Das graue Band, das nirgends endet

Auf dem kleinen Balkon an der Nordseite sitzen. Der Landstraße beim Zischen zuhören. Ins kahle Geäst des Windschutzes starren. Die Schwere des Graus des Winters aufs Gemüt betten. Den Menschreaktor hochfahren. Ofen brummt in der Bude. Durchs zugige ehemalige Stallfenster hört man das Knacken der Fichte. Flammen flackern hinter der Ofenscheibe. Ruß und Rauch und frische Luft. Wind umspielt das einsame Gehöft. Wahr und Falsch wie Schleim, der in Zeitlupe ausgespuckt, fliegt, zwei Pole bildet, gehalten durch ein zerreißbares Band. Ein ekliges Bild, ich gebe es zu.

‚Das graue Band, das niemals endet‘, denke ich und stelle mir die Straße vor, wie sie niemals endet und mir wird klar, mein lieber Spruch, den ich schon so oft gebraucht habe und der gar der Titel des einen oder anderen Blogartikels ist, ist grundfalsch. ‚Niemals‘ ist Zeit. ‚Nirgends‘ wäre richtig, aber auch falsch, denn wenn man auf der Straße, dem grauen Band, steht und sich ganz sicher ist, dass es nirgends endet, so denkt man doch nur eindimensional in die Länge. Wenn man sich um neunzig Grad dreht, starrt man direkt auf das graue Band und dessen Ende in der Breite im schmutzigen Straßengraben.

Gedanken fangen. Das ist es, was ich tue. Aber auch das ist Quatsch. Man kann sie nicht fangen. Fassen kann man sie. Aber auch das ist nicht richtig. Fassen kann man Flüssigkeiten. Sind Gedanken flüssig?

Gefangen zwischen den Begriffen Wahr und Falsch, komme ich zu dem Schluss, dass Wahr und Falsch ohneeinander gar nicht existieren können. Immer wenn man ein bisschen Wahrheit in die eine Schale der Waage wirft, entsteht in der anderen Schale der Waage ein Gegenüber aus Falsch.

Eigentlich dürfte man gar nicht erst anfangen, über etwas nachzudenken, denn sobald man dies tut, setzt man Kräfte in Gang, die miteinander ringen. Wie Krieg. So funktioniert alles. Dadurch, dass die Kräfte nie gleich groß sind, entsteht Bewegung und mit der Bewegung entsteht Chaos und mit dem Chaos kommt das Bedürfnis nach Ordnung, das auch wieder eine Kraft im Spiel ist.

Bei genauerem Nachdenken ist es gar nicht die Straße, die zischt. Es sind die Autos mit den Leuten drin auf dem Weg zum Morgengottesdienst. Aber auch das ist nicht richtig. Es sind nicht die Autos, die zischen, es ist das Reiben der Reifen auf Teer.

Je mehr ich an diesem gefangenen Gedanken denke, desto wirrer wird alles, desto mehr verliere ich mich im Spiel der Kräfte, die ich durch morgendliches Hinhören, Beobachten, darüber Denken, entfacht habe.

Alles, was ich in diesem Artikel schreibe, ist falsch. Und richtig. Wenn ein Falsch auf ein Richtig trifft, neutralisiert es sich zu Nichts.

Vielleicht.

Das wäre gut. Dann hätte es nie existiert. Wobei etwas, das nie existiert hätte, dennoch existiert hat, aber nicht mehr ist.

Es ist zum Verrücktwerden. Wäre mir bloß nicht das Zischen der Straße aufgefallen. Ich hätte so schön auf dem Balkon sitzen können und dem Zischen zuhören können und das Geäst der winterstarren Bäume beäugen können wie es im Wind unterm tristgrauen Himmel wiegt, ohne darüber nachdenken zu müssen und es schließlich aufzuschreiben.

Im Zweistromland des kleinen Mannes

Wenn man nur lange genug im Wind steht, wird man selbst zu Sturm. Die Windmoleküle zernagen den Körper, die Kleidung, deine Seele und tragen sie in chaotischen Wirbeln hinaus in die Welt, wo sie irgendwann in Jahrmillionen – vielleicht – einander wiederfinden und reinkarnieren zu etwas, jemandem, oder auch nicht.

Fast dunkel. Nieselregen aufs Dach der Künstlerbude. Wie durch ein Wunder tropft es nicht, wie sonst üblich, in der Mitte des Atelierzimmers auf den Laminatboden, der das erstaunlich gut durchhält schon seit Jahren. Manchmal stelle ich einen Eimer unter, dort wo das Dach undicht ist. Manchmal warte ich, bis der Regen aufhört und wische die Pfütze mit einem schmutzigen Handtuch auf. Manchmal, meist wenn ich länger unterwegs bin, trocknet die Pfütze von selbst und wenn ich wieder nach Hause komme, sehe ich nur noch an den Ringen aus Schmutz, dass es wohl in der Heimat geregnet hat. Manchmal ist das Dach dicht. Dann setze ich mich gemütlich in den Sessel vorm Ofen, fixiere eine undefinierte Stelle an der Wand und sinniere darüber, warum das Dach dicht und undicht zugleich ist. Schon seit Jahren. All die Male, als ich mit der Leiter hinauf kletterte bis zum First und das marode Eternit begutachtete, konnte ich keine sichtbare Verletzung erkennen. Meist trug ich ein Eimerchen Teer und eine Spachtel mit mir, mit denen ich unverrichteter Dinge wieder hinab stieg, weil das Dach ja eigentlich dicht sein müsste. Wo kein Loch, da kein Durchlass für  Regen.

