Hurra, er ist frei!

Ich habe die FacebookApp vom Handy gelöscht. Es war so einfach, wie einem Kind Bonbons klauen. Aus irgendeinem Grund hatte mich die App ausgeloggt und ich hätte mich neu anmelden müssen. Bloß woher Passwort nehmen und nicht stehlen? Also Gunst der Stunde nutzen und den hassgeliebten Ressourcen- und Zeitfresser einfach gelöscht. Nun stehe ich da, wie einst der alte Abe Simpson (der Großvater der gleichnamigen gelben Zeichentrickfamilie aus Springfield/USA) in jener Folge, als die Alten im Altersheim rebellieren, die Pflegekräfte überwältigen, auf Krücken und Rollatoren vor die Tür stürmen, hinausschreien, Hurra, wir sind frei, abrupt stehen bleiben. Stille, eine Stecknadel könnte man nun fallen hören, einander ratlos anschauen, jemand fragt, und was sollen wir jetzt tun? Ich Abe Simpson der sozialen Medien, ich.
Oke. Die hassgeliebte App ist endlich weg. Hundert MB Speicher frei. Und warum kommt dieser Artikel doch zu Facebook? Weil Monsieur Irgendlink, moi même, das andere Selbstbespitzelungsunternehmen WordPress zu Facebook auf Durchlauf gestellt hat.
Beunruhigend ist es aber doch: wenn nicht ich mich ausgeloggt habe, wer dann? Ich muss da glaub ich mal auf dem echten PC nach dem rechten schauen …

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

6 Gedanken zu „Hurra, er ist frei!“

  1. Ich habe mich von Anfang an gegen die fakobock-Anwendung auf meinem Telefon entschieden. Und auch hier am PC bin ich daselbst nur noch in sehr, sehr großen Abständen … Wieviel Zeit das frißt, seh ich bei Menschen, die mir nahestehen.

    Willkommen in der Freiheit, Reisekunstbübchenradlerartistschreiber.

    1. Es frisst Zeit, bei manchen sogar viel. Ich habs im Griff :-) Aber was zählt ist auch das Unsichtbare, was sich nicht in Zeit ausdrücken lässt: das Eswissenwollen, das Immerdabeisein, das Malebenschnellschauen und das ist das, was auf dem Handy so problematisch werden kann. Es ist wie Nasebohren oder sich am Kopf kratzen.

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