche die am wenigsten qualvolle Wanderarbeiterschinderei enthält. Du weißt es nicht, du weißt es nicht. Kurzerhand kaufe ich eine abgewrackte Tomatenpflanze, die den Kopf schon ziemlich hängen lässt und pflanze sie sofort in den eigentlich unsichtbaren Headbereich des Gartens, quasi das Metatag des Gemüseanbaus mit Expireattribut Herbst 2014. (Das Letzte, das muss man nicht verstehen und es ist auch weit hergeholt, aber in dem Seminar HTML im Garten kommt das bestimmt zur Sprache).

Ordnung – muss werden

Ein Versuch, die wichtigsten Inhalte dieses Blogs neu zu strukturieren und für den Endverbraucher aufzubereiten, bringt die Erkenntnis, dass Ordnung ein individuelles und permanentes Handeln ist, nicht wie aus „Kindertagen-räume-dein-Zimmer-auf“ ein barbarischer Akt des Neusortierens von Gegenständen nach logischen Gesichtspunkten. Wer auf die Zimmeraufräumart versucht, Ordnung zu schaffen, blockiert sich selbst. Erst vor Kurzem habe ich verinnerlicht, dass das CMS, auf dem irgendlink.de aufgebaut ist, eigentlich nichts anderes ist, als eine Datenbank, deren Inhalt nach Belieben strukturiert werden kann. Ein Schrank voller Schubladen und Gefache, in denen sich Kästen befinden, die Blogeinträge, Links,  Zeitstempel, Revisionen, Autorenschaften, Schlagworte und Kategorien enthalten. Nicht, dass ich nicht schon lange gewusst hätte, dass eine moderne Webseite nichts anderes ist, als ein frankensteineskes Monster, das aus den Leichenteilen gefledderter Ideen und Gedankensprünge besteht. Nur verinnerlicht hatte ich es noch nicht.

Ich bin kläglich gescheitert, die Projekte-Sektion neu zu strukturieren, wurde aber belohnt mit einer legeren Erkenntnis des Ist-doch-egal, -soll-die-Nachwelt-doch-auch-etwas-schuften. Hauptsache, Du, Monsieur Irgendlink, gehst Deinen Weg durch die eigenen Denkprozesse und rettest so viel Du kannst in die große Datenbank. Strukturieren kann man sie auch nachträglich. Besser wäre es natürlich, im laufenden Prozess permanent ordnerisch tätig zu sein.

Die Erkenntnis, dass die Mehrheit aller Einträge in diesem digitalen Journal in die nicht viel sagende Kategorie „Allgemein“ einsortiert ist, weil sie die Standardkategorie ist, zeigt, dass Ordnungschaffen nicht eine einmalige Tat ist, sondern eine Methode. Ordnung im Arbeitsablauf selbst, statt sich ein ständig wachsendes Etwas vorzuknöpfen und es einmalig zu bearbeiten. Ordne die Art wie Du etwas machst, und Du wirst nie wieder ordnend in den Prozess eingreifen müssen.

So? In welche Kategorie muss nun dieser Artikel einsortiert werden? Gewöhne es Dir sofort an, Artikel in Kategorien einzusortieren und spare nicht an Schlagworten! Das ist ein viel mächtigerer Faktor, Ordnung zu schaffen, als hinterher akribisch alles noch einmal durchzuackern und nach Zusammenhängen zu suchen.