In der südwestlichen Ecke des Gartens hat sich ein kleiner See gebildet und in den Traktorspuren, die über Sommer entstanden, fließen zwei Bäche hinein. Der Euphrat und der Tigris des kleinen Mannes. Obschon das einsame Gehöft fast zur Höhe des Berges liegt, scheint die etwa zwei Hektar große Fläche oberhalb des Gehöfts groß genug zu sein, um in solch wildwässerlichen Zeiten genug Wasser zu sammeln, dass der See entsteht.

My own private Aralsee. Fehlt eigentlich nur noch ein rostiger Kahn, wie man dies aus Bildern vom echten Aralsee kennt. Mein Teich ist etwa zehn Meter lang und vielleicht acht Meter breit. Er staut sich hinter einem Wall aus Schutt und Lehm, den die mannigfaltigen Bewohner des einsamen Gehöfts in den letzten sechzig Jahren aufgeschüttet haben. Man könnte Kajak fahren auf dem kleinen Teich. Er dürfte etwa knietief sein.

Einmal, Pfingsten vor vielen Jahren, regnete es einen Jahrhundertregen, der nicht nur alles Moos vom Dach gespült hatte, sondern auch den alten Wehrmachtsweg unten im Wäldchen bis aufs fest gestickte Schotterbett wieder frei gelegt hatte. Außerdem sammelte sich auf den zwei Kilometern bis runter in die Stadt durchs kleine Tälchen, das Jammertal heißt, so viel Wasser, dass das Rinnsal, das im Sommer manchmal vertrocknet, zu einem derart reißenden Strom wurde, der die Kraft hatte, die ersten Autos am Stadtrand mit sich zu reißen, Bäume, Geäst und Lehm. Eine wahre Katastrophe, bei der die vier Zäune auf dem einsamen Gehöft mit Gras und Unrat so lange Talsperren bildeten, bis sie die Wassermassen nicht mehr aufhalten konnten und mitsamt dem erodierten Spülgut in die Schlucht gerissen wurden.

Mein eigentliches Ansinnen war zunächst nicht, über den Teich zu schreiben. Vielmehr hatte mich vorhin die Holznot nach draußen gezwungen, wo ich mit der Kreissäge ein paar Stämme zerkleinerte, zerhackte, auf einen Schubkarren schichtete, sie vors Haus brachte. Dabei fiel mir dieser, mein eigener, privater Aralsee, Wadi der Pfalz, ins Auge und ich sagte mir, sieh‘ an, sieh‘ an, darüber solltest du mal schreiben. Man könnte sagen, ich sah, Holz und schrieb.

 

Wie ich einen Palast betrat und aus einer schäbigen Hütte hervor kroch

Bilderrahmen. Ich brauche Bilderrahmen. Schöne, wertige Alurahmen mit echtem Glas. Wenn ich Glück habe, verkaufen sie sie mit passendem Passepartout und ich habe keine Arbeit. Einfach Bild rein, zuklipsen, fertig.

Nicht zu teuer sollten sie sein, aber der Preis spielt keine Rolle, wenn die Qualität stimmt. Ich kenne die Rahmen mit den klangvollen schwedischen Namen von früher. Es war ein Fest, vor zehn, fünfzehn Jahren in den Laden zu gehen, den Einkaufswagen vollzupacken mit durchaus wertigen Bilderrahmen. Echtes Holz oder Alu und echtes Glas. Sauber geputzt, entgratet.

So mache ich mich auf eines morgens zur Ausstellung, die ich aufbauen will, mit einem Schwenk vorbei am Rahmendealer. Dauert nicht lange. Ein en Passent Kauf. In Gedanken war alles ausgeklügelt: Pickup Bilderrahmen, rüber zur Ausstellungshalle, Bilder in Rahmen. Aufhängen. Fertig.

Trister Tag, zehn Uhr früh. Leerer Parkplatz vor riesigem Palast, in dem es neben Rahmen auch allmöglichen Tand zu kaufen gibt. Teelichte, Kaffeekannen, Handtücher, Bettlaken, einfach alles, was das Konsumentenherz begehrt. Auch Möbel. Man kann sich das Interieur seines kompletten Einfamilienhauses in diesem Laden zusammenstellen. Ein Paradies, das auf den unvoreingenommenen Fremden wirkt wie aus purem Gold gebaut.

Auto parkt direkt vorm Eingang. Ist noch nicht viel los. Der Laden öffnet erst um zehn.

Wo, bitteschön geht es zu den Rahmen, frage ich an der Info. Von früheren Besuchen weiß ich, dass man als braver Besucher eigentlich sämtliche Abteilungen des Geschäfts in labyrinthischer Querulanz durchlaufen muss, um zur Kasse zu kommen. Aber ich weiß auch, dass es geheime Abkürzungen gibt. Unscheinbare Türen zwischen den Abteilungen für Ehebetten und Küchen, die man nur mit scharfem Blick erkennt und an denen warnende Schilder hängen: Durchgang verboten. Nur für Mitarbeiter.

Die Frau an der Info sieht sich ängstlich um und es ist wohl der Frühe der Stunde geschuldet, dass sie eine Ausnahme macht und das Geheimnis verrät: Bis zu den Küchen, dann  die Tür zur Caféteria nehmen und dann …

Ich tigere los. Hab ja kaum Zeit. Im Kopf rahme ich ohnehin schon die Bilder in feinstem Alu hinter Kristallglas. Bei den Teelichten widerstehe ich, obschon es sie in grün, rot, blau und allen anderen Farben im Hunderterpack zu kaufen gibt. Unverschämt billig.

Die Rahmenabteilung hat die gefühlte Größe eines Fußballfelds. Fein sortierte Regale. Unheimliche Preise, bei denen man sich fragt, wie ist das denn möglich!? Sooo billig! Kaufrausch. Musste zugreifen, Mann. Jetzt!

Ich lade die benötigte Menge in den Einkaufswagen und noch ein paar mehr. Man weiß ja nie. Werde stutzig. Die Dinger fühlen sich leicht an. Glas ist schwer. Mit dem Fingernagel kratze ich die Folie auf und unter der Folie die Schutzfolie, bis ich auf Acryl stoße. Ich unglücklicher Golddigger, ich. Meine Goldader ist ein schäbiger Scheiß aus Irgendwas. Ganz bestimmt kein Glas. Dabei sehen die Dinger genauso aus wie die Glasrahmen, die ich vor fünfzehn Jahren gekauft habe. Auch die Namen sind gleich wie früher. Der Preis sogar günstiger. Auch das Alu fühlt sich im Tasten komisch an. So warm. So weich. Der Klopftest ergibt, es ist Kunststoff. Ich habe den Wagen mit fabrikneuem Müll beladen. Angewidert stelle ich alles wieder zurück in die Rahmenständer, schaue nach anderen Modellen, finde keine. Auf der gefühlt mehr als zwei Hektar großen Bilderrahmenabteilung gibt es keinen einzigen Bilderrahmen mit echtem Glas oder echtem Holz oder echtem Alu.

Ein drei Kubikmeter großer innerer Müllcontainer im Kopf tut sich auf und am liebsten würde ich den ganzen Schrott hineinwerfen und entsorgen.

Wenn sie am Material sparen, sparen sie auch an den Menschen! Ein Schauer läuft mir über den Rücken. In diesen Produkten steckt kein Funken Lebensglück. Nur Frust und Ausbeutung und Menschen, die in grausamer Zwangslebenslage ihre kostbare Lebenszeit vergeuden, um irgendwie mit der Arbeit, die sie in die Produktion Minderwertstens stecken, über die Runden zu kommen. Um schließlich Minderwertstes zu kaufen. Es ist zum Heulen.

Den Wagen lasse ich provokativ mitten im Labyrinth stehen, haste entlang des Parkours zur Kasse, widerstehe allem Billigen, krauche, innerlich auf Knien, vorbei an der Kasse, die für selbstscannende Kreditkartenzahler vorgesehen ist, ignoriere die Köttbullar- (Fleischklößchen) und Softeisteria, werfe mich wie ein Held aus einem Roland-Emmerich-Film, in Zeitlupe fliegend, durch die unheimlich behäbig drehende Ausgangstür, hinter mir der imaginäre Feuersturm einer lebensbedrohlichen Explosion.

Draußen. Blanker nasser Teer. Halb elf. Immer noch nur wenige Autos auf dem Parkplatz. Der All-German-Konsument schläft noch. Oder muss arbeiten.

Auf zum Auto. Regisseurwechsel. Emmerich hab ich überlebt. Nun Spielberg in Interpretation eines absolut scary Steven-King-Romans. Der Himmel blutet. Verzerrte, kahle Bäume. Krähen. Unheimlicher Wind aus dritter Dimension. Nackenhaarsträubende Stille. Hinter mir eine schäbige Hütte, in der was weiß denn ich für eine gottverdammte teuflisch unerklärbare Schandtat stattgefunden hat. Der Palast, den ich betrat hat sich in eine windschiefe Kaschemme verwandelt. Irgendwo dreht ein quietschendes Windrad. Ich bin allein. Der Wagen will nicht anspringen …

Schnitt.

Die Bilder hänge ich ungerahmt auf schneeweißen Nägeln an die Wände der Galerie. Ohne DIESE Rahmen wirken sie ohnehin besser. (Kaufen Sie meinen Horrorthriller ‚DIESE‘).

Schreibe in mein ledernes Notizbuch: ‚Der Kapitalismus ist die fragezeichenste Form des Niedergangs‘.

Was sich für eine Eigenschaft hinter dem ‚fragezeichenste‘ verbirgt? Schönste? Beste? Schlimmste? Ich weiß es nicht. Ich überlasse es Euch, liebe Leserinnen und Leser.

 

Die Knightlab-Timeline – ein neuer Menüpunkt am Bloghimmel

Ein nüchternes Straßenbild einer flachen, dänischen LaBild von zwei Männern im Schneidersitz in einer Scheune. Helle Ritzen zwischen den Brettern. An der Wand lehnen Fahrräder. Das Bild ist umgeben von Texten verschiedener Formate. Unten sieht man eine Zeitlinie mit Jahresangaben und Ereignissen an kleinen Fähnchen.
Screenshot aus der Timeline, die die Geschichte des Konzepts Kunststraße zeigt.

Das Menü am oberen Rand dieses Blogs hat Gesellschaft bekommen. Ich habe eine Timeline meiner wichtigsten Reise- und Kunstprojekte seit 1994 erstellt. Mächtig Arbeit.

Um mit dem Zaunpfahl zu winken, ich nehme das Timeline-Erstellen in meine Serviceleistungen auf. Beauftragt mich, wenn Ihr nicht die Zeit findet, nach dieser Anleitung bei knightlab.com eine eigene Timeline zu erstellen.

Blick unter die Motorhaube der Knightlab-Timeline

Alle Daten, die in der Zeitlinie grafisch umgesetzt werden, werden in einem Google-Spreadsheet tabellarisch eingefügt. Man muss die Tabellenstruktur der Vorlage, die man bei Knightlab herunterlädt peinlich genau einhalten und die entsprechenden Datenformate (Link, Zahl, Text) beachten. Zum ‚Hosten‘ des Spreadsheets benötigt man ein kostenloses Google-Konto.

Wenn man aus der Vorlage sein eigenes Spreadsheet angelegt hat, kann man sich auf der Knightlab-Seite einen Code erstellen, den man in die eigene Webseite einbinden muss. Es sind nur zwei drei Zeilen, die dafür sorgen, dass die Timeline generiert wird. Im Code kann man noch die Sprache und die Größe der Timeline verändern. Wenn es gespeichert ist, muss man daran nichts mehr ändern.

Die Tabelle kann man jederzeit auch nachträglich bearbeiten.

Das folgende Bild zeigt, wo die jeweiligen Tabelleneinträge in der Timeline angezeigt werden und wie sie dargestellt werden.

Ein Timeline-Blatt mit Titel, Grafik (hier uas Murphy's Pubschnitt ein erschöpfter Radler nebst Fahrrädern an irischer Landstraße). Die inzelnen Felder von Titel, Bild und Beschreibung sind farblich gekennzeichnet und mit den Spaltennamen, die in der Datentabelle auszufüllen sind, gekennzeichnet.
Grafische Darstellung, welche Tabellenspalte in der Webseite wo und wie angezeigt wird.

Zum erstmaligen Arbeiten empfiehlt es sich, die Beispieldatensätze zu erhalten und leere Zeilen mit eigenen Daten zu füllen. Insbesondere die Spalten mit den Links und Credits sind ein bisschen tricki. Minimale Html-Kenntnisse sind von Vorteil. Im Prinzip ist es jedoch reine Copy & Paste Arbeit, wenn alle Daten irgendwo im Netz liegen.

Tabellenformular mit vielen Daten und HTML-Quelltext, sieht aus wie eine Excel-Tabelle.
In der Tabelle werden alle Datensätze gesammelt. Je Zeile ein Ereignis. Die Daten müssen nicht chronologisch eingegeben werden. Die Timeline-Maschine sortiert sie aus eigener Kraft.

Die Vor- und Nachteile der Knightlab-Timeline

Vorteil: sehr schickes Ding. Gut, um in aller Kürze seine Geschichte zu erzählen.

Nachteil: man ist abhängig von der Firma, die den ‚Motor‘ bereitstellt und von Google, wo die Tabelle abgelegt wird. Sprich, wenn die Firma den Motor umbaut, oder ihn vom Netz nimmt, ist die Timeline futsch. (Ich beobachte das allerdings seit Jahren und es scheint, dass Knightlab stabil läuft und gepflegt wird). Wenn Google seinen Spreadsheet-Dienst abstellt, sind die Daten auch futsch. Logisch.

Weiterer Nachteil: ziemlich hochgezüchteter Code, der vielleicht nicht immer auf allen Browsern korrekt gezeigt wird. Tests mit aktuellen Chromium und Firefox waren okay. Auch der Safari auf dem Smartphone zeigt die Timeline, obschon das horizontale Wischen da etwas mühsam ist. JavaScript muss aktiviert sein.

Noch ein Nach- und Vorteil: Man sollte nicht zu viele Ereignisse versammeln. Das schränkt ein und animiert gleichzeitig zur Kürze. Knightlab empfiehlt ca. 20 Datensätze. In meinem Fall sind es 30. Die Bilder habe ich fast alle verkleinert auf maximal 1024 Pixel Breite oder Höhe.

