Irgendlink
Seid Euch gewiss: diese Zeilen schreibt ein Mensch, der das Leben von den höchsten Höhen bis zu den tiefsten Tiefen durchwandert hat. Und da es in diesem Leben keine absoluten Größen gibt, wie etwa das Höchste oder das Tiefste, wird er weiter leben und höhere Höhen und tiefere Tiefen durchleben – warum?
Weil das Leben es ihm diktiert.
Irgendlink, Jahrgang 66, lebt auf einem einsamen Gehöft in einer umgebauten Scheune.
Dieses Blog existiert seit November 2003. Davor führte Irgendlink unter richtigem Namen ein Online-Tagebuch. Das Internet hat Irgendlink Ende 1999 erstmals betreten.
Das Pseudonym Irgendlink entstand bei einem geheimen Treffen mit dem Literaturspezialisten I. im Januar 2003. Irgendlink hatte ein hundertseitiges Buch geschrieben, das er in Millionenauflage auf den Markt werfen wollte, um fürderhin reich und berühmt zu sein. Doch der Literaturspezialist machte ihm unmissverständlich klar, “das wird so nix”, und pochte mit dem Zeigefinger auf das liebevoll gestaltete Cover: “Ist ja so ganz okay. Man kann es lesen, aber mal ehrlich, welcher halbwegs vernünftige Verlag veröffentlicht denn ein Buch mit dem Titel Weblog? Zudem noch ein Neuling auf dem Markt”, so pochte Literaturkoryphäe I. unentwegt aufs Cover, “ein bisschen Lektorat könnte übrigens auch nicht schaden. Versteh’ mich nicht falsch, du kannst schreiben, aber da sind so viele Unds und Oders und Irgendwies und Irgendwanns und Irgendwos. Nicht schön. Warum nennst Du Dich nicht Irgend? Ja, genau, passt doch, klingt fast wie Dein richtiger Name: Irgend Link.”
Wovon handelt das Blog? Es ist die Biografie eines Foto-Künstlers in der deutschen Provinz (Südpfalz). Neben Alltäglichem berichtet der Autor über seine Erfindung, den Kunststraßenbau (siehe hierzu Seite Zweibrücken-Andorra) – ein aufwändiges Konzeptkunstprojekt, das Irgendlink 1994 ins Leben rief und seither energisch verfolgt.
Irgendlink arbeitet als Tacker in einer coolen Firma, die weltweit schicke Loungemöbel vertreibt und vermietet (Sie sitzen gerade auf einem Loungemöbel? Schauen sie mal darunter, vielleicht hat dort jemand drauf gekritzelt: “Hilfe, man hält mich in einer Loungemöbelfabrik gefangen!!!”)
Ort der Handlung: ein einsames Gehöft im Grenzgebiet zwischen Rheinland-Pfalz, Saarland und Frankreich.
Das Weblog bedient sich auf höchstem Niveau der Methoden der Boulevardpresse. Die Texte sind ironisch, esoterisch, philosophisch, satirisch und zu geringen Teilen erfunden.
Über die Qualität der Texte entscheidet die Tageslaune.
Personen, die irgendwann, irgendwie, irgendwo mal in den Beiträgen auftauchen:
- Irgendlink: ich, Euer Autor
- Kollege T.: Irgendlinks Arbeitskollege
- Owner: Chef – er hat die schwere Bürde in diesem Weblog den Bösen spielen zu müssen – er trägt es mit Fassung, hat er doch ein riesiges Fass LSD in seinem Büro (nutzt die Suchfunktion “Fass LSD” und Ihr werdet den entsprechenden Artikel finden.
- Konzeptkünstler R.: eine komplizierte Gestalt, die zur Zeit als Unternehmensberater arbeitet, in diesem Blog schon von Anbeginn für Geschichten und Dialoge sorgt. Irgendwann wird die Wahrheit über Konzeptkünstler R. ans Licht kommen.
- QQlka: Irgendlinks bester Freund, Mitstreiter auf zahlreichen Fahrradreisen (Irland, Skandinavien, Frankreich, Schweiz), Galerist und Privatier in Mainz.
- Leb: ihn hat Irgendlink im Winter 1991 auf einer Radtour in Südfrankreich kennen gelernt. Leb lebt wo die Lebkuchen herkommen.
- Journalist F.: Kulturjournalist, Kulturorganisator, einer von Irgendlinks besten Freunden. Blogt leider z. Zt. nicht, aber sein Weblog ist in der Blogrolle gelistet.
- Chef R., Frau Sch. Kollege N. und Frau M. und das Amt ohne Wiederkehr : einstmals hatte Herr Irgendlink die Beamtenlaufbahn eingeschlagen, scheiterte. Die Sequenz im Amt ohne Wiederkehr findet ihr im Sommer 2009 oder unter entsprechenden Suchbegriffen.
Begriffe:
- Tacker (1): ein Werkzeug, welches mit Druckluft betrieben wird und mit dem man Tackernadeln in Holz treibt.
- Tacker (2): Irgendlink hat seinen Beruf kecker Weise nach dem Werkzeug benannt, mit dem er täglich arbeitet.
- Tackerhof: in Anlehnung an den Spruch, “Das Leben ist kein Ponyhof” stellt der Tackerhof einen fiktiven Ort dar, an dem alle glücklich und lieb sind.
- Amt ohne Wiederkehr (AOW): Im AOW gibt es ein Büro ohne Wiederkehr mit einem Bürostuhl ohne Wiederkehr, Irgendlinks ehemaliger Arbeitsplatz. Hier lebte, faulenzte, löste der Autor dieses Weblogs Probleme, ohne jegliche Aussicht auf Entrinnen – sprichwörtlich entrann Irgendlink auf schmerzliche Weise: “Nur der Tod …,” hätte es beinahe heißen müssen.
- Irgendlinks Arbeit aktuell: Möbelbauen mit dem Tacker, also tackern. Vordem: Angestellter im öffentlichen Dienst, Kulturorganisator, der sich mit bizarren Künstlern und anderen vermackten Menschen herumärgernfreuen musste. Zeitungsreporter, Shop-in-Shop-Logistiker, Postbote, Baustofflieferant, Sportbootkurier, Hotelsanierer, Landvermesser, Müllsortierer (Statistiker), Ausstellungsorganisator, Kurator.
- Irgendlinks Passion: Texten, spinnen, Kunstprojekte planen. Fotografie. Nicht berühmt wurde Irgendlink 1995 mit der Erfindung des Kunststraßenbaus. Fotoserien von Straßenszenen, die in Abständen von zehn Kilometern in Europa aufgenommen wurden. Sein größtes Projekt ist der Kapschnitt. Er dokumentiert die Strecke Mainz – Alta (Nordnorwegen) in 360 schwarz-weiß Fotos. Andere Kunststraßen führen nach Irland, Andorra, in die Schweiz und durch Frankreich. Von den Ausstellungen (Rauminstallationen) 1995 bis ca. 2001 ist keine einzige erhalten. QQlka war von 1995 bis 2000 Irgendlinks Co-Künstler, Galerist und Mitstreiter auf vielen Reisen. Zur Zeit lebt er als Privatier in Mainz.