Die Stadt rückt näher

Am nördlichen Stadtrand werden die Überreste der alten Amerikakaserne nun endgültig ausradiert und das Feld frei gemacht für – so steht es wohl im Plan – fachhochschulnahes Gewerbe. Das Züngeln der Startups am westpfälzer Acker. Schon seit Wochen wummern die Baumaschinen, rütteln die Rüttelplatten. Man sagt, die Kosten explodieren, ähnlich wie beim nie fertig werdenden Hauptstadtflughafen und beim Bischhofssitz. Was sich ganz gut deckt mit der Idee von der Erkrankung des gesellschaftlichen Kerngehäuses. Unheilbar.

Kreuzberg Zweibrücken
Amerikastraße Zweibrücken Anfang Juni 2014
Kreuzberg Zweibrücken
Amerikastraße Zweibrücken, Stadtrand, 14. Juni 2014

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

Ein Gedanke zu „Die Stadt rückt näher“

  1. feine Bilder,wenn auch sehr mikroskopisch,ein interessanter Kontrast zum Wummern und Baggern und wieder einmal denke ich: es gibt keine Heilung, nur ein anderes Umgehen, aber selbst das erscheint schon fast unmöglich in einer Welt, die stetigen Wachstum, gegen jeden natürlichen Rhythmus, propagiert … seufz

    liebgrüss
    Ulli

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