Sodele. Genug geredet. Mein nächstes Tutorial heißt: Ölwechsel am Porsche Super – Fallstricke und Schmierstrecken eines Einspritzers 🙂

Alles

Ein paar Interna, leutselig, kunstbübchenesk, wie man den guten Herrn Irgendlink seit Bloggesgedenken kennt.

Ich hatte stets Zweifel, ob es gut ist, sich in einem Blog vor aller Öffentlichkeit zu entblößen. Es liegt allerdings in der Natur des Blogs, dass solche ‚Ausrutscher‘ der Leutseligkeit hin und wieder vorkommen. Man die Hosen runterlässt und bis zu einem gewissen Grad Dinge erzählt, die man normalerweise nur im Zwiegespräch mit Freunden thematisiert.

Man ist ja so ungestüm. Eine Eigenart des Künstlers wohl. Hat man eine Idee, posaunt man sie gleich raus wie so ein Kind, das der Mama etwas plappert, während sie im Haus wuselt und die Bude in Schuss hält zwischen Job und Kindergartenkutschierung.

Eben stelle ich die Weichen fürs nächste Jahr. Ich werde wieder bloggen. Merkt man ja schon, wenn man die letzten Blogeinträge im Blog verfolgt. Über Sommer herrschte trauerbedingt Stille. Da war nichts in mir. Und wenn etwas war und ich zaghaft darüber schrieb, dann schien es dem inneren Zensor, der trotz aller Leutseligkeit wirkt, zu weinerlich, um es offen zu legen. Zum Glück bietet WordPress die Chance, Blogeinträge auf privat zu stellen.

Langsam erhole ich mich von dem schweren Schlag, dass mein geliebter Vater im April gehen musste. Erholen? Mal schauen.

Bemerkenswert war die Erfahrung, das trotz aller Traurigkeit eine lebendige Kreativität zu Tage trat, die sich in vielen stillen Kunstwerken manifestierte. Wenig geschrieben. Viel Grafik-Zeugs und Kompositionen aus Bildern, die ich während der Reisen kreuz und quer durch Europa auf die Festplatte gerettet habe. Besonders stolz bin ich auf mein neuestes Poster ‚Du kommst hier nicht rein‘ in der Postersektion dieses Blogs. Es ist sowohl verspielt, als auch sozialkritisch und in ihm manifestiert sich neben aller Freude auch meine abgründig düstere Sicht auf die Gegenwart.

Eigentlich habe ich keine Hoffnung für uns. Für uns als Weltgemeinschaft. Das könnte einen in tiefe Depression und Selbstzerstörung stürzen, denke ich. Mein Vater hat mir aber einen unglaublichen Dreh mitgegeben, selbst Negativstest irgendwie positiv oder wenigstens nicht ganz so negativ zu sehen. Die Macht der Interpolation nenne ich es. Sich über schwierige Phasen des Lebens hinwegdenken und im Blick auf Positives, was ja auch mal wieder kommt, nach Vorne zu schauen.

Eigentlich wollte ich im vergangenen Spätfrühling/Sommer mit dem Fahrrad den französischen Atlantik-Radweg erkunden und darüber schreiben. Im Blog radlantix.de, das ich vor ziemlich genau einem Jahr angelegt hatte, sollte die Tour stattfinden und alle dürften mitkommen.

Dann der verflixte 23. April. Frühabends wurde die SWR-Doku mit meiner UmsLand-Reise ausgestrahlt. Papa hat sie in den letzten Atemzügen geschaut. Seither frage ich mich, ob er es steuern konnte mit dem Sterben. Der 23. war auch sein Hochzeitstag. Frühmorgens am 24. war er tot.

Der Sommer plätscherte elend. Die Reise nach Norddeutschland mit Frau SoSo war eine großartige Unterbrechung, aber wie man sich vorstellen kann, die Trauer ist ein hartes Fundament, auf das man plötzlich ohne Vorwarnung in jeder Lebenssekunde aufschlagen kann, wenn das Glück zu hoch baut.

September hatte ich noch einmal versucht, in der Kunstausstellungswelt zu fruchten, nahm an einer Ausstellung teil, obwohl ich schon vor zwei Jahren aus dem ‚realen Geschäft‘ mit anfassbaren, echten (und kaufbaren) Kunstwerken Abschied genommen hatte.

Wie kann ich als Künstler bestehen, wenn ich keine fassbaren, verkaufbaren Produkte schaffe? Bilder und Bücher. Oder besser gefragt, ist es vielleicht möglich, als rein digitales Wesen zu existieren? Meine Kunst ist das Blog und das andere Blog und das nochmals andere Blog und noch so einiges. Meine Kunst sind online erzählte Geschichten von unterwegs, garniert mit Bildern.

