Tschechows Paywall und wohin die Reise geht

Ein Jonglierspiel der feinen Künste. Wie jedes Jahr im Oktober beschleicht mich das Hadern, ob ich mit der Kunst weiter mache, oder dem Finanzamt schreibe, dass ich ab 1. Januar nicht mehr selbständig bin … es dürfte nicht hinreichend bekannt sein, dass in Selbständigengehirnen (zumindest in meinem) solche Gedanken regelmäßig aufkommen. Die Diskrepanz ist exorbitant zwischen der doch eher dürftigen Einkommensmarge, die sich alljährlich in der Steuererklärung niederschlägt und dem “was man so liest”, wenn man Stellenanzeigen liest: Boa, der und der kriegt als Anfangsgehalt dies und das und ey warte mal, das ist ja pro Monat so viel wie in meiner Steuererklärung fürs ganze Jahr steht!?

Kurzum. Oktober mal wieder. Herr Irgendlink hadert und stellt sich vor, wie es sich wohl anfühlt, einen Job – irgendwo – zu haben, zu dem man regelmäßig hin geht und abends dann einfach abschalten kann. Kann man das?

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