Ein zeitgenössischer Jack Kerouac, der über das Leben nachdenkt und darüber schreibt, so sehe ich mich, würze mit Andreas Altmann und Hape Kerkeling, serviere an der schwermütigen Marlen Haushofer und da sind ja so viele, die ich gelesen habe und die ich bewundere und denen ich nacheifere und deren Tun einfließt in mein Tun. Im Nacheifern darf man jedoch das eigene kleine Ich nicht vergessen und das ist da, merke ich nun. Die letzten vier fünf Blogartikel seit ich vor ein zwei Monaten wieder begonnen habe, sind Ich. Auf diese Art will ich das Blog auch weiterführen.

Die alten Geschichten (unter Projekte in der Menüleiste oben) möchte ich ebenso aufarbeiten, wie Neue beginnen.

2018 sieht es nicht schlecht aus. Ich werde den heimischen Garten ruhen lassen und stattdessen ein zwei Reisen erbloggen. Ich lade Euch herzlich ein, mitzukommen.

Radlantix.de steht ganz oben auf meiner Liste. Aber zu Frühlingsbeginn, ziehe ich mein Paminablog.de durch. Das dauert nur zwei Wochen, sechshundert Kilometer rings um Karlsruhe, Baden, die Pfalz und das Nordelsass.

Damit Geld verdienen? Ich habs versucht. Hatte insbesondere für die Paminaregion ein paar Kooperationen angefragt und die Verbindung zu europäischen Förderprojekten angeregt, aber hey, das ist echte Schinderei. Ich denke, wenn ich das Paminablog auf real finanzierte Füße stellen möchte, müsste ich mindestens die doppelte Zeit der eigentlichen Reise mir die Hacken wund laufen, um Kooperationen zu erreichen, an Fördergelder zu kommen. Ich bin leider ein ziemlich miserabler Verwalter und Geldmensch. Wenn ich aber im Gewand des Künstlers an das eigentliche Projekt denke: Mann radelt einmal rund ums Land und schreibt darüber, wird mir ganz warm ums Herz und ich dampfe insgeheim das 10.000 Euro-Budget, das mir nach marktlichen Gesichtspunkten zweifellos zusteht, auf wenige hundert Euro ein. Sprich, ich kann das Projekt mit Hackenwundlaufen angemessen eventuell finanzieren, oder ich mache es aus purer Marktuntauglichkeit wie immer, wie rund um die Nordsee, wie Gibraltar, wie das Nordkap, wie die Rheinland-Pfalz-Radroute: ich radele und schreibe und konzentriere mich auf meine Arbeit und schere mich nicht um Gewinn und angemessene Bezahlung. Walk like an Europenner.

Was liegt also vor mir im nächsten Jahr? Zwei Reiseprojekte und im Ärmel habe ich noch einen streng geheimen Joker, den ich eventuell ausspiele (auch ein Reiseprojekt, bei dem ich mir die Geldhacken wundlaufen müsste). Viel Arbeit an den Datenbanken liegt vor mir 2018. Die Postersektion werde ich ausbauen. Jede meiner Reisen bringt als Spitze des Eisbergs immerhin ein physisches Objekt hervor, ein limitiertes, signiertes Poster mit den besten Bildern von unterwegs. Ist wahrscheinlich eine gute Geldanlage, wenn es dem Künstler gelingt, all seine Schreib- und Kunstprojekte durchzuziehen. Dann werden die Poster viel wert werden. So will es der Markt.

Aber ich warne vor Geld. Es ist überbewertet. Und es ist eine dreckige Essenz, denke ich mir manchmal. Wer alles es benutzt und es mit üblen Geschäften verschmutzt! Wenn Geld Luft oder Wasser wäre, wären wir längst alle vergiftet.

Vor ein paar Tagen besuchte ich den Maler Sven Schalenberg in seinem Atelier in Hahnheim. Als einer der bedeutendsten Maler (leider auch nicht gut verwachsen im Kunstmarkt),  bezeichnete er mich als einen der bedeutendsten Künstler des Landes. Was mich ehrt, was mir den Bauch pinselt. Was wichtig ist. Wir redeten über Kunst und Anerkennung und wie wichtig die Anerkennung für einen selbst ist und wie angreifbar sie einen macht. Die Schnittstellen zum Geld sind für uns Künstler (leider) die Galerien.

Mein ehemaliger Galerist hat ein eigenartiges Geschäftsmodell entwickelt. Alle zwei Wochen macht er eine Vernissage in seinen vier oder fünf Galerien. Viel Frischfleisch. Zig Künstlerinnen und Künstler schleust er zweiwöchentlich durch und hilft ihnen – so zumindest die Annahme – zu Ruhm und Ehren. In Wahrheit fußt das Geschäftsmodell auf der Archillesferse der Künstlerinnen und Künstler. Auf Bauchpinselei und ‚Du, das ist gut für Dich, Dein Name kommt ins Gespräch. Vielleicht kommst Du bald groß raus‘. Lobe die Menschen und sie werden dir geben. Wandmiete zwischen fünfhundert und tausend Euro. Für eine Ausstellung, die sich kaum einer ansieht, bei denen immer nur die selben Vernissagentrunkhansels anwesend sind, kein einziger Sammler. Niemand verkauft dort Kunst. Nach zwei Wochen mit Zeitungsartikel und Namensnennung in der lokalen Presse ist der Spuk vorbei. Den Artikel kann man sich rahmen. ‚Nein, ich habe nicht bezahlt‘, muss ich immer wieder beteuern und wer mich kennt, weiß, ich hätte das gar nicht gekonnt. Es gibt auch einige wenige im Galerieprogramm, die als erlesene Perlen – (Schalenberg) oder Spinner (ich), die niemand versteht – mit reinrutschen, wenn mal nicht genügend Zahlhansels da sind, um die Wände vollzukriegen. Aber im Grunde ist das Galeriegeschäftsmodell wie das klassische Provinzkunstmodell: Künstler darf im Schaufenster der örtlichen Apotheke ein paar Bilder zeigen oder in einem Arztwartezimmer (hei, Ärzte, Geld, Profit!) oder in einem Altersheim. Packt uns bei unserer Eitelkeit und ihr werdet uns kriegen (das gilt nicht nur für Kunst, das gilt überall – wann hat man dich zuletzt bei deiner Eitelkeit gepackt und gekriegt?). Lasst das. Bloggt.

Molloch.

Die letzte Ausstellung mit physischer Präsenz im vergangenen September, was soll ich sagen, war ganz nett. Riesige alte Fabrikhalle. Vier Künstler, zu Gnaden eines Immobilienmaklers, dessen Interesse es war, die Halle in umgebauter Form als Appartements zu vermarkten. Ein fairer Handel gegenseitigen Aufmerksamkeitshochschaukelns. Verkauft habe ich nichts. Ausgegeben auch so gut wie nichts. Eine Null-auf-Null-Rechnung, wenn ich meine gut zweiwöchige Arbeitszeit (dummerweise unbezahlter Webmaster des Projekts) nicht rechne.

Bleibe im Blog und nähre dich redlich. Ich denke, hier bin ich am besten aufgehoben. Das ist meine Hood. Alles digital. Nichts zum Mitnehmen. Nur konsumieren kann man es. Gratis. In Text und Bild.

Als Kopfarbeiter habe ich ein Problem und viele Chancen, merke ich im Anblick meiner kleingeistigen Kunstbübchen-Jahresrechnung. Und das war auch ein Thema im Gespräch mit Schalenberg. Dass es so einfach ist, zu arbeiten. So einfach, kreativ zu sein. So einfach, Ideen in die Welt zu setzen. Wie so ein Fluss, der einfach fließt. Oder eine Sonne, die strahlt. Wenn das Geld nicht wäre und ich einfach nur arbeiten könnte, einfach machen, dann würde das prima laufen, postulierte ich.

Was soll ich sagen: so ist es auch. Ich muss nur einen Weg finden, Geld nicht zu brauchen und ich bin glücklich bis an mein Lebensende und ich werde großartige Dinge schaffen. Beißt sich die Innere Bussines-Katze in den eigenen Schwanz.

Kniffelige Situation. Menschen wie ich taugen nicht für den Markt. Sie verstehen den Mark nicht und der Mark versteht sie nicht. Wie willst du denn leben ohne greifbare Produkte, die man kaufen kann, die man kaufen würde? Das Blog und all die Bildchen sind doch gratis. Jeder kann sie konsumieren. Willst du betteln, Europenner, du?

Warum eigentlich nicht. Die letzten vier Reiseprojekte, AnsKap, Gibrantiago, Flussnoten und UmsLand (siehe Projekte) haben sich durch Spenden finanziert. Mehr schlecht als recht. Sechs Wochen AnsKap brachte die Reisekosten von 1000 Euro ein, die sechs Wochen Flussnoten und Gibrantiago dito. UmsLand war ohnehin nur mit 500 Euro budgetiert. Hat geklappt. Okay, bisschen was hast du draufgelegt, Mister Europenner. Das war es aber auch wert. Du machtest was du wolltest auf die Weise die du wolltest und du warst glücklich im Tagesdrift.

Was aber ist mit der Sicherheit? Der Zukunft. Was, wenn die Technik versagt, du ein neues Smartphone brauchst, um von unterwegs zu kommunizieren, neuen PC, neues Fahrrad? Dann biste erledigt. Der Server kostet Geld und macht Arbeit, die du besser jemand anderem überlassen würdest, der das natürlich nicht umsonst macht.

Was habe ich mich eingedampft, seit ich 2012 die Welt des Lohnerwerbs verlassen habe. Anfangs war das nicht leicht. Vom sicheren Lohn in die Bettelei zu gehen. Als erstes verreckte das Auto. Die schäbige Künstlerbude kostet zum Glück keine Miete. Essen mit Selbstversorgung durch eigenen Garten ist auch nicht so teuer. Und zudem gesünder. Fixkosten im Monat etwa zweihundert Euro. Unschlagbar. Mit Strom und Alles. Ein bisschen macht mich das stolz. Dennoch, nach offizieller Armutsgrenze könnte man aus einem Typen wie mir wohl zwei Arme machen, so wenig verdiene ich.

Dafür bin ich frei. Wenn ich an den ‚wunderbaren‘ Job im Amt ohne Wiederkehr zurückdenke, jajahhh, ich war mal sowas wie ein Angestellter mit tollem Lohn und super korrekten fairen monatlichen Abrechnungen, denke ich manchmal, wäre es das gewesen, ein Leben lang? Es war so schön sicher, so wohlig, so wunderbar geregelt. Stattdessen nun draußen in der Ungewissheit wie so ein Major Tom im kalten All. Alleine mit allen Unbilden, die hin und wieder doch auftauchen und einen piesacken.

‚Ich sitze auf einem Seelenverkäufer mitten im Atlantik und stopfe Loch um Loch und mit jedem gestopften Loch tun sich zwei neue auf. Die Belanglosigkeit hat sich im Rettungsboot davon gemacht‘, twitterte ich kürzlich.

Sehnsuchtsort Belanglosigkeit. Neben dem Vater ist es das Gefühl der Belanglosigkeit (oder besser Sorglosigkeit), mit dem man selbst den härtesten Prüfungen entgegentreten konnte, das ich am meisten vermisse. Ich weiß nicht, wo es geblieben ist. Manchmal stehe ich draußen unter dem grausam verrenkten Nussbaum vor der Künstlerbude und schaue in den Himmel, so wie ich es früher immer tat, um Belanglosigkeitsgefühle zu tanken. Dann stelle ich fest, das geht nicht mehr. Es ist weg. Futsch. Gegangen. Für immer? Dieses tolle Scheißegalgefühl, wenn dir das Leben wegen irgendwelcher Kleinigkeiten, die du in deinem Innern zu Riesen aufbaust, wieder einschenkt. Weg ist es. Und ich stehe alleine in der Kälte der Nacht und bewundere die seichtorangenen Nieselregenwolken über den Laternen der Stadt im unverschämt verschränkten Geäst des Baums und fühle: Nichts. Keine Erleichterung. Keine Sorge. Nur nichts.

Den Baum hatte mein Vater seit Anbeginn dessen Lebens malträtiert. Eigentlich sollte das Wesen, das einst von Eichhörnchen gepflanzt wurde, gar nicht so nahe beim Haus stehen. Deshalb rückte er ihm wieder und wieder mit der Axt zu Leibe, verdrehte die Äste, brach sie, gab nach einigen Jahren aber auf und das Wesen wuchs und wuchs und wuchs. Mit all seinen verschränkten, gehackten, geschundenen Ästen.

‚Alles‘, dachte ich vorhin. Geld war wieder im Hirngemahle. Wie Griesel  in den Adern. Wie Salz im Blut. Die Reisen in diesem Blog sind wie Eisberge, dachte ich. Das ist mein Produkt. Reisen und jeder der will kommt mit, liest mit, schaut die wunderbaren Bilder, die du unterwegs einfährst. Aber verkaufen lässt sich das nicht. Du kannst keine Blogartikel im eigenen Blog verkaufen. Das Blog lebt vom Nichtverkauf. Von Freiheit, von nimm‘ was du willst, fremder Leser, fremde Leserin, nimm‘ und lass‘ es wirken oder klicke einfach weg, wenn es dich langweilt. That’s Internet. Das ist wahre Freiheit zwischen Kunden und Geschäftstreibenden. Das ist meine Philosophie für meine Kopfgüter. Nimm reichlich und gib, wenn du magst. Mit diesen Gib-wenn-du-magsts, Spenden, ließen sich immerhin die letzten Bloggerreisen ’schadensbegrenzt‘ durchführen. Danke an all die lieben Spendenden!

Aber da ist mehr. Und das wurde mir kürzlich klar. Echte, kaufbare Produkte, die mir direkt Geld einbringen. Die Spitzen meiner Eisberge sind, allen voran, die Poster, aber auch T-Shirt-Motive, Ebooks und es gibt sogar ein gedrucktes Buch.

Der Nabel zum Geld sind die Übrigbleibsel des Großen, das einst war, das jeden Tag neu geschieht.

Dennoch setze ich für 2018 weiterhin auf die unverkaufbaren Sockel meiner Eisberge und werde, nach Kräften radlantix.de und das paminablog.de durchführen und es werden auch daraus wieder Gipfel der Eisberge in Form von Postern entstehen, die man als markttrainierter Mensch kaufen kann.

Alles. Um zum Kern des Artikels zu kommen, wird ein 120×80 cm großes Bild in einer Auflage von sieben Stück. Darauf montiere ich in meinem speziellen Bildcollagen-Stil 408 Fotos aus den letzten sieben Jahren. Im Gegensatz zu den Postern wird es als Wandbild realisiert. Hochpreisig. Weil es das wert ist. Mir schwebt ein symbolischer Tausender vor. Mal sieben. Netto etwa viertausend Euro. Ein großzügiges Europenner-Jahresgehalt.

Wenn Ihr also Alles wollt, ich gebe Euch alles. Fragt mich